Einen Verlag gefunden habe ich für meinen ersten Roman nicht. Dass das Buch nun dennoch auf den Markt ist, verdanke ich einer Veröffentlichungsweise, die in den letzten Jahren stark an Popularität zugenommen hat: Das Self-Publishing.

Self-Publishing vs. traditionelle Veröffentlichung

Self-Publishing bedeutet im Wesentlichen die Veröffentlichung ohne Verlag. Der Vorteil daran ist, dass auf diese Weise jeder ein Buch veröffentlichen kann – ohne dass es vorher geprüft wird und man monatelang auf die Antwort eines Verlags warten muss.

Inzwischen gibt es Internetplattformen, die sich aufs Self-Publishing spezialisiert haben. Zu den bekanntesten im deutschsprachigen Raum gehören bod.de, epubli.de (beide für Print und E-Book) und bookrix.de (ausschliesslich für E-Books). Diese Plattformen – sofern ein Printbuch veröffentlicht wird – arbeiten mit dem sogenannten On-Demand-Druck. Statt im Voraus eine kostenaufwendige hohe Auflage zu drucken, wird erst dann ein Buch gedruckt, wenn es beispielsweise auf Amazon bestellt wurde.

Die Positionierung auf solchen Verkaufsplattformen wird übernommen. Alles andere liegt jedoch in den Händen des Autors.

Das Buch in den Händen halten

Wo sich bei einem Verlag mehrere Leute um Dinge wie Cover, Layout, Lektorat und Marketing kümmern, ist der Autor im Self-Publishing ziemlich auf sich allein gestellt. Zumindest dann, wenn er nicht viel Geld dafür bezahlen will.

Und klar – es ist eine Menge Arbeit. Es hat mich viel Zeit und Nerven gekostet, bis das Buch endlich fertig war, selbst mit der grossartigen Unterstützung der Leute um mich herum. Doch wert war es das definitiv. Als das ersehnte Paket mit dem ersten Exemplar meines Buchs endlich bei mir ankam, war das schon ein ziemlich tolles Gefühl. Genau wie die Vorstellung, dass die Leute da draussen es jetzt einfach kaufen können.

J. K. Rowling oder so

Eine Kehrseite hat der On-Demand-Druck leider. Die Self-Publishing-Plattform möchte vielleicht kein Geld für den Druck einer Erstauflage des Buches – bei BoD habe ich lediglich eine Gebühr von 19 Euro bezahlt. Dafür wird ein Grossteil des Ertrags beim Verkauf eines Buches verlangt. Bei einem Preis von 10,99 Euro für das Taschenbuch erhalte ich etwas weniger als einen Euro. Die Kosten, die ich selbst hatte, nicht mit eingerechnet.

Reich wird man nicht mit einer solchen Veröffentlichung. Wirklich bekannt auch nicht – ausser in Ausnahmefällen. Davon zu leben liegt bei den meisten in weiter Ferne. Aber darum ging es mir auch nicht. Ich freue mich über jedes Buch, das ich verkaufe – egal, wie wenig ich daran verdiene. Und es ist immer noch schön, das Resultat meiner Arbeit in den Händen zu halten, mit dem Wissen: Das habe ich geschrieben.

 

Wenn ihr sehen möchtet, was bei meinem Schritt ins Self-Publishing schlussendlich herausgekommen ist: Mein Roman „Immortals“ auf Amazon

Und wenn ihr noch mehr darüber lesen möchtet, wie mein Weg zum fertigen Buch konkret aussah, welche Probleme ich hatte und warum ich von einer Veröffentlichung über epubli.de abraten würde: Mein Blog über das Self-Publishing auf Wattpad.de

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