Wir alle kennen es – eigentlich müssten wir für die nächste Prüfung lernen, stattdessen landen wir in den Tiefen von YouTube bei irgendeinem Video, von dem wir nicht einmal wussten, dass es existiert, geschweige denn, dass wir es schauen wollten. Prokrastination – so heisst das Schreckgespenst jedes Schülers und jedes Studenten, das einen kurz vor der Deadline vor einem drei Meter hohen Berg an Arbeit stehen lässt.

Was ist Prokrastination?

Laut Google steckt hinter dem umständlich klingenden Wort folgendes:

Pro·kras·ti·na·ti·on
Substantiv, feminin [die]gehoben
das Verschieben, Aufschieben von anstehenden Aufgaben, Tätigkeiten

Auf gut deutsch also: Obwohl ich den zehnseitigen Aufsatz für nächste Woche fertig schreiben müsste, klicke ich auf das «Entdecken»-Symbol bei Instagram, und tja, der Rest ist Geschichte.

Prokrastination beschränkt sich jedoch nicht nur auf Dinge, die wir nicht tun wollen. So habe ich beispielsweise das Schreiben dieses Artikels ziemlich lange vor mich hin geschoben. Nicht weil ich nicht gerne für Tize schreibe. Sondern weil … weil … ähmm, Netflix?

Warum tun wir so was überhaupt?

Warum schieben wir Dinge, die wir eigentlich tun wollen, überhaupt vor uns hin?
Tim Urban hat dafür in seinem TEDx-Talk «Inside the mind of a master procrastinator” eine wissenschaftlich, vielleicht nicht ganz korrekte, aber dafür ziemlich lustige These. Am besten ihr seht es euch selbst an:

(Der Vorteil davon, zu viel Zeit auf YouTube zu verbringen, ist, dass man eine Menge Videos kennt.)

Die wirkliche Antwort auf die Frage ist um einiges komplizierter, und meistens sind die Gründe für Prokrastination auch sehr individuell. Viel wichtiger als die Frage, woher das Phänomen kommt, ist jedoch die Frage, was man dagegen tun kann.

Was hilft gegen Prokrastination?

Ein Universalrezept gibt es (leider) nicht. Einige Dinge, die dir womöglich helfen, jedoch schon:

  • Setz dir Ziele. Das ist besonders hilfreich bei Dingen, die du über eine längere Zeitspanne hinweg erledigen musst, z.B. eine längere Arbeit. Setz dir ein realistisches Ziel, dass du mit ein wenig Anstrengung erreichen kannst, das aber nicht zu niedrig ist.
  • Belohn dich. Gerne auch im Zusammenhang mit dem ersten Punkt. Nimm dir vor, erst dann dieses YouTube-Video zu schauen, wenn du dein Ziel erreicht hast. Das Ganze braucht Selbstdisziplin – aber darum kommst du wohl nicht herum.
  • Schalte alles aus, was dich ablenkt. Wenn dein Handy die ganze Zeit neue Nachrichten ankündigt, dann wirst du diese beantworten, statt Chemie zu lernen. Schalte dein Handy ganz aus und leg es irgendwo weit weg von dir hin. Dasselbe gilt für deinen Laptop und vielleicht sogar das WLAN.
  • Wenn du am Laptop arbeiten musst, gibt es Programme, mit denen du einzelne Websites blockieren (https://getcoldturkey.com/) oder ein Zeitlimit für sie setzen (https://chrome.google.com/webstore/detail/stayfocusd/laankejkbhbdhmipfmgcngdelahlfoji?hl=de) kannst. So bist du gezwungen, dich erst mal deiner Arbeit zu widmen.

Schlussendlich musst du jedoch herausfinden, was für dich funktioniert.

Was sind deine Tipps gegen Prokrastination? Schreib uns doch einen Kommentar. 😊

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