Selten hat mich ein Buch und der dazugehörige Film so fasziniert, wie „Leaving The Frame“.
Alle Emotionen haben mich gepackt – Von Vorfreude, Begeisterung bis hin zur Traurigkeit.

Um was geht es?
Die deutsche Schauspielerin Maria Ehrich und ihr Freund, der Videojournalist Manuel Vering, haben sich vorgenommen eine Auszeit von ihrem Alltag in Berlin zu nehmen. Sie wollten nicht immer nur über tolle Ereignisse berichten oder diese nachspielen. Für einmal sollten sie selbst die Abenteurer sein und über ihre eigenen Schatten springen. Ihnen war dabei wichtig nicht einfach ihre Reise zu dokumentieren, so wie es schon etliche vor ihnen gemacht haben. Ihr Ziel war es mit Menschen aus aller Welt in Kontakt zu treten und deren Heldentaten mit der Welt zu teilen. Denn sie sind überzeugt, dass es unglaublich viele inspirierende Geschichten und Menschen, welche sich tagtäglich für das Gute einsetzten, gibt.

Maria & Manuel

Die Route
Ihre Reise startete im Januar 2018 in Kenia. Geplant waren eine Safari und einige Dokumentationen. Weiter ging es nach Hawaii. Auf den Inseln im Pazifik wurde vor allem die atemberaubende Natur genossen. Danach stand Mexico auf dem Plan, doch die Zeit in Zentralamerika kam anders als gedacht. Zum einen da sich ihr Aufenthalt in Mexico um einige Wochen verlängerte und sie ebenfalls die künftige Reiseroute änderten. Denn sie hatten beide den Drang noch unabhängiger zu reisen. So kauften sie sich spontan einen VW Käfer. Mit diesem ging es dann quer durch Amerika, von San Francisco bis nach New York. Dabei schliefen die beiden in einem aufklappbaren Dachzelt.
Der krönende Abschluss ihrer Reise bildete die Insel „Neufundland“.

Doch dies ist natürlich nur die kurze Zusammenfassung ihrer Route. Die beiden haben etliche Städte, Nationalparks und Strände besucht. Ich kann mir nur erträumen, wie schön und eindrücklich die Landschaften gewesen sein mussten.

Kenia

Die Heldentaten
Ich möchte nicht zu viel über die einzelnen Geschichten verraten, doch die Vielfalt ihrer Bekanntschaften ist enorm. Von einem Raubvogelschützer, über Waisenkinder bis hin zum Holocaust Überlebenden. Man erfährt von einzigartigen Persönlichkeiten und deren unglaublichen Geschichten. Ich habe viel Neues dazu gelernt und dabei auch einen anderen Blickwinkel zu einigen gesellschaftlichen Problemen erhalten. Besonders beeindruckt hat mich aber die Einstellung dieser Leute. Egal wie steil und grausam deren Lebensweg war, sie haben nie den Mut und das Lächeln verloren.

Sister Mary Jane
Simon Thomsett

Meine Meinung
Heutzutage gibt es etliche Bücher über Reisende und deren Abenteuer. Doch dieses Projekt hat mich wirklich beeindruckt. Zum einen wegen der enormen Leistung, welche diese zwei jungen Menschen erbracht haben.
Sie haben keinen Aufwand gescheut und alles komplett alleine auf die Beine gestellt. Das Planen, Filmen, Schreiben des Buches und zum Teil auch das Zusammenschneiden des Videomaterials. Ich kann mir nur vage vorstellen, wie viele Stunden und Schweiss dieses Projekt beansprucht hat. Zum anderen auch, dass nie nur das eigene Vergnügen im Vordergrund stand, sondern auch der Hintergedanke das Leben anderer nachhaltig verändern zu wollen.

Filmaufnahmen in Kenia

Ich habe zuerst das Buch gelesen und dann den Film im Kino gesehen.
Die Reihenfolge spielt jedoch keine Rolle. Die beiden ergänzen sich ziemlich gut und es gibt wenig Doppelspurigkeiten. Leider wurde der Film nur wenige Tage in den deutschen Kinos ausgestrahlt. Ob eine DVD produziert wird oder der Film auf einer Streamingplattform angeboten werden kann, ist bis jetzt noch nicht entschieden. Bis dahin habt ihr somit genug Zeit das Buch zu lesen und euch von diesen einzigartigen Geschichten inspirieren zu lassen.

Gerne würde ich auch eure Meinung zum Buch/Film in den Kommentaren lesen.

Hier der Link zum Projekt: http://leavingtheframe.com

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