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Seit dem Jahre 1906 machen junge Schweizerinnen und Schweizer in der Partei der JungsozialistInnen der Schweiz (JuSo) Politik und erfreuen sich an immer grösser werdendem Nachwuchs. Die JuSo Solothurn hat vor knapp zwei Monaten eine neue Präsidentin erhalten. Die 19 Jahre junge Aileen Jenni ist in ihrer noch frischer Amtszeit beim Parteigeschehen bereits «voll dabei» und steckt voller Ideen und Tatendrang.

Immer wieder hört man die Begriffe «bünzli» oder «Bünzlischwizer». Was bedeuten diese Wörter? Wie entwickeln wir uns und das Zusammenleben innerhalb der Schweizer Gesellschaft? Woher kommt dieses «bünzlihafte»? Eine Analyse über den «Bünzli» in uns.

Wir Schweizerinnen und Schweizer seien verknorzt, abgestumpft, zu ernst, sind sture Einzelkämpfer*innen oder haben unseren Kopf nur bei der Geldbörse. Heute gibt es für diese Klischees eine einfache Bezeichnung: «Bünzli», oder zu Deutsch «Spiessbürger». Tize.ch hat zu diesem Thema eine Gruppe von Jugendlichen aus dem Raum Solothurn befragt, wie unsere Gesellschaft in den Augen junger Menschen wahrgenommen wird.

 

Die Schweiz im Vergleich

Doch vorab die Frage: Wie steht die Gesellschaft der Schweiz im internationalen Vergleich da? Die Bertelsmann-Stiftung hat einen Gesamtindex mit über 30 Ländern erstellt, der im Zeitraum von 2009-2012 aufweist, wie sich die Gesellschaft in den Punkten «soziale Beziehungen», «Verbundenheit» und «Gemeinwohlorientierung» sieht. Besonders auffallend sind dabei die skandinavischen Staaten, die in allen Bereichen sehr gut abgeschnitten haben. Auch die Schweiz darf sich mit dem neunten Platz durchaus zufriedengeben. Einzig allein beim Punkt «Akzeptanz von Diversität» schneidet die Schweiz etwas «bünzlig» ab.

 

Die Sache mit der Offenheit

So ziemlich alle der befragten Personen finden, dass die Schweizer Bevölkerung noch ein wenig an ihrer Offenheit arbeiten könnte. Auch sie selbst bezeichnen sich in diesem Punkt als besonders «bünzlig». Dabei geht es nicht nur um die Offenheit gegenüber anderen Kulturen, Religionen, etc., sondern auch um die Bereitschaft, im Alltag auf fremde Menschen zuzugehen und sich auch einmal mit Leuten zu unterhalten, die man nicht kennt. Hingegen zeigt sich in der Umfrage: Eher die älteren Menschen werden als weniger offen empfunden, was nach den Aussagen mit den Unterschieden in der Erziehung zwischen früher und heute erklärbar ist.

 

Liberalismus herrscht vor

Generell wird bei den jungen Leuten gemäss der Umfrage eine Generationslücke zwischen Konservatismus und Liberalismus festgestellt. Wie eine befragte Person die Situation einschätzt, denke die jüngere Bevölkerung der Schweiz im Grossen und Ganzen freier und liberaler als die älteren Generationen, welche eher auf Traditionen beharren. Trotzdem wird von den Befragten wahrgenommen, dass zwischen Jung und Alt eine grosse Toleranz herrscht und andere Meinungen durchaus respektiert werden.

 

Der urschweizerische Grundgedanke

Ein grosser Teil der Befragten nimmt also die Menschen in der Schweiz als eher verschlossen war. Woher könnte das kommen? Wie kann es sein, dass der Grossteil eines Landes so geprägt ist? Nach der Antwort eines Befragten ist dies einfach zu erklären. Die Schweiz habe sich seit ihrer Gründung im Jahre 1291 gegen die grossen Reiche behaupten, selbst organisieren und ernähren müssen. Durch die geographische Lage war die Schweiz im Laufe der Geschichte immer wieder abgeschottet und auf sich alleingestellt. Durchaus möglich also, dass dieser Charakter über die Jahre unsere Persönlichkeiten geprägt haben könnte. Trotzdem ist dies aber nur eine Theorie.

Die junge Bevölkerung sieht bestehende Generationslücken zwischen Jung und Alt und erkennt, dass wir Menschen in der Schweiz eher verschlossen agieren. Auf die Frage hin, wie man etwas daran ändern könnte, haben alle Befragten geantwortet: «Mehr mit offenen Augen durchs Leben gehen, mehr Rücksicht auf andere Menschen nehmen und alles ein wenig lockerer sehen.» Vorsätze, die sich bestimmt Jede und Jeder von uns vornehmen kann. Eine befragte Person findet, dass das Leben viel spannender sein kann, wenn man versucht, etwas mehr über den eigenen «Tellerrand», den eigenen Horizont zu blicken. Dennoch ist Jeder und Jedem selbst überlassen, wie der «Bünzli» in einem selbst ausgelebt wird. Schlussendlich ist es nicht immer negativ, etwas bünzlig zu sein.

Der typische Mitteleuropäer hat in der vergangenen Woche nicht nur am Limit gelebt, sondern auch am Limit geklebt. Zumindest, wer kurze Hosen trug, eine sitzende Tätigkeit verübte und dabei durchschnittlich viel schwitze, obwohl man sich praktisch gar nicht bewegte. Sie war unausweichlich und wahrscheinlich Thema Nummer eins: Die grosse Hitzewelle.

Rucksack in die Ecke. Schuhe fliegen in die andere Ecke und ich schmeisse mich auf mein Bett. Wie sehr ich es doch vermisst habe. Die Flauschigkeit der Decke, die Weichheit der Kissen und dann ist da noch die Matratze. Diese wunderbare Matratze welche mich mit ihrer Weichheit aufnimmt. Niemand könnte in so einem Moment mit mir argumentieren, dass zusammen gepfercht in einem Zelt besser ist als mein eigenes Bett.

Die Manipulation in Medien ist zu einem immer wichtigeren Thema geworden. Nie zuvor war es einfacher, gerade Bilder mit Programmen zu verändern und so die Meinungen von Menschen zu beeinflussen. Welchen Einfluss haben audiovisuelle Medien auf den Journalismus? Wie können Bilder manipuliert werden? Diesen Fragen stellt sich der ehemalige Journalist Kilian Marti.

«Ganz gut. Ich habe viel zu tun in letzter Zeit», antwortet Kilian Marti auf die Frage, wie es ihm an diesem Abend geht. Der 20-jährige ist selbständiger Finanzplaner und unterstützt Menschen auf dem Weg zu ihren Zielen in finanzieller Hinsicht. «Ich helfe Menschen in die Selbständigkeit, das eigene Heim zu kaufen oder alles finanziell zu planen für die Weltreise mit der ganzen Familie». In seiner Vergangenheit kam er oft in Berührung mit journalistischen Tätigkeiten und half bei den Arbeiten in verschiedensten Redaktionen mit. Dort hat er selbst miterlebt, welche Strategien von Medienschaffenden bei der Bilderauswahl gewählt werden und wie einfach es sein kann, Bilder zu manipulieren.

 

Kilian, Wie sieht dein beruflicher Werdegang aus?

«Schon in meiner Schulzeit habe ich für eine regionale Wochenzeitung Umfragen zu den unterschiedlichsten Themen gemacht. Damals habe ich Menschen auf offener Strasse befragt, was ihre Sommerferienpläne sind. Ich stellte nicht wirklich heikle oder brisante Fragen. Trotzdem war das eine wichtige Erfahrung, die meinen Grundstein legte. Nach der obligatorischen Schulzeit begann ich dann meine Lehre als Kaufmann bei der Zeitung «Südostschweiz». In der Ausbildung habe ich hauptsächlich mit Journalistinnen und Journalisten in der Redaktion zusammengearbeitet, wo ich den Überblick über die Termine innehatte. Irgendwann fand ich, dass ich selbst auch schreiben wollte. Da habe ich mich angeboten, probeweise einige Anlässe zu besuchen, um darüber zu schreiben.»

Im Alter von 18 Jahren hat Kilian die Lehre erfolgreich abgeschlossen und durfte anschliessend bei einer Zeitung als Journalist arbeiten, wo er vorher bereits Kolumnen veröffentlichte. «Dies war bei den Obersee-Nachrichten in Rapperswil», fügt er hinzu.

 

Was hat dich an diesem Weg so fasziniert?

«Der Journalismus liegt im Blut unserer Familie, denn auch meine beiden Schwestern sind bei verschiedenen Zeitungen journalistisch tätig. Ich persönlich habe schon immer sehr gerne geschrieben, ob es sich um eigene, erfundene Geschichten oder journalistische Beiträge handelt. Erfundene Geschichten habe ich natürlich nie in den Zeitungen veröffentlicht», beendet Kilian seine Aussage und lacht. Mittlerweile hat er sich aber vom Journalismus abgewendet. «Ich gehe nun als Finanzplaner meinen eigenen Weg. Die Selbständigkeit war schon immer mein Traum, der nun endlich in Erfüllung gegangen ist», sagt er.

 

Welche Strategien wurden in den Redaktionen, in denen du tätig warst bei der Bilderauswahl angewendet?

«Jede Zeitung hat ihr eigenes System, wie die Bilder ausgewählt werden. Es gibt Zeitungen, bei denen die Journalistinnen und Journalisten Artikel schreiben und dann selbständig die Bilder auswählen. Bei anderen Zeitungen sind Fotojournalisten angestellt, die auf Anfrage ein Bild machen. Diese liefern dann als ausgebildete Fotografen ein qualitatives Bildprodukt. Bei meinen Jobs habe ich die verschiedensten Vorgehensweisen kennengelernt. Habe ich ein Porträt über eine Person geschrieben, so machte ich immer selber ein Porträtfoto der Person. Da macht man am besten ein Foto, welches die Person in seinem gewohnten Umfeld zeigt und so den Inhalt ihres Lebens darstellt. Auch Symbolbilder habe ich manchmal verwendet. Dort ist es wichtig abzuklären, ob man die Rechte hat, ein Bild verwenden zu dürfen. Um ein Bild für eine öffentliche Zeitung, Plattform, etc. verwenden zu dürfen, braucht man Nutzungsrechte, die einem von den Herstellern der Bilder übertragen werden, wenn dieses dies erlauben.»

 

Wie wichtig ist es bei Zeitungsartikeln mit Bildern deine erwähnte Stimmung und Emotion zu generieren?

«Es ist sehr wichtig Bilder in Zeitungen zu haben. Gerade wenn es um Personen geht, denn in Zeitungen werden diese nicht optisch detailliert beschrieben, ganz anders als in Romanen. Am besten ist es, wenn man die Bilder mit dem Text verbindet, so dass die Leser auf dem Bild nachschauen oder überprüfen müssen, ob das Beschriebene stimmt.»

 

Wie beurteilst du die Macht von Bildern in den Medien?

«Bilder sind eigentlich ausschlaggebend dafür, ob die Menschen einen Artikel lesen oder nicht. Hast du ein ansprechendes Bild, hast du auch Leserinnen und Leser. Ich sage: Bilder sagen mehr als tausend Worte. Ein gutes Bild ist sozusagen das Beste, das dir passieren kann, während ein schlechtes Bild viel ruiniert. Mit Bildern kann man sehr viel beeinflussen.»

 

Wo befinden sich bei Bildmanipulationen die Grauzonen? Was kann man sich als Journalist/in erlauben, um beispielsweise zu provozieren?

«Ich beziehe mich auf das Beispiel der vorangegangenen Frage. Das ist für mich ein eindeutiges Fake-Bild. Es wurde zwar als Symbolbild deklariert, was bedeutet, dass man vieles darunter interpretieren kann. Es gibt im Kodex des schweizerischen Presserates einen Absatz, welcher aussagt, dass Bilder nicht einfach so verfälscht werden dürfen, um etwas Anderes damit aussagen zu wollen. Ich persönlich finde, dass es als Journalist keinen Wert hat, Bilder zu faken. Lieber stellt man die Bilder in realen Momenten her, als etwas zu faken.»

 

Ab wann kann man sich damit strafbar machen?

«Sobald man die Ehre von einer Person verletzt. Beispielsweise, wenn ein Bericht über Johann Schneider-Ammann geschrieben wird und man als Fotoreporter ein ganz normales Bild von ihm vor dem Bundeshaus verunstaltet, ihm komplett anders kleidet (übrigens alles machbar) und ihn so ins Lächerliche zieht. Dann kann man enorme Probleme bekommen. Ausser, das Bild wird als Karikatur deklariert, das gibt einem wiederum einen grossen Spielraum. Deshalb ist es schwierig, diese Frage zu beantworten, da der Grat bei diesem Thema so schmal ist.»

 

Was denkst du, wo liegen die Gründe, dass manche Medienstellen Bilder manipulieren?

«Zum einen, weil sie es nicht besser wissen. Jeder und jede in diesem Geschäft will, so schnell es geht, die besten Schlagzeilen raushauen. Ich muss deshalb sagen, dass beabsichtigte Bildmanipulationen sehr selten vorkommen. Wenn, dann nicht durch ganze Medienverlage, sondern durch die einzelnen Journalistinnen und Journalisten oder Medienschaffende der Boulevardpresse, welche schlechte Absichten haben und sich um Aufmerksamkeit pulen.»

 

Wie können sich Bildmanipulationen auf unsere Gesellschaft auswirken?

«Je nachdem, wie weit das Bild verbreitet wird und die Menschen es als wahr empfinden, kann das enorme Auswirkungen haben. Jedenfalls, so lange niemand dahinterkommt. Kurzfristig kann es zu einem Aufschrei in der Gesellschaft kommen, aber langfristig werden Bildmanipulationen glücklicherweise immer durch Experten richtiggestellt.»

 

Was denkst du, wie könnte man sich als normaler Bürger vor Bildmanipulationen schützen?

«Selber hinterfragen, was man liest und für sich selbst analysieren, was es für einen bedeutet. Vor allem vernünftig auf vermeintlich gefakte Bilder reagieren, ohne irgendwelche Kurzschlussreaktionen zu machen. Am allerwichtigsten aber ist es, derartige Bilder nicht weiter zu verbreiten. Wir sollten der Manipulation keine Plattform bieten.»

Vielen Dank Kilian, für das interessante Interview.

 

 Für weitere Infos:

kilian.marti@ilteam.ch

 

 

Ich bin wütend.

Ich bin wütend, dass ihr über meinen und den Körper von Milliarden anderen Frauen verfügen wollt. Ich bin wütend, weil ihr mir verbieten möchtet, für mich selber zu entscheiden. Ich bin wütend, da ihr wichtige Entscheidungen über meinen Körper treffen möchtet, ohne mich bei diesen miteinbeziehen zu wollen. Und ich bin wütend, dass ihr zum Teil erfolgreich seid. Dass mir das Recht auf eine Abtreibung, eine Entscheidung über meinen Körper, in gewissen Ländern weggenommen wird. Weil ihr denkt, ihr wüsstet es besser. Aber das tut ihr nicht.

Der Herr Baum schreibt über eine Marke, welche als Logo einen Baum hat – wie witzig (man spürt die unlustige Ironie in den Worten hoffentlich). Aber ganz ehrlich, ich kam durch meinen Nachnamen zum ersten Mal in Berührung mit NIKIN, eine der wohl ökologischsten Marken der Schweiz. Ich scrollte eines Tages durch Instagram, lies einen like dort, einen anderen da und stoppte schliesslich bei der Werbung. Ein grünes Cap, vorne ein Tannenbaum, lies mich Innehalten. Interessiert klickte ich darauf und lass mich nach Anschauung der Produkte durch die Webseite von NIKIN. Sätze wie „für jedes Produkt einen Baum“ oder der Firmenslogan „Tree by Tree“ liess mich merken, dass es kein normaler Modeshop ist.