Locken sind etwas, was jede Frau mit geraden Haaren möchte, genau das Gegenteil möchten Frauen mit lockigen Haaren. Dazwischen stehen diejenigen Frauen, die keine der beiden Haarstrukturen besitzen, sie sind sozusagen eine Mischform von geraden und lockigen Haaren. Die Haarstruktur ändert sich sieben Mal im ganzem Leben.

Ich besitze eigentlich ziemlich lockige Haare, nur wusste ich das bis vor kurzem eigentlich nicht. Eher per Zufall habe ich meine natürliche Haarstruktur wiedergefunden, aber eben, eher durch Zufall als Wille. Die Methode nennt sich Curly Girl Method und wurde von Lorraine Massey entwickelt. Der Grundgedanke hierbei ist es, möglich auf chemische Produkte zu verzichten und die Haare vor Hitze fern zu halten.
Lorraine Massey erwähnt drei verschiedene Methoden, um die Locken wieder hervorzuheben. Sie sind einfach nachzulesen in ihrem Buch oder in Kurzform hier.

Meine Methode

Zuerst muss man erwähnen, dass ich seitdem ich meine Haare auf Kinnlänge geschnitten habe, meine Locken wieder aufgetaucht sind. Je länger sie aber werden, desto mehr verwandelten sich meine Locken in ein buschiges Etwas, das eher Hagrid ähnelt als schönen Locken à la Taylor Swift.

Quelle: giphy.com

Ich habe mit dem ersten Schritt begonnen, meine Haare vor dem Duschen durchzukämmen und alle Knoten zu entwirren. Beim Duschen verwende ich ein mildes Shampoo, dass für Locken geeignet ist. Da ich seit etwa zwei Jahren auf Conditioner verzichte, lasse ich diesen Schritt aus und wasche meine Haare einfach nur mit Shampoo. Das ist eigentlich gegen die Regeln der Curly Girl Methode, ich habe aber so bessere Erfahrungen gemacht.
Nach dem Duschen kämme ich die Haare nicht durch, den so verliere ich nicht nur gefühlte 50% meiner Haare, sondern sie brechen auch nicht ab. Ich fahre allerhöchstens mit meinen Fingern durch, um sie zu entwirren. Man sollte die Haare ausserdem auf keinen Fall trocken rubbeln, sondern kneten. Die Methode empfiehlt hier ein Baumwoll-Tshirt oder ein Mikrofasertuch, wenn man aber vorsichtig vorgeht, tut es ein stinknormales Handtuch aber auch.

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Im leicht feuchten Zustand knete ich ein Lockenserum ein, auch wieder von unten nach oben. Mein Lockenserum hat einen integrierten Hitzeschutz, ich verzichte aber ganz auf den Föhn. Wenn ihr aber unbedingt eure Haare föhnen müsst, tut dies mit einem Diffusoraufsatz.
Beim Lufttrocknen ist es extrem wichtig, die Haare NICHT anzufassen! Sonst wird die Lockenstruktur zerstört und es ergibt sich wieder ein Hagrid-ähnliches Gewuschel. Ich gehe am liebsten dann schlafen, dann sind sie sicher nicht gefährdet, von mir angefasst zu werden.

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Am Morgen kämme ich die Haare nicht durch, sondern entwirre sie sanft mit meinen Fingern. Anschliessend verwende ich ein bisschen Haaröl, um sie geschmeidig und glänzend werden zu lassen. Wichtig ist, dass man sie erst wieder mit einer Bürste durchkämmt, wenn man vorhat, sie zu waschen.

Fazit

Meine Haare fühlen sich, seitdem ich meine Methode gefunden habe, viel besser an und Bad-Hair-Days sind seltener geworden. Am Anfang war es ein richtiger Kampf, um meine Routine zu finden und auf meine Haare zu hören. Die ganze Methode braucht Zeit, auch Lorraine Massey schreibt das in ihrem Buch, den man verändert viel auf einmal. Wichtig ist, dass man sich selbst wohlfühlt, was man tut.
Auch wenn ich nicht genau nach der Curly Girl Methode vorgehe, kann ich nur schwärmen. Und ein Versuch ist es definitiv wert, wenn du sowieso schon unzufrieden bist. Vielleicht sind auch deine Haare wellig?

Geschrieben von:

Die Erde ist noch rund, aber die Geschichten sind viereckig geworden.

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