Seit geraumer Zeit nehme ich mir vor, endlich wieder einmal einen Artikel zu schreiben. Doch sobald ich vor einem leeren Blatt Papier, oder vor dem hochgefahrenen Laptop sitze, ist mein Kopf wie leergefegt. Totale Schreibblockade. Es ist nicht so, als ob ich keine Ideen für neue Artikel hätte, doch keine ist konkret genug, um sie auszuarbeiten. Wenn ich es doch einmal versuche, kommen mir schon nach wenigen Sätzen keine weiteren in den Sinn und das bereits Geschriebene kommt mir unsinnig und uninteressant vor. Ich schiebe es darauf, dass ich momentan sehr viel um die Ohren habe und der Schulstress mir jegliche Kreativität nimmt. Doch eigentlich weiss ich, dass das so nicht ganz stimmt – schliesslich ist es nicht das erste Mal in meinem Leben, dass eine Prüfung nach der anderen ansteht und ich in Hausaufgaben versinke. Es ist auch nicht das erste Mal, dass ich für längere Zeit nicht geschrieben habe, doch noch nie hat sich mein Kopf so leer angefühlt.

Bilde ich mir das vielleicht alles nur ein? Müsste ich mir die Zeit nehmen, meine Gedanken zu ordnen und eine Idee zu finden? Sollte ich einfach noch etwas länger abwarten? Doch das kann es doch nicht sein. Mit siebzehn Jahren bin ich doch noch zu jung, um eine derartige Schreibblockade zu haben. Oder etwa doch nicht? Themen gäbe es Genug. Der Grund für die fehlende Inspiration muss also bei mir liegen. Doch wie kommt es, dass mir an manchen Tagen die Worte nur so heraussprudeln und mir jetzt gar nichts einfallen will?

Ich tue, was vermutlich die meisten aus meiner Generation tun würden: Ich google mein Problem. Nach einer kurzen Recherche finde ich heraus, was ich eigentlich schon wusste. Schreibblockaden sind völlig normal und kommen bei den meisten Personen hin und wieder vor. Sei es bei erfahrenen Autoren, Journalisten oder Schülern beim Schreiben einer Zusammenfassung. Die Gründe können sowohl Stress, das innere Ablehnen der Arbeit oder die Angst, sich zu blamieren sein. Seltener kann dauerhafte Ideenlosigkeit auf psychische Probleme oder gar eine Fehlfunktion des Hirnlappens zurückgeführt werden.

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Durch ein Überfliegen des Wikipedia-Artikels bringe ich unter anderem in Erfahrung, dass es eine ganze Liste an Autoren gibt, die sich ihre Schreibblockade als Quelle der Inspiration genommen haben. Unter ihnen auch Stephen King, der das Thema in ganze vier Romane eingebaut hat. Ausserdem dreht sich das bekannte Buch wie auch der gleichnamige Film „Frühstück bei Tiffany“ unter anderem um eine Schreibblockade. Es gibt viele solcher Werke, die sich mal tiefer, mal nur oberflächlich mit dem Problem auseinandersetzen, doch sie zeigen alle, dass es einen Weg aus der Krise gibt, den man meistens früher oder später selbst findet.

Und so sitze ich jetzt hier und schreibe wie im Rausch einen Text über Schreibblockaden. Das ist für mich der beste Beweis dafür, dass man jede Flaute überwinden kann.

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