Das Klima ist im Moment Thema Nummer eins. Egal ob in der Schule, in der Politik oder in den Nachrichten: der Klimastreik ist in aller Munde. So ziemlich jeder weiss mittlerweile, was mit Begriffen wie Klimanotstand, Flugscham, Netto-Null oder Fridays for Future gemeint ist. Oder…?

Der unwissende Riese

Amerika ist einer der grössten Umweltsünder überhaupt; das steht ausser Frage. Wenn man unsere Klimabewegung betrachtet, müssten die Streiks in den USA also enorme Ausmasse haben. Und in Amerika wird auch nicht nicht gestreikt. Es wird nur einfach viel weniger gestreikt als in Europa. Und es wird hauptsächlich in den nördlicheren Staaten gestreikt, der südliche Teil ist, sagen wir mal, weniger „betroffen“ von den Streiks. In weiten Teilen Amerikas ist Klimastreik also ein nahezu unbekannter Begriff und es sieht nicht so aus, als ob die Bewohner der „neuen Welt“ in absehbarer Zeit aufhören würden ihren Abfall beim Campen einfach ins nächste Feuer zu werfen (Sagexgeschirr und Aludosen inklusive) oder mit diesen riesigen SUVs rumzufahren.

«So tell me about this Friday thing! What is it?”

– Reaktion einer Amerikanierin auf Fridays for Future –

Was bei einem Präsidenten, der den menschengemachten Klimawandel vollkommen verleugnet, eigentlich nicht besonders überrascht, ist dafür umso beunruhigender. Wir Europäer; Schweizer, Deutsche, Britten, Schweden, Spanier; können noch lange auf die Strasse gehen. Solange in Amerika nichts passiert, können wir in ein paar Hundert Jahren in der Antarktis Strandurlaub machen.

Was noch nicht ist, kann noch werden

Doch sind wir ehrlich, bis vor ein paar Monaten waren Klimagerechtigkeit und Klimastreik auch für die meisten Schweizer noch Fremdwörter. Erst Greta Thunberg, die streikende Schwedin brachte das ganze ins Rollen. Schwänzt sie schon seit letztem Sommer jeden Freitag die Schule, breitete Sich die Bewegung erst mit der Zeit in Europa aus. Es brauchte fast ein halbes Jahr, bis im Dezember 2018 in Zürich zum ersten Mal auch in der Schweiz fürs Klima gestreikt wurde. Der Rest ist, wie man so schön sagt, Geschichte.

Es besteht also auch für Amerika noch Hoffnung, und Gretas geplanter Besuch in New York wird der Klimastreikbewegung in den USA sicher einiges an Aufwind verschaffen. Bleibt nur zu hoffen, dass dieser frische Wind fürs Klima auch durchs Weisse Haus weht.

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