Letzte Woche in Teil 1 habe ich euch die Anfänge der Meditation gezeigt. Ausserdem wie man Stress wegatmen und sein Körpergefühl verbessern kann. Heute werde ich euch drei weitere Dinge verraten, die ihr durch Meditation erreichen könnt. Lernt noch mehr über diese interessante Art der Körperbeherrschung!

Wahrnehmung schärfen

Ich weise hier gezielt auf die Sinnesmeditation hin. Konzentriertes Hören bremst das Gedankenkarussell. Ausserdem ist diese Art von Meditation sehr einfach umzusetzen. Es reicht den Umgebungsgeräuschen zu lauschen, also schräge Gesänge müssen nicht sein, keine Sorge. Langfristig schärft diese Übung deine Wahrnehmung. So kannst du sogar Alltägliches intensiver erleben! Für die Sinnermeditation brauchst du den Weitwinkel-Blick. Dafür streckst du die Arme aus und versuchst, beide Hände zu sehen. Du musst üben, den Überblick zu behalten. Bewegungen und Muster kannst du damit auch leichter erfassen. Immer wenn deine Augen in den Weitwinkel wechseln, schaltet das Hirn auf eine andere Wellenlänge. Beim verengten Tunnelblick auf Details, der sonst nur für hohe Konzentration typisch ist, sind sogenannte Beta-Wellen messbar. Hingegen im Weitwinkel gelangst du in den Alpha-Bereich. Alpha-Wellen sind gut beim Lernen. Geübte Meditierer sind öfters im Alpha-Zustand als andere. Andere gelangen nur dann in den Alpha-Bereich, wenn sie entspannt sind, dösen oder die Augen geschlossen haben.

Konzentration stärken

Studien haben anhand von Hirn-Scans herausgefunden, dass durch Meditation tatsächlich die Konzentration verbessert wird. Ausserdem wird die Verarbeitung von den Sinnesreizen deutlich effektiver. Bei längerer Ausübung entwickelt sich auch die Fähigkeit in eintönigen Situationen, wie bei einem total langweiligen und monotonen Vortrag, voll präsent da zu bleiben. Anfänger suchen die innere Stille und Klarheit aber leider vergeblich. Es braucht Zeit, bis man das Gedankenkarussell einfach so stoppen kann. Ich rede aus Erfahrung. Ich meditiere seit drei Wochen täglich und habe nach wie vor Mühe die ganze Session (10 Minuten ) dabei zu bleiben. Aber das ist anfangs ganz normal.

Schmerzen gezielt vorbeugen

Wenn du auch deine Gesundheit mithilfe von Meditation verbessern willst, musst du lernen, die negativen Gedanken im Alltag „abzuschalten“. Du musst diese Gedanken durch neutrale ersetzen. Beim Meditieren geht es hauptsächlich darum, sich selbst zu reflektieren, Gefühle und die eigene Körperwahrnehmung zu erlernen. Wenn du das geschafft hast, gehst du viel entspannter und gesünder durchs Leben. Und weisst du was? Du kannst sogar die Intensität von Schmerzen reduzieren, wenn du regelmässig meditierst. Das ist doch Mal was. Einer Studie zufolge kannst du bis zu 40% deiner Schmerzen reduzieren. Das ist mehr als du mit Morphium erreichen könntest! Das Hirn altert ausserdem langsamer und du kannst besser schlafen. Das Letztere kann ich bezeugen! Beides hat einen positiven Effekt auf dein Wohlbefinden.

Na? Hast du seit letzter Woche schon diese neue Erfahrung gemacht mit der Meditation oder hast du es noch vor? Nächste Woche stelle ich euch noch ein paar Meditationsarten vor bzw. wie du diese ausführst. Lass dich überraschen…

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