Wir sind nur so stark, wie wir vereint sind und so schwach, wie wir getrennt sind.
Albus Dumbledore in „Harry Potter und der Feuerkelch“

Das Leben geht auf und ab, das wissen wir alle. Jenen, dessen Erinnerungen schmerzlich sind oder vielleicht auch zu schön sind, um wahr gewesen zu sein, die wissen, wovon ich spreche. Stärke zu haben, Schwäche zu zeigen, ist eine Kunst, auch dessen Erkenntnis ist nicht einfach.

Und auch jetzt, wo wir alle feuchtfröhlich in das neue Jahr hinein gefeiert haben, angestossen auf das sogenannte Neue, den Bauch vollgeschlagen haben und Freude aufleben liessen, wird uns eine Sache bewusst: Vorsätze ja oder nein? Gelten sie noch, soll ich mir welche überlegen und sie versuchen, umzusetzen? Ich bin da zwiespaltig, zum einen möchte ich mir gerne Ziele setzen, doch zum anderen sollen sie auch realistisch sein. Als Kind haben wir uns vielleicht des öfteren vorgenommen, netter zu seinen Geschwistern zu sein, früher mit Abgaben zu beginnen oder schlicht und einfach das Zimmer ordentlich zu halten.

Ich habe mir für das für mich sehr aufregende, glänzende neue Jahr ein paar Dinge vorgenommen, die ich für realistisch halte und erreichbar sind, wenn ich nur will. Die Ziele, wie ich sie eigentlich lieber nenne als Vorsätze, setze ich mir bewusst, um mir selbst gut zu tun. Ein sehr kluger junger Mann hat mir vor Kurzem die Worte ans Herz gelegt, ich solle mich nicht zuerst um die anderen kümmern, sondern zuerst um mich. Er hat Recht damit, auch wenn ich mich sehr anstrengen werden muss, um das erfüllen zu können. Es ist nicht immer wichtig, dass andere sich wohlfühlen, wenn man sich selbst total unbehaglich fühlt. Ich realisiere, dass es Zeit dafür ist, mir selbst gut zu tun, indem ich auf mich und mein Herz höre. Man möchte nicht unglücklich werden, während alle rund um sich herum glücklich sind. Ich möchte der Schmied (oder ganz genderfreundlich die Schmiedin) meines eigenen Glücks sein.

Den Kontakt zu Menschen abbrechen, die mir nicht gut tun.

Es gibt einige Menschen, mit welchen ich ab und zu noch schreibe und mich austausche. Bis anhin habe ich daran nicht gedacht, sie eventuell aus meinem Adressbuch zu löschen, weil sie mir vielleicht doch noch einmal noch nützlich sein können. Doch dem war NIE so, es tat mehr weh, sie noch in meiner Liste oder ihre Social Media Posts zu sehen. Es ist Schluss damit, mich damit fertig zu machen, es wird Zeit, sie auszusortieren.

Mehr auf sich selbst achten.

Jeden Freitagabend und jedes Wochenende immer was los, das kann auf die Dauer auch nicht gut für einen sein. Gerade wenn man viel machen möchte, irgendwann kommt die Erkenntnis, dass es zu viel ist. Dann ist es meistens schon zu spät, den der Stress und die Überforderung hat vielleicht schon begonnen. Sortiert aus, schmeisst hin, was ihr nur noch aus Zwang tut und was euch selbst nicht gut tut. Es bringt nichts, euch durchzukämpfen. Ihr seid toll, wie ihr seid!

Leben.

Geniesst das Leben, ihr habt nur eines. Entspannt euch, wenn etwas nicht auf Anhieb funktioniert, sondern lernt daraus, was ihr in Zukunft besser machen könnt. Geniesst jeden Moment, den ihr könnt, es gibt nicht besseres als das Bewusstsein, auf dieser Erde stehen zu dürfen und etwas verändern zu können.

Rede über deine Gefühle und lebe sie aus.

Nicht alles läuft immer rund. Es gibt Up’s und Down’s, es ist schlicht auch einfach das Leben. Trotzdem, auch wenn es mal zu traurig wird, um deine Gefühle in Schach zu halten, weine, wenn du musst. Ich habe vor kurzem die Erfahrung gemacht, dass das Rauslassen sehr befreiend und erlösendes sein kann. Lache auch gerade heraus, wenn du das Gefühl hast, du musst es tun. Deine Gefühle sind das Ehrlichste in dir.

Den Tunnel anwenden.

Ihr werdet euch jetzt bestimmt fragen, was ich damit meine. Ich meine den absoluten Durchzug. Nehmt nicht alles allzu ernst, versucht locker und sachlich zu antworten, wenn euch eine Person wütend machen möchte oder euch provoziert. Seid diplomatisch, auch wenn ihr die Person vor euch am liebsten auf den Mond schiessen möchtet. Ihr tut euch damit was gutes, ihr stresst euch selbst nicht so, wie ihr es tun würdet, wenn ihr euch über etwas nervt.

Göschene – Airolo; zum einen Ohr hinein und beim anderen wieder heraus.

und zum Schluss…

Versucht, nett zu sein. Zu allen Menschen, zu Personen, die hinter der Coop Pronto Kasse stehen, zu Kontrolleuren im Zug, zu Personen, die eure Hilfe benötigen oder du ihre brauchst. Denn man weiss ja:

What goes around, comes back around.

Geschrieben von:

Die Erde ist noch rund, aber die Geschichten sind viereckig geworden.

1 Comment

  1. Cyrill Pürro Reply

    Ein motivierender Text zum Neujahrsbeginn. Ich kann dir bei allen Punkten zustimmen. Es ist wichtig, sich selbst zu fokussieren, sich auch Ziele zu setzen, dennoch aber auch gleichzeitig auf die anderen zu achten. Mit Zielen oder sogar Visionen, Ideen, etc. setzt man sich auch einen Sinn im Leben, dem man Jahr für Jahr entgegenarbeiten kann.

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