Nach einer längeren Nacht in der Jugendherberge Schaffhausen, rafften wir uns um 8 Uhr unter den morgendlichen Sonnenstrahlen und dem lauten Klingen der nahen Kirchenglocke aus unseren Betten.

Der Tag begann für alle Schlafmützen, Morgenmuffel und Morgenaktiven entsprechend ruhig mit Kaffee, Eier und Toast. Nach einer bereits bekannten stressigen Aufräumaktion des Zimmers, fuhren wir mit dem Bus an den Schaffhausner Bahnhof und entspannten uns anschliessend auf der direkten Zug-Strecke nach Kreuzlingen. Während der stündigen Fahrt unterhielten wir ein weiteres Mal den (zum Glück) beinahe leeren Zugwaggon mit perfekt einstudierten Choreographien zu „La Macarena“ und „Danza Kuduro“.

Dort angekommen sattelten wir unser Gepäck und liefen einen Kiesweg entlang zur heutigen Jugendherberge, die einer alten Villa ähnelt, die vermutlich bereits vor mehr als hundert Jahren erbaut wurde. Ein Weg führt zwischen Bäumen hinauf zu dem Steingebäude und endet in einem grossen Vorplatz, der unter anderem als Unterstand für einen Kanuverleih dient (welchen wir aber leider nicht testen konnten). Im Innern des Hauses führt eine mit Teppich belegte Treppe hinauf in einen Vintage eingerichteten Gang. Steinige Stufen leiten den Besucher nach unten, wo einem minimalistisch eingeräumte und durch wenig Tageslicht erhellte Zimmer erwarten. Abgesehen davon war die Verbindung zur Aussenwelt im Zimmer auf das geringste beschränkt, was den meisten von uns vermutlich eine Funklose Zeit bescheren wird.

Bei der Jugi angekommen setzten wir uns als erstes hin, liessen den gestrigen Tag in Schaffhausen Revue passieren und besprachen das heutige Tagesprogramm. Nachdem wir dann unsere Zimmer bezogen hatten, teilten wir uns in zwei Gruppen auf. Während sich fünf Crewmitglieder auf eine Velotour nach Romanshorn begaben, erkundeten die restlichen zwei Kreuzlingen und seine Umgebung.

Im Anschluss an ein schnelles Mittagessen starteten die fünf Velofahrer und Fahrerinnen am Bahnhof von Kreuzlingen und fuhren in gleissender Hitze los, Richtung Romanshorn. Der Weg führte leider kaum am See vorbei, was unsere Erwartungen etwas dämpfte. Trotzdem erreichten wir unser Ziel, schwitzend und durchnässt, aber zufrieden. Dort angekommen kühlten wir unsere Köpfe mit einem wohlverdienten Eis und fuhren mit dem S-Bahn zurück zur Jugendherberge.

Zurück im Schlafzimmer hingen die einen erschöpft in ihren Betten, andere stürzten sich schweissüberströmt unter die Dusche und die restlichen versuchten ihre unter der Sonne geschmolzenen Gedanken wieder in eine Einheit zurückzuführen.

Um ca. 7 Uhr machten wir uns dann auf Richtung Konstanz. Nach einer 15 Minütigen Fahrt in der S-Bahn peilten wir bald möglichst ein passendes Restaurant an. Die zuvor noch hungrige Stimmung wurde bald durch ein leckeres Essen gestillt und durch zahlreiche Lacher, Pruster und interessanten Diskussionen ersetzt. Der Abend war besonders deshalb ein besonderer, da Tristan, unser Teamleiter von tize.ch und der Summertour an den letzten beiden Tagen leider nicht mehr dabei sein wird. So liessen wir den Tag in Kreuzlingen gemütlich und entspannt mit schrägen und auch interessanten Themen ausklingen.

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