Tausende Menschen erkämpfen sich ihren Weg durch die bereits überfüllten Einkaufsstrassen. Sie eilen, beinahe rennen von einem Geschäft zum Nächsten. Nehmen sich nicht die Zeit eine Einkaufstüte zu fassen, sondern reissen sich buchstäblich alles, das in ihre Reichweite kommt unter den Nagel, eilen zur Kasse, bezahlen im Eiltempo, während der Kassier geschickt die Ware einpackt. Dann rennen sie weiter, bereits zehn Tüten unter den Armen oder einen hilfsbereiten Freund im Gepäck, um ein weiteres Schnäppchen zu ergattern.

Guten Morgen Black Friday.

Wie so manche Dinge stammt auch der Black Friday aus den Vereinigten Staaten und symbolisiert nach Thanksgiving den Start des traditionellen Familienwochenende und der Weihnachtseinkaufsaison.

Der Tag ist jedoch nicht zu verwechseln mit dem New Yorker Börsencrash im Oktober 1929. Der Name kommt lediglich daher, dass die grosse Menschenmenge auf den Strassen einer schwarzen Masse ähnelt. Dies könnte eine Verbindung zum Chaos auf den Strassen nach genanntem Crash sein. Namenstheorien basieren auch darauf, dass einige Geschäfte dank dem Start der Weihnachtssaison statt roter, wieder schwarze Zahlen schreiben, oder die Händler vom Geldzählen schwarze Hände bekamen.

 

Zum grossartigen Geschäft für zahlreiche Unternehmen wurde der Black Friday jedoch erst seit der 2000er. Bis zu diesem Zeitpunkt war der Samstag kurz vor Weihnachten der Tag mit den höchsten Verkaufszahlen. Seither hat sich der Black Friday ausgeweitet und beginnt in einigen Stores bereits am Montag zuvor und dauert bis zum Beginn der nachfolgenden Woche.

Der Tag des vermeintlichen Sparens

Heute locken erneut grosse Prozentangaben von 20% bis zu 70% die Kunden in die Läden. Insbesondere Elektrogeräte und Modegeschäfte erleben einen grossen Ansturm. Leider handelt es sich nicht immer um Schnäppchen. Oftmals steigen die Preise kurz vor dem schwarzen Tag um einiges an und werden dann mit 50% heruntergeschrieben, obwohl es demnach nur 20% wären.

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Sales mit bis zu 70% locken Kunden in die Marketing-Falle

Ausserdem ist der Black Friday ein weitere Tag um den Konsum anzukurbeln und damit tiefer in die Schleife der Fast Fashion zu geraten. Wo wir zuvor zögerten, greifen wir beim halben Preis sofort zu. Besonders für wenig gut betuchte Leute, bietet der Black Friday die perfekte Möglichkeit zuzugreifen, oder – und das ist auch in meinem Freundeskreis der Fall – die diesjährigen Weihnachtsgeschenke zu ergattern. Hinzu kommt, dass Händler ihre Rabatt-Tage ausbreiten und jeden ermöglichen Feiertag mit Rabatten feiern, um noch mehr Kunden anzulocken.

Schlussendlich ist und bleibt der Black Friday bloss ein weiterer Tag, an dem uns die Händler in ihre Falle führen wollen. Am Ende kaufen wir mehr als wir brauchen, und die anfängliche Euphorie des «Shoppens» verfliegt nach einigen Tagen wieder.

Black Friday in der Schweiz

Nach der Stichworte Suche „Black Friday Schweiz“ bei Google, wurden diverse Webseiten angezeigt, die eine Übersicht der besten und billigsten Schnäppchen aufzeigen. Zumindest seit der Etablierung von Online Shops hat der Black Friday auch die Schweiz in seinen Bann gezogen. 2015 wurde der Sales-Tag zum ersten Mal ausgerufen. Seither stocken Detailhändler in der Woche des Geschehens ihr Personal auf, unterstützen ihre Server zusätzlich und erhöhen die Werbeausgaben.

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DIY ist oftmals die bessere Wahl als ein günstiges „Schnäppchen“. Weihnachtsgeschenke kann man übrigens auch sehr gut selbst herstellen. Es gibt zahlreiche DIY Anleitungen, die nicht nur günstiger, sondern auch persönlicher sind 😊

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2 Comments

  1. Cyrill Pürro Reply

    Ein sehr interessanter Beitrag zum Thema Blackfriday. Da waren tatsächlich einige Dinge dabei, die mir vorher noch nicht bewusst waren. Was mir ein wenig gefehlt hat, waren die Quellenangaben zu einzelnen Facts. Du hast zwar sehr stichhaltige und sinnvolle Fakten angedeutet, ohne dabei aber auf eine Quelle hinzudeuten, was einen Fakt sozusagen „entmachtet“. Als Beispiel nenne ich mal diesen Satz: „Oftmals steigen die Preise kurz vor dem schwarzen Tag um einiges an und werden dann mit 50% heruntergeschrieben, obwohl es demnach nur 20% wären.“ Woher hast du diese Information? Würde mich interessieren.

    • Jana Leu Reply

      Vielen Dank für deine Rückmeldung Cyrill!
      Mit den Quellenangaben hast du natürlich Recht, hab meine eindeutige Quelle aber leider nicht mehr gefunden und kann dir diesbezüglich auch keine eindeutige Antwort geben. Werde beim nächsten Mal aber etwas besser darauf achten 🙂

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