Trotz seiner recht unspektakulären Form, teurem Preis und vergleichsweise kleinen Grösse gilt er als der meistverkaufte Rucksack der Welt. Sein Name bedeutet so viel wie «etwas mit sich herumtragen». Das beschreibt seine Funktion sehr deutlich. Er ist einfach, eckig und man trifft ihn momentan überall; In der Schule, beim Städtetrip oder auch zum Wandern.

Aber was ist das Erfolgsgeheimnis des beliebten schwedischen Rucksacks? Was hat er, was andere nicht haben?

Sein Ursprung liegt in den 50er Jahren, als ein Junge namens Åke Nordin erstmals einen ähnlichen Rucksack entwickelte, der damals noch einen Holzrahmen hatte. 10 Jahre später startete er mit der Marke Fjälleräven Kånken. Der Holzrahmen wurde durch einen Aluminiumrahmen ersetzt. Jedoch genoss er zu dieser Zeit keine grosse Aufmerksamkeit. Mit der Markteinführung 2008 in den USA wird er über Schweden hinaus bekannt. 2013 erfolgt der globale Durchbruch. Eines ist aber klar, seit den 70er Jahren hat sich das Design kaum verändert. Verändern will sich die Marke jedoch auch nicht. Denn ein anderer Grund für seinen Erfolg ist seine Einzigartigkeit; er sieht nicht aus wie irgendein anderer Rucksack und hat seinen ganz eigenen Charm. Er wirkt recht klein, wegen seiner eckigen Form bietet er jedoch viel Stauraum.

Die Hersteller sind sich einig: Nachhaltigkeit beim Produzieren des angesagten Rucksacks steht im Vordergrund. Der schwedische Rucksack wird in Vietnam hergestellt, der Stoff kommt aus Japan. Jeder Rucksack besteht in der Herstellung nur aus 8 Einzelteilen: Rück- und Vorderwand, 2 Seitenteile mit je einer Seitentasche einer Vordertasche und Trägern. Für das neue Modell wird ein ganz besonderes Material verwendet, denn 95% wird aus alten Plastikflaschen recycelt. Im Schnitt braucht man für einen Rucksack etwa 11 Plastikflaschen. Die Idee dahinter stärkt den Umweltschutz. Ausserdem ist der seltene Stoff für seine Reissfestigkeit bekannt.

Der kleine Rucksack ist also nicht günstig, hat wenige Features und wird optisch nicht modernisiert. Aber genau diese Einfachheit ist es, die die Käufer weltweit anspricht.

Gehörst du auch zu den Fjallraven Kånken- Fans oder bist du eher gegen solche Modehypes? Schreib es uns in die Kommentare!

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2 Comments

  1. Danke! Ja das wäre sicher interessant zu wissen. Leider habe ich diesbezüglich nicht viel herausgefunden. Bekannt ist, dass die Herstellung der Rucksäcke viele Arbeitsplätze schafft. Es sind viele Frauen dabei die sehr froh sind dort zu arbeiten.

  2. Interessant! Und ich habe mich tatsächlich schon gefragt, woher plötzlich all diese merkwürdig kleinen Rucksäcke kommen. 😉
    Ich persönlich bin nicht einer, der sich solchen Modetrends fügt. Auch das Design des Rucksacks passt nicht so zu meinem Stil. Eine Sache irritiert mich aber ein wenig: Der nachhaltige, schwedische Rucksack wird in Vietnam hergestellt, während der Stoff dafür aus Japan kommt. Mich würde interessieren, wie es denn dort mit den Rechten der Arbeitskräfte aussieht.

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