Ich habe ein kleines Problem. Mit den meisten Menschen. Nicht weil ich denke, dass die meisten Menschen ihr Hirn nicht benützen, viel zu oberflächlich leben und das Leben nicht wirklich geniessen zu wissen. Nein, nicht wegen dem hasse ich die Menschen.

Die Menschen, so glaube ich, haben das Recht so zu leben, wie sie wollen, solange sie nicht die vielen uns bekannten Regeln verstossen und moralisch richtig leben. Was in der Schweiz so viel bedeutet wie: Sprich unsere Sprache, arbeite für dein Geld und belästige deine Nachbarn nicht.

Manche Menschen, oh stelle dir nur vor, denken anders.

Diese Menschen werden in unserer tollen Gemeinschaft als die verlorenen Seelen, die die nicht so genau wissen was sie machen wollen in ihrem Leben und deshalb das Ganze hinterfragen angesehen, weil sie wahrscheinlich zu viel Zeit haben, da sie vom Arbeitslosengeld leben, die Künstler und oft auch die Süchtigen und die die anders sein wollen.

Die Menschen, die sich Dinge fragen und versuchen Antworten zu den unbeantworteten Fragen zu finden, werde von vielen als Probleme angesehen.

Meinungslos, aneinandergereihtes Leben zu führen und ja nicht auffallen, ist das besser?

Aber wie kann ich herausfinden, ob das für mich stimmt oder nicht? Vielleicht mag ich das Leben wirklich so wie es jetzt gerade ist? Vielleicht wäre ich, wen es anders wäre unglücklich? Vielleicht aber nicht?

Der Mensch kann erst, wenn er am Tiefpunkt angelangt ist, herausfinden was er wirklich will, für was er lebt und wie er das Leben in Zukunft zu leben wünscht.

Was bedeutet das? Das bedeutet um herauszufinden was wir wollen muss uns alles weggenommen werden. Alles muss angezweifelt werden und alles muss selber versucht werden, damit ich als Individuum herausfinden kann, wer ich bin. Wer ich sein will. Uneingenommen von jeglicher Zurückhaltung. Ich muss Ich sein dürfen – aber wie? Wie kann ICH ICH sein?

Ich weiss, leider wird es im heutigen Leben nicht so einfach sein, wie es vielleicht einst mal war.

Denn auch wenn du vielleicht wissen würdest, wie du gerne sein möchtest, kann es ja auch sein, dass du dann doch nicht so bist. Schon mal daran gedacht?

ICH kann ICH sein in dem ich es versuche. Ich versuche mich selber Dinge zu fragen, die ich mich früher nicht getraut habe zu fragen. Ich frage mich ehrlich und lasse mich überraschen.

Als würde ich in ein neues Land ohne Landkarte gehen. Ich gehe diesen Weg, weil er mir vielleicht sympathisch wirkt, was dann aber raus kommt – kann ich nur wissen, wenn ich den Weg gehe.

Also geh den Weg.


Dieser Beitrag wurde im Rahmen des Best-Ofs 2018 noch einmal aufgeschaltet. Wir bedanken uns bei dir, liebe Rania, herzlich für deinen Einsatz bei Tize!

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