Eine ganze Woche alt ist das neue Jahr. Die ersten Vorsätze und Versprechen sind schon gebrochen, die erste Zigarette nach dem «Rauchverbot» geraucht, das erste Bier getrunken und vielleicht hat statt des vorgenommenen Lernens doch ein Netflix-Abend stattgefunden? Neujahr – Es bringt uns alle dazu, über unsere Leben nachzudenken und einen Neuanfang zu wagen. Doch wie sinnvoll sind solche Entscheidungen zum Jahreswechsel wirklich?

Alle kennen es: Die Frage beim Wiedererscheinen nach den Ferien bei der Arbeit oder in der Schule: «Und, was für Vorsätze für das neue Jahr hast du dir gesetzt?» Der eine beschliesst, weniger zu rauchen, die andere weniger zu trinken. Manche wollen mehr Sport treiben, andere wollen wieder etwas weniger Gewicht auf die Waage bringen. Solche Entscheidungen werden häufig dann getroffen, wenn sich das alte Jahr dem Ende neigt. Doch weshalb?

 

Neues Jahr, neues Glück

Viele betrachten das neue Jahr als Gelegenheit, sich zu ändern und einen Neuanfang zu wagen. Der Wille dazu ist beim Jahreswechsel ziemlich gross. Es bestehen schliesslich noch 365 Tage Zeit, die Vorsätze und Ziele zu erreichen. Die Sparte der Vorsätze ist gross. Bei manchen geht es um gesundheitliche oder soziale Aspekte, andere setzen sich Ziele, die sie im neuen Jahr erreichen wollen. Laut Statista wollten die meisten Deutschen im vorherigen Jahreswechsel, also im Jahre 2018, den Stress abbauen und mehr Zeit mit der Familie und den Freunden verbringen. Auch der beliebte Vorsatz, mehr Sport zu treiben, fand im letzten Jahr grossen Anklang.

 

Wie gelingen Neujahrsvorsätze?

Klar ist, dass Vorsätze nur gelingen und man Ziele nur erreichen kann, wenn man sich darum bemüht. Man hat nicht innerhalb von wenigen Tagen fünf Kilo abgenommen, nicht in einem Monat aufgehört zu rauchen oder zu trinken. Daneben gibt es immer wieder Rückschläge, welche einem entmutigen können. Je kürzer das Jahr wird, desto schwieriger ist es, am Ball zu bleiben. Nach dem Gesundheitsblog.at machen Vorsätze nur Sinn, wenn sie «smart» sind, also keine zu grossen und unmöglich erscheinende. Auch hilfreich ist es, wenn man im Familien- und Freundeskreis nach Gleichgesinnten sucht, welche gleiche oder ähnliche Ziele verfolgen. Smarte Neujahrsvorsätze sind auch mit dem «SMART-Acronym» zu filtern. Dieses besagt, dass gute Neujahrsvorsätze spezifisch, messbar, akzeptiert, realistisch und terminiert sein sollten. Wichtig ist auch, dass man sich dessen bewusst ist, dass die Ziele nur für sich selbst und nicht für andere erreicht werden.

 

Das neue Jahr als einziger «Neuanfang»?

Zu glauben, dass das neue Jahr als einziger Grund für einen Neuanfang darstellt, ist wiederum unsinnig. Das ganze Jahr über ist es möglich, sich neue Ziele zu setzen und diese zielstrebig zu erreichen. Auch ein Neuanfang kann immer wieder gewagt werden. Wenn man beispielsweise merkt, dass etwas an der aktuellen Situation geändert werden sollte, kann dies jederzeit getan werden. Klar macht es Sinn, sich zum neuen Jahr Gedanken zu machen, zu überlegen, was man erreichen möchte. Andererseits sollte dabei nicht vergessen gehen, in der Gegenwart zu leben und das Leben so zu nehmen, wie es eben kommt.

Geschrieben von:

Fachmann I+D in Ausbildung, Schreiberling: Auf tize.ch in der Montagsausgabe zu finden, sowie auf www.wattpad.com unter dem Pseudonym "Cyrill.P.Kerry".

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