Der Herr Baum schreibt über eine Marke, welche als Logo einen Baum hat – wie witzig (man spürt die unlustige Ironie in den Worten hoffentlich). Aber ganz ehrlich, ich kam durch meinen Nachnamen zum ersten Mal in Berührung mit NIKIN, eine der wohl ökologischsten Marken der Schweiz. Ich scrollte eines Tages durch Instagram, lies einen like dort, einen anderen da und stoppte schliesslich bei der Werbung. Ein grünes Cap, vorne ein Tannenbaum, lies mich Innehalten. Interessiert klickte ich darauf und lass mich nach Anschauung der Produkte durch die Webseite von NIKIN. Sätze wie „für jedes Produkt einen Baum“ oder der Firmenslogan „Tree by Tree“ liess mich merken, dass es kein normaler Modeshop ist.

Das erste Produkt von NIKIN das „TreeCap“

Klein angefangen und doch noch irgendwie ein Start-up

Nach ein paar Mails und einem schnellen Telefonat durfte ich die heiligen Hallen von NIKIN sogar selbst besuchen. In Lenzburg hatte sich die Firma um die beiden Kindheitsfreunde Robin Gnehm und Nicholas Hänny auf einer Etage in einer alten Fabrik niedergelassen. Schon sehr Start-up mässig musste ich meinen und behielt damit irgendwie recht. Gestartet bei einem Bier im Irish Pub, das Logo inspiriert von einem Sprachaufenthalt in Kanada schafften es beide, NIKIN in fast zwei Jahren zu einer eigenen Firma mit mehreren Angestellten aufzubauen. Dass man dafür so gut wie fast jede Woche durcharbeiten müsse, nehmen sie gerne in Kauf. Denn mit NIKIN sind sie sich im Klaren, dass sie eine gewisse Vorbildfunktion einnehmen in der Schweizer Mode. So wünschen sie sich wirklich, dass man ihre Idee klaut und es bald mehr Unternehmen mit einem ökologischen Ansatz gibt.

 

Nikins Gründer Robin Gnehm und Nicholas Hänny

 

«Uns ist die Idee gekommen mit den Baumpflanzen pro Produkt und dann sind 1000 Sachen passiert» -Robin

«Ein 120 Prozent Job» -Nicholas nach der Frage ob Sie jeden Samstag noch zuzweit arbeiten

Ein ökologischer Denkanstoss

So ist der Grundgedanke von NIKIN recht Simpel. Für jedes gekaufte Produkt wird ein Baum gepflanzt. Dies macht die Firma natürlich nicht ganz allein, so gehen für jeden Einkauf Beträge an die US-Organisation OneTreePlanted welche neben eigenen Projekten, gezielt Projekte auf der ganzen Welt unterstütz zur Erhaltung unserer Natur. (Du willst mehr erfahren oder sogar selbst spenden hier geht’s zu OneTreePlanted) Neben dem rein ökologischen Aspekt haben sich beide Gründer noch ein zweites Ziel gesetzt. Mit Blick auf die grossen Marken merkten beide schnell, dass es kaum nachhaltige Mode gibt, welche noch für jeden erschwinglich ist. Das wollen sie mit NIKIN ebenso ändern, wobei es, zum Anfang gar nicht so einfach war, einen geeigneten Partner ebenso dafür zu finden. Die ersten Mützen etwa sorgten bei manch einem Käufer für Kopfschütteln, da man aufgrund vom kleinen Startbudget in China produzieren musste.

«Hey ein Treeanie Made in China?! Macht vom Weg her doch keinen Sinn» -Eine verärgerte Kundenrückmeldung

Das dies nicht der ideale Weg war, merkten die beiden schnell. Schliesslich fanden sie in der Türkei einen guten Partner mit Kontakt in der Schweiz, über denn sie jetzt viele ihrer Produkte beziehen. Um auch hinter die Kulissen zu sehen, besuchten beide OneTreePlaned und ihren Hersteller in der Türkei, wobei zwei wirklich tolle Videos entstanden sind.

 «Jugend zeigen das Nachhaltig cool ist»
-Nicholas

 «Mit einem günstigen Produkt, Brands wie ZARA oder H&M entgegenzutreten»
-Robin

 

Ein ökologischer Denkanstoss

Als Ökofreaks sehen sich die beiden nicht, doch viel draussen in der Natur waren beide als ehemalige Pfadfinder und Skater schon immer (Für Letzteres existiert sogar ein eigenes NIKIN-Team). Dazu müssen beide zugeben, dass Sie durch NIKIN doch ein wenig ökologischer geworden sind.

Angesprochen auf die schweizweiten Klimaproteste meinten beide, dass sie sich mit NIKIN aus der Politik zwar raushalten wollen. Doch die Beweggründe der Protestierenden für Sie vollkommen nachvollziehbar sind. Schliesslich wollen Sie ebenso eine ökologischere denkende Zukunft erschaffen. So findet man etwa auf dem Blog der NIKIN Webseite Artikel über «Plastik im Meer», «Papier aus Zuckerrohr» oder «Bewusstes Konsumieren». Wobei man da wieder meinte, man wolle niemanden etwas vorschreiben. Sondern wirklich zeigen, wie man anders mit der Umwelt umgehen kann.

Wir wollen ökologische Mode für jeden möglich machen -Robin&Nicholas

Habe ich das Interesse geweckt, selbst was zu unternehmen? Hier geht es zu NIKIN und zu Ihrem Partner OneTreePlanted.

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