Was eine Depression ist, wissen fast alle. Aber sobald es um andere psychische Störungen geht, sind die meisten überfragt. Was ist denn beispielsweise eine posttraumatische Belastungsstörung und wie zeichnet sie sich aus?

Um was geht es?

Bedrohliche Ereignisse wie eine Vergewaltigung oder der Verlust der Eltern kann bei Jugendlichen sowie bei Erwachsenen tiefgründige Ängste auslösen. Generell reagiert nicht jeder Person gleich auf solch bedrohliche Situationen. Einige können sowas gut verarbeiten, ohne dass tiefgründige Spuren hinterlassen werden. Wenn nun aber Ängste ausgelöst werden, kann es zu Wiedererleben von gewissen Erinnerungsbruchstücken, bis hin zum gesamten Ereignis kommen. Es können körperliche Reaktionen, Schlafstörungen sowie auch Albträume auftreten. Menschen mit einer posttraumatischen Belastungsstörung fühlen sich wie taub, empfindungslos, traurig und niedergeschlagen. Es treten völlig grundlos Scham- und Schuldgefühle auf. Aber es können auch Reaktionen wie Wut und Ärger aufkommen. Manchmal kommen solche Symptome erst später oder treten an Orten auf, die Erinnerungen hervorrufen.

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Was passiert bei der Behandlung

Die Behandlung beginnt damit, dass man dem Betroffenen Aufmerksamkeit schenkt, sich um ihn kümmert und ihm ein Leben in einer sicheren Umgebung ermöglicht. Man beginnt mit dem Betroffenen Strategien zu entwickeln, wie er damit umgehen muss, wenn Erinnerungen hervorgerufen und Ängste ausgelöst werden. Mit  unterschiedlichen Therapien lernt der Patient, mit Stress umzugehen und die Symptome zu lindern oder gar aufzuheben. Manche Betroffenen werden nach kurzer Zeit gesund, andere brauchen etwas mehr Zeit.

Der Notfall!

Jemand, der ein lebensbedrohendes Ereignis wiedererlebt, zeigt deutliche körperliche Reaktionen. Dies können beispielsweise Herzrasen, Schweissausbrüche, Fluchttendenzen und Panikattacken sein. In solchen Fällen ist der Hausarzt oder ein Notfallpsychiater der richtige Ansprechpartner!

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Was ist zu tun, wenn ich selbst betroffen bin?

  1. Rede mit deinen Eltern oder einer dir nahestehenden erwachsenen Person darüber!
  2. Mach weiterhin Dinge, die dir Freude bereiten und dir Spass machen!
  3. Hol dir Hilfe! Geh zu deinem Hausarzt. Der kann dir eine Liste von Psychologen und Psychiatern geben, sowie ein Schreiben für die Krankenkasse ansetzen, damit die einen Teil der Therapiekosten übernehmen!

Natürlich kannst du dich auch jederzeit an 147 wenden. Du kannst diese Nummer anrufen, ihnen eine SMS oder E-Mail schreiben oder zu offiziellen Chat-Zeiten, welche auf der Website aufgeführt sind, chatten. Du musst auf keinem Weg (nicht einmal am Telefon) deinen Namen oder sonstige Informationen von dir preisgeben. Egal wie du mit ihnen in Kontakt trittst, du wirst mit Beratern in Kontakt kommen, die dafür ausgebildet sind und dir sagen können, was du jetzt tun musst. Falls du also niemanden in deinem Umfeld hast, zu dem du gehen möchtest um darüber zu reden, melde dich bei 147.

Reden hilft!

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