Aus Titan, kompatibel mit Apple Pay und ohne Gebühren. 

Wie oft habe ich mich schon über meine Schweizer Kreditkarten aufgeregt. Hässliche Plastikarten, mieser Kundendienst via 0848-Telefonnummern und abartig hohe Gebühren für Zahlungen im Ausland. Schrecklich! Ausserdem setzen in der Schweiz alle grossen Banken weiterhin auf die hauseigene Payment-Entwicklung namens Twint. Für mich ist Twint zwar praktisch zum Senden und Anfordern von Geld zwischen Freunden, jedoch nicht für die Bezahlung in Geschäften geeignet. Dort möchte ich schnell und unkompliziert via Apple Pay bezahlen. Dank Face ID (Gesichtserkennung) fällt das Eingeben meines Pin-Codes weg (welchen ich sowieso immer wieder vergesse) und durch das Halten des iPhone an das Terminal wird innerhalb einer Sekunde bezahlt. Das sieht so aus:

Ganz schön cool, oder? Leider sperren sich die Banken aber wie bereits erwähnt gegen eine Unterstützung von Apple Pay, weshalb ich meine Kreditkarten nicht verbinden kann. Natürlich haben UBS, Postfinance und Co. zwar berechtigte Gründe, skeptisch zu sein (Gebührenbeteiligung an Apple, weniger Kontrolle usw.); für mich als Kunde ist die Blockade aber einfach nur mühsam.

Banken schalten ihre Kreditkarten für Apple Pay nicht frei? Dann macht Apple halt eine eigene.

Genau eine solche wurde am Montagmorgen (Ortszeit) in Cupertino vorgestellt. Kompatibel mit Apple Pay, direkt in die Wallet-App eingebunden, Cash-Back und ohne Gebühren. Das ist doch einmal eine Ansage!

Und sollte man einmal nicht via Apple Pay bezahlen möchten, gibt es keine hässliche Plastikkarte, sondern dieses wahre Designschmuckstück aus Titan: 

Bildquelle: Apple

Und ab wann in der Schweiz?

Die Apple Card wird ab Sommer in den USA erhältlich sein. Auf Anfrage von Tize teilte die Apple-Presseabteilung mit, dass bisher keine weitere Länder genannt werden. Somit müssen wir uns in der Schweiz wohl noch etwas gedulden. Das ist schade, denn gerade in der Schweiz könnte die Apple Card dazu beitragen, dass sich die Schweizer Banken neu erfinden.


Nils Feigenwinter vertritt in diesem Beitrag seine eigene Meinung. Sie enstpricht nicht unbedingt derjenigen der Redaktion. 

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