Eine Idee für einen Film zu haben, ist das Eine. Diese dann aber auch umzusetzen, ist um einiges schwieriger. Um junge Filmemachende bei ihren Projekten zu unterstützen, wurde im Rahmen der Schweizer Jugendfilmtage 2019 zum vierten Mal der Nachwuchsförderungstag «Klappe auf!» veranstaltet.

Die Kunst des Pitchings

Das Prinzip des Projekts war simpel: Junge Leute, die eine Filmidee hatten und diese realisieren wollten, hatten die Möglichkeit, ein professionelles Coaching für drei Bereiche ihres Films zu gewinnen – beispielsweise für Dinge wie Ton, Drehbuch oder Regie. Im sogenannten Pitching-Wettbewerb am Nachmittag sollten sie ihre Idee innerhalb von drei Minuten pitchen – sie also kurz und verständlich vorstellen. Eine dreiköpfige Jury wählte danach aus den acht Beiträgen den besten aus.

Doch seinen Film anderen Leuten in so kurzer Zeit zu erklären, ist schwieriger als man vielleicht denkt. Deswegen wurde am Morgen, neben dem Starterkit-Workshop, der eine Einführung in die Basics des Filmemachens bot, auch ein Workshop für das Pitchen angeboten.
Dieser wurde von dem Regisseuren Adrian Kelterborn geleitet, der den Jugendlichen eine kurze Einführung in das Thema gab und ihnen beibrachte, ihre Ideen möglichst kurz und prägnant zu formulieren. Man merkte die Fortschritte, die jeder der Teilnehmer innerhalb dieses Morgens machte, und dabei zuzusehen weckte bereits die Vorfreude auf den Wettbewerb am Nachmittag.

Kreative Beiträge

Während des ganzen Tages war ich ein ums andere Mal beeindruckt von den vielen unterschiedlichen und kreativen Ideen, die von der Dokumentation bis zum Spielfilm reichten. Es waren Geschichten, die von Ungerechtigkeit erzählten, von klassischer Kunst und moderner Technik, von Fake-News und Verschwörungstheorien. Man merkte, dass jeder der Anwesenden viel über sein Projekt nachgedacht und jetzt schon viel Arbeit und Leidenschaft hineingesteckt hatte.

Bildquelle: Jugendfilmtage

So hätten es meiner Meinung nach auch alle verdient, den Wettbewerb am Nachmittag zu gewinnen. Schlussendlich ging der Sieg und damit das Coaching an die 24-jährige freie Journalistin Samantha Zaugg, in deren Film es um die Ausgrenzung von Frauen an bestimmten Anlässen wie beispielsweise dem Berchtoldstag in Frauenfeld gehen soll.

 

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