Die 18-Jährige Gymnasiastin Julia möchte in den Baselbieter Landrat.

Es ist ein schöner Samstagnachmittag in Basel, an welchem Julia Schneider den beliebten Basler Treffpunkt „Unternehmen Mitte“ betritt, um mit Tize über ihre ungewöhnliche Kandidatur für die Landratswahlen im Kanton Baselland zu sprechen. Ungewöhnlich deshalb, weil Julia weitaus mehr als eine langweilige Lückenfüllerin ist. Dies hängt sicher auch damit zusammen, dass Julias Mutter Elisabeth Schneider-Schneiter heisst. Die Nationalrätin wäre im Winter beinahe offizielle Kandidatin der CVP für die Bundesratswahlen geworden und deshalb über einen langen Zeitraum omnipräsent in den Medien.

Julia unterstützt ihre Mutter zwar immer und überall, hat sich jedoch nicht von ihr für die Landratswahlen überreden lassen. Vielmehr war es ihr alter Geschichtslehrer, welcher wohl auch auf Julias rhetorisches Talent aufmerksam geworden ist. Julias Worte quasseln nicht einfach vor sich hin, sondern sind bedacht. Wie bei ihrem Hobby Boxen sitzt hier jeder Schlag und kann präziser nicht sein. Julia ist aber keine Kommunikationsexpertin, sondern eine Gymnasiastin aus Oberwil, welche gerade wie so viele von uns im Matur-Stress ist. Dennoch nimmt sie sich für ihre junge Politik-Karriere Zeit. Denn es sei wichtig, dass gerade auch junge Menschen in der Ausbildung selbst das Zepter in die Hand nehmen würden. Das ist laut Julia auch der Hauptgrund, weshalb sie sich schlussendlich für die Kandidatur entschieden hat.

Bildquelle: CVP

Ich möchte die Jungen vertreten!

Sollte Julia am 31. März 2019 gewählt werden, möchte sie sich vor allem rund um das Thema Bildung einsetzen. Das ist authentisch, bekommt sie doch persönlich den Spardruck ihres Kantons am Gymnasium zu spüren. Gegen diese Sparmassnahmen spricht sie sich klar aus. Einsparungen seien zwar wichtig, müssten jedoch in anderen Bereichen erfolgen.

Julia kandidiert für die CVP, welche nicht gerade als Partei für junge Menschen bekannt ist. Dies bestätigt auch Julia, obgleich sie das sehr schade findet. Beschreiben würde sie die CVP als spannende und lösungsorientierte Partei, die auch für die Jungen arbeitet. Es kann wohl nicht von der Hand gewiesen werden, dass Julias CVP-Begeisterung sicher auch am Familientisch vermittelt wurde. „Natürlich hat mich gerade mein Mami in politischer Hinsicht stark geprägt. Es wurde mir aber auch immer klar vermittelt, dass ich mir meine eigene Meinung bilden soll. Und die habe ich auch.“, erklärt sie.

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