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Am 6. Dezember findet die zweite Ausagbe der Radio4 Comedy Night in Zusammenarbeit mit FRJZ Jugendanimation Uster statt! Mit dabei: Erwin aus der SchweizFrank RichterKikoCenk Korkmaz und mehr!

Erwin aus der Schweiz:
Mit seinem Debütprogramm «Erwin aus der Schweiz» katapultierte sich Marc Haller an die Spitze der deutschsprachigen Comedy-Szene. Seine herrlich verschrobene Figur «Erwin»bescherte ihm viel Ruhm, Ehre und vor allem –volle Häuser. «Erwin aus der Schweiz» der etwas verklemmte, jedoch stets liebenswürdige Schweizer.

Frank Richter:
Dem Comedy-Senkrechtstarter gelingt eine witzige Gratwanderung zwischen heftig und charmant. Tabuthemen kennt er nicht. Ob seine Kindheit bei den Zeugen Jehovas, Buchtipps von Natascha Kampusch oder Opas Nazi-Vergangenheit, Frank Richter nimmt kein Blatt vor den Mund. Mit spitzbübischen Grinsen und einer Prise Zynismus zeigt er dem Publikum, was in der Welt der Schönen und Reichen wirklich abgeht.

Kiko:
Er kommt aus der Dominikanischen Republik, hat viel Sonne im Herzen – und noch mehr lockere Sprüche auf den Lippen: Kiko vereint Schlitzohren-Humor mit authentischem Storytelling. Er ist der Gewinner des Swiss Comedy Awards 2018 in der Kategorie „Young Talents“

Cenk Korkmaz:
Tosender Beifall, Standing Ovations und ein abendfüllendes Programm in ausverkauften Theatersälen – davon hat Cenk Korkmaz keinen blassen Schimmer. Mit einer Handvoll Auftritten gilt der Winterthurer als Newcomer unter den Newcomern. Dabei scheint er selbst nicht immer zu wissen, wohin die Reise geht und was als nächstes passiert.

Radio4 Comedy Night 2019

Datum: 6.Dezember 2019
Abendkasse: 19:00 – 20:00
Tickets: 15 CHF (unter 16 Jahre: 10 CHF) Reservierung: ticket@radio4.ch

Türöffnung: 19:30
Show-Beginn: 20:10

Ort: frjz, Freizeit- und Jugendzentrum, Zürichstrasse 30, 8610 Uster

 

 

Text: Radio 4 TNG

Till, 16 Jahre alt, Schüler: Erstmal Instagram checken, nächster Song auf Spotify wählen, überlegen was ich heute auf Netflix schaue, zack Zalandobestellung rausgeschickt. Hmm, Was wollte ich schon wieder machen? Ach ja, die Schularbeit. Oh, kurz noch eine Nachricht an Anne: «Hey, Anne. Heute noch Lust zum Joggen?». Du kennst diesen oder einen ähnlichen Ablauf ziemlich sicher auch.


Ein Beitrag von Gastautor Stephan Wüest


Aktuell beschäftige ich mich oft mit Fragen zum Thema Digitalisierung und deren Auswirkungen auf das „Miteinander“ in einer Gesellschaft. Dabei fällt mir auf, dass Achtsamkeit, Empathie und Ruhe immer weniger Raum erhalten – vor allem wegen der omnipräsenten Berieselung mit Informationen durch Smartphones etc. Das Gehirn ist konstant damit beschäftigt, unterschiedliche Informationen zu verarbeiten und hat deshalb immer weniger Kapazitäten sich auf nur Etwas zu fokussieren. Wahrscheinlich hast du bereits zwei Push- Benachrichtigungen erhalten, seit du diesen Text liest.

Statistiken belegen, dass weltweit Depressionen, Angstgefühle, Unzufriedenheit und soziale Isolation insbesondere bei Jugendlichen zunehmen. Die Ursachen dafür liegen in einem Leben, welches zunehmend online, anstatt offline stattfindet und somit weniger zwischenmenschlichen Austausch erfordert. Hunderte Kurznachrichten am Tag vermitteln das Gefühl einer realen Konversation. Doch dies ist ein Trugschluss – man nimmt z.B. weder die Mimik, Gestik, den Geruch, die Tonhöhe, Sprechgeschwindigkeit noch die Umwelt seines Gegenübers wahr. Es braucht diesen «realen» Austausch, um den Umgang mit anderen Menschen zu lernen. Sich zu lieben, zu streiten, zu vertragen, miteinander zu sprechen, Freundschaften zu schliessen, aktiv zuhören, auf andere und sich selber Acht nehmen, Empathie und Toleranz – Das sind alles menschliche Eigenschaften, die auf Kosten der Bildschirmzeit dahinschwinden. Die Generation Z wächst als allererste Generation in einer praktisch vollständig digital vernetzten Online-Welt auf. Deshalb ist sie besonders mit der Gefahr konfrontiert, diese menschlichen Eigenschaften, welche für das Zusammenleben enorm wichtig sind, nicht mehr zu beherrschen bzw. zu kennen. Aus diesem Grund müssen «die Älteren» eine Vorbildfunktion einnehmen. Sich offen lieben, streiten, vertragen, miteinander sprechen, sich aktiv zuhören, Haltung bewahren, mit einer eigenen reflektierten Meinung auftreten und so den Folgegenerationen vorleben, wie wichtig diese Fähigkeiten sind. Schliesslich lernen Kinder von ihren Vorbildern, besonders von den Eltern.

Ohne darüber zu werten, respektive eine Generation für irgendetwas zu beschuldigen, ist der Begriff Generation Schneeflocke, stv. für Generation Z, nicht von weit hergeholt.

Stephan Wüest

Tiefe Widerstandsfähigkeit in Krisen, hohe emotionale Verletzlichkeit und psychische Instabilität in der Generation Z definieren den Begriff Generation Schneeflocke. Haltung, Mut, Widerstandsfähigkeit und Durchhaltewille lernt man im Umgang mit anderen Menschen und den daraus resultierenden Reibpunkten. Ja, im realen Leben erfordert der Umgang mit Menschen einigen Mut. Dennoch bleiben wir trotz digitaler Vernetzung Menschen und brauchen somit diese Fähigkeiten für eine funktionierende Gesellschaft. Wie werden die Kinder der Generation Z einmal aufwachsen? Was geschieht, wenn Menschen grundlegende soziale Fähigkeiten verlernen? Wird der Mensch zunehmend den Draht zu anderen Menschen und zu sich selbst verlieren?

Kommunikation ging noch nie so einfach und schnell wie heute. Eine Nachricht in einem Gruppenchat mit 150 Mitgliedern zu posten erfordert weitaus weniger Mut und Energie, als auf einer Bühne vor 150 Leuten zu stehen. Massenweise vergiftete Hasskommentare beleuchten die Kehrseite von Social Media. Wer würde offline schon den Mut aufbringen vor Tausenden Leuten eine Einzelperson blosszustellen? Beiträge die Gier, Wut und Neid auslösen, erzeugen Aufmerksamkeit und Social Media funktionieren dank Aufmerksamkeit – dank deiner Aufmerksamkeit. Dazu später mehr.

Tunnelblick – An einem Bahnhof sind die meisten Menschen mit Kopfhörern in den Ohren in ihre Bildschirme vertieft. Die Wahrnehmung liegt auf dem Bildschirm, nicht auf dem einen umschliessenden Geschehen. Kein nach oben schauen, hören und innehalten. Hinter dem Starren auf den Bildschirm, dem sichtbaren Tunnelblick, verbirgt sich auch ein unsichtbarer Tunnelblick – Der Tunnelblick, der im Kopf abläuft. Angenommen einer der wartenden Menschen am Bahnhof ist der anfänglich erwähnte Till. Till verbringt täglich rund zwei Stunden an seinem Smartphone (Statistiken belegen, dass diese Werte häuft stark nach oben ausschlagen). In den 10 Minuten bis der Zug einfährt, konsumiert er, wie über 1 Milliarde andere, nutzungsbasierte Inhalte auf Instagram, Spotify, Snapchat und vielleicht noch Newsportalen. Social Media Apps sind leicht bedienbar, schnell zugänglich und bieten grosses Suchtpotenzial. Tills Medienkonsum füttert die Algorithmen mit seinen Nutzungsdaten. Dabei lernt das Programm, welche Inhalte Till mag und zeigt ihm noch mehr und noch spezifischere Inhalte an, die seine Interessen widerspiegeln. Till interessiert sich für Fussball, deutsche Sportwagen, Rapmusik und der Politik seiner Lieblingspartei. Damit gehört er zu einer Gruppe mit ähnlichen Interessen. Diese Gruppen konsumieren logischerweise ähnliche Inhalte wie Till. Besonders Inhalte die Wut, Gier oder Angst auslösen, erzeugen am meisten Aufmerksamkeit auf Social Media Plattformen. Die grosse Aufmerksamkeit, die diese Inhalte erhalten, erwecken das Bedürfnis, mehr dieser Inhalte zu konsumieren und folglich mehr Zeit auf Social Media Plattformen zu verbringen. Hast du schon einmal deinen Instagramfeed genauer betrachtet? Es ist kein Zufall, dass die App die geposteten Beiträge nicht mehr chronolgisch, sondern eben nutzungsbasiert anzeigt. Je intensiver Till die App nutzt, umso eintöniger werden die Inhalte, die er konsumiert – Fussball, deutsche Sportwagen, englische Rapmusik und die Politik seiner Lieblingspartei. Grösserer Freiraum für Kreativität, kritisches Denken, Meinungsverschiedenheiten und Horizonterweiterungen sind Botschaften, mit denen die Social Media Unternehmen ihre Dienste legitimieren. Jedoch ist das Gegenteil Realität – Einfältigkeit, ein Tunnelblick und im Extremfall ein lähmender Zustand, ausgelöst durch eine Reizüberflutung der chaotischen Eindrücke und Bilder, die Till daran hindern aktiv am Leben teilzunehmen. Eine Stunde kopflos auf Social-Media Feeds zu stöbern geht rasend schnell vorbei.

«Hey Till, Joggen um 18.00 Uhr geht klar.»

Ich finde, dass man technologischen Fortschritt nicht verteufeln sollte, obwohl er zahlreiche negative Folgen und Nebeneffekte mit sich bringt. Denn ich bin davon überzeugt, dass er das Leben in vielen Bereichen sinnvoll und nachhaltig erleichtert. Aber bestimmt soll man den Technologischen Fortschritt nicht widerstandslos und unreflektiert als gegeben und nicht beeinflussbar annehmen. Hier kommen die Achtsamkeit und Aufmerksamkeit ins Spiel. Wenn die eigene Aufmerksamkeit durchgehend überall ausser im Moment ist, tanzt man auf vielen Parties gleichzeitig, nur nicht auf der eigenen. Till fühlt sich machtlos und ist frustriert, weil er seinen Zielen nicht näherkommt oder weil die Gedanken so vernebelt sind, dass er seine Ziele und sich selbst gar nicht mehr bewusst wahrnimmt. Er ist nicht machtlos, er muss sich nur hinsetzen, denken und aktiv werden.

Bewusste Offline-Phasen mit zwischenmenschlichen Interaktionen ermöglichen emotionale Verbundenheit mit seiner Umwelt und seinen Freunden, Freiraum für Kreativität und Erfahrungen, eine differenzierte Meinungsbildung, kurzum Horizonterweiterungen und geben somit, das Rüstzeug für ein selbstbestimmtes Leben.

«Hey Anne, ich freue mich aufs Joggen. Bis nachher!»

Von Stephan Wüest

Vom 6. bis 7. September 2019 findet die 11. Ausgabe des Jugendkulturfestival Basel (JKF) in der Basler Innenstadt statt. Am Freitag um 18 Uhr geht es los: Die bisher grösste Version des Festivals mit 215 Programmpunkten bietet rund 1600 jungen Künstler*innen der Region eine Plattform, um ihr umfangreiches kulturelles Schaffen einem breiten Publikum zu präsentieren. 

Studieren an der Uni? Oder doch besser an der FH? Viele Studieninteressierte sehen sich mit diesen Fragen konfrontiert. Wichtig ist: Bei der Wahl müssen Besonderheiten des Studiums oder der Weiterbildung beachtet werden.

Von Stephanie Kirchmayr, eduwo.ch


Der Einstieg ins Studium beginnt mit vielen Fragen. Eine der zentralsten Entscheidungen, mit welcher sich Studierende konfrontiert sehen, liegt nicht nur bei der Auswahl der Fachrichtung, sondern auch bei der Wahl der passenden Hochschule. Ob Universität oder Fachhochschule – beide Bildungswege ermöglichen den Weg in ein erfolgreiches Berufsleben, sind jedoch in ihrer Struktur s32ehr verschieden.

An der Fachhochschule wirst du sowohl mit einer Berufsmatura wie auch einer gymnasialen Matura direkt zugelassen, bei einigen Institutionen aber wird zusätzlich ein Jahr an Berufserfahrung vorausgesetzt. Welcher Beruf dabei ausgeübt wurde, ist meist nicht von Bedeutung, im Zentrum steht das Sammeln erster Einblicke in die Arbeitswelt. Speziell Fachhochschulen ist auch, dass bei der an vielen Zulassung zum Bachelor Aufnahmeprüfungen abgelegt werden müssen.

Auch die Ausgestaltung des eigentlichen Studiums ist an Uni und Fachhochschule unterschiedlich. Auf den ersten Blick finden sich zwar viele Gemeinsamkeiten – beide Hochschultypen verfahren nach dem Bologna-System, die Studierenden besuchen ähnliche

Veranstaltungen wie Vorlesungen, Kolloquien, Kurse oder Seminare und sowohl an der Uni wie auch der Fachhochschule müssen die Studierenden Prüfungen absolvieren, Seminararbeiten schreiben und Vorträge halten. Die Art des Unterrichts und die Struktur sind jedoch sehr unterschiedlich.

Klare Vorgaben oder Selbstdisziplin

An der Fachhochschule findet der Unterricht meist in festen Klassenverbänden statt, der Stundenplan ist zu Beginn des Semesters vordefiniert und es werden vermehrt Anwesenheitskontrollen durchgeführt. Grundsätzlich ist das Studium an der Fachhochschule alles in allem schulischer ausgestaltet, die Studierenden folgen einem vorgegebenen Curriculum und Abweichungen sind nur in Ausnahmefällen möglich. An der Universität hingegen können die Studierenden den Stundenplan oft selbst zusammenstellen. Vor allem in den Geistes- und Sozialwissenschaften ist der Spielraum dabei gross. Neben einem geringen Grundgerüst an Pflichtmodulen sind die Studierenden in ihrer Studienplanung sehr frei und können ihren Stundenplan jedes Semester neu zusammenstellen und selbst wählen, wie viele Kreditpunkte sie in welchem Semester absolvieren möchten. Die Studierenden an der Uni sind meist freier, was jedoch auch eine grosse Selbstdisziplin verlangt.

Um das Lernen kommst du sowohl an der Uni wie auch der Fachhochschule nicht vorbei. Wenn du den passenden Hochschultyp für dich gefunden hast, fällt das Büffeln jedoch einfacher. Quelle: pexels

Theorie vs. Praxis

Während an der Uni vor allem der Theoriebezug im Zentrum steht, ist das Studium an der Fachhochschule sehr praxisbezogen, der Inhalt ist stark anwendungsorientiert und führt direkt in ein spezifisches Berufsfeld – in vielen Fällen ist bereits der Bachelor berufsqualifizierend. Die Forschung an der Fachhochschule befasst sich mit konkreten, praxisbezogenen Problemstellungen und richtet sich stark an dem aus, was im spezifischen Berufsfeld gefragt ist. An der Uni hingegen liegt der Fokus auf der vertieften Auseinandersetzung mit theoretischen Grundlagen, eine spätere, fachspezifische Anwendung der gelernten Methoden findet zwar auch statt, jedoch ist diese meist nicht auf einen bestimmten Beruf zugeschnitten.

Den Unterschied zwischen Theorie- und Praxisbezug siehst du auch bei der Wahl der Dozierenden. An der Universität unterrichten meist Professoren und Doktoranden, während an den Fachhochschulen viele der Lehrenden direkt aus dem Berufsfeld kommen und nicht zwingend eine akademische Laufbahn absolviert haben müssen.

Aufgrund des Praxisbezugs wird im Studium an der Fachhochschule oft auch ein Praktikumsjahr oder -semester integriert, damit das gelernte Praxiswissen schon während dem Studium direkt in der Arbeitswelt angewendet werden kann. Selbstverständlich können auch während einem universitären Studium Praktika absolviert werden, jedoch sind diese dann meist nicht in das Studium integriert und generieren auch keine Kreditpunkte – ein Praktikum ist da weniger Teil eines Studiums, sondern bedeutet einen Unterbruch dessen.

Informier dich weiter!

Die Frage nach Theorie oder Praxis ist die wichtigste Frage, die du dir bei der Wahl des passenden Hochschultyps stellen solltest. Wenn du jemand bist, der sich gerne in Theorien vertieft, etwas erforschen möchte oder sich noch nicht auf einen spezifischen Beruf festlegen will, dann passt ein universitäres Studium wahrscheinlich besser zu dir. Bist du jedoch weniger der Theoretiker und eher pragmatisch oder sogar unternehmerisch veranlagt, wird dir das Studium an der Fachhochschule tendenziell besser gefallen.

Auch solltest du dich fragen, wie lange du vor hast zu studieren. An der Uni folgt nach dem Bachelor in vielen Fällen nahtlos ein Masterabschluss. Die Universitäten bieten viele spezialisierte Masterstudiengänge an, in denen die Studierenden ihr Fachwissen noch mehr vertiefen können, ein Studium an der Uni dauert deshalb meist zehn Semester. An der Fachhochschule hingegen ist der Bachelor der Regelabschluss und die Studierenden schliessen meist schon nach sechs Semestern ab, bevor sie direkt anfangen zu arbeiten.

Die Berufschancen sind bei beiden Hochschultypen gut, wichtig ist, dass du dich für die Hochschule entscheidest, die zu dir passt. Das macht dir das Studium schlussendlich einfacher und hilft dir bei deinem weiteren Karriereweg. Und egal ob du lieber theoretisch oder praxisorientiert denkst: Zentral ist, dass du dich über die verschiedenen Möglichkeiten aktiv informierst. Zum Beispiel an der nächsten Karriereschritt in Bern. Hier kannst du spannende Workshops besuchen, dir nützliche Tipps holen und Experten mit Fragen löchern.

Egal ob theoretisch oder praxisorientiert: Entwickle dich weiter und informiere dich an der nächsten Karriereschritt vor Ort zum vielfältigen Aus- und Weiterbildungsangebot in der Schweiz!


Dieser Beitrag ist als Erstpublikation im Bildungsmagazin von eduwo.ch erschienen.

Am 6.-7. September 2019 geht die 11. Ausgabe des Jugendkulturfestival Basel (JKF) in der Basler Innenstadt über die Bühne. Das JKF ist 2019 nicht nur grösser und bunter, sondern auch nachhaltiger denn je:

Mit einem Fokus auf lokale Produzenten, einer Upcycling-Platzgestaltung und diversen Massnahmen zur Abfallvermeidung ist das grösstenteils ehrenamtlich organisierte Festival ein Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit. So beherbergt das JKF in diesem Jahr einen namhaften Netzwerk-Event mit Vertreter*innen diverser kultureller Grossanlässe der Schweiz.

Anmelderekord und neue Spielorte in der Innenstadt

Den diesjährigen Anmelderekord nahm das JKF-Team zum Anlass, ein möglichst breites und vielfältiges Programm zusammenzustellen. Um mehr Anmeldungen berücksichtigen zu können, vergrösserte das JKF sein Netzwerk und konnte spannende neue Spielorte dazu gewinnen. Das JKF 2019 zählt neu 16 Spielorte: Die öffentlichen Plätze (Barfüsserplatz, Klosterhof, Theaterplatz, Elisabethen, Pyramidenplatz und Münsterplatz) und diverse Indoor-Spielorte (Foyer und Kleine Bühne des Theater Basel, Literaturhaus Basel, Unternehmen Mitte, Gässli Filmhaus, Bird’s Eye Jazz Club und die Offene Kirche Elisabethen). Neu darf das JKF in diesem Jahr das Stadtkino Basel und das DesArts zu offiziellen Festival-Spielorten zählen. Für den Münsterplatz wurde in Zusammenarbeit mit dem Verein ‘The Movement’ die Movement-Arena für Hip-Hop-Kultur konzipiert. Insgesamt werden am JKF-Wochenende 215 Darbietungen zu sehen sein, an deren Planung und Umsetzung 1775 Personen aktiv beteiligt sind.

Bildquelle: Samuel Bramley
Vollgas: Das JKF-OK

Nachhaltigkeit als Challenge

Das JKF nimmt in Sachen Nachhaltigkeit eine Vorreiterrolle ein. Das JKF-Team setzt alles daran, mit Hilfe gezielter Massnahmen Abfall zu vermeiden, ökologisch vorbildlich zu handeln und mögliche Konsequenzen für die Umwelt laufend in Entscheide mit einzubeziehen. 2019 unternimmt das JKF mit dem Fokus auf lokale Partner, einem Upcycling-Platzgestaltungsprojekt und der Beherbergung einer Fachtagung weitere Schritte in diese Richtung. Zudem hat das JKF mit dem Standwettbewerb die Möglichkeit, innovative und ökologisch vorbildliche Standbetreiber*innen zu belohnen. Bewertet werden unter anderem die Herkunft der angebotenen Produkte, die Vermeidungsstrategien bezogen auf Abfall und Foodwaste, wie auch der Einsatz wiederverwendbarer Standdekorationen. Die Siegenden erhalten grosszügige Rabatte auf ihre Standmieten, den Respekt der JKF-Community und die Liebe von Mutter Erde.

Bildquelle: Gaspard Weissheimer
Basel im Ausnahmezustand: Zehntausende feiern am JKF

#Dökorieren

Mit dem Projekt #dökorieren verbindet das JKF die kreative Platzgestaltung des öffentlichen Raums mit der Thematik der Nachhaltigkeit. Aus dem Wunsch heraus, das Thema einer nachhaltigen Gestaltung an ein breites Publikum zu vermitteln und den Event als Lernfeld für Jugendliche und junge Erwachsene zu nutzen, entstand dieses auf Partizipation bauende Projekt. Gruppen junger Kreativschaffender werden die Festivalspielorte ansprechend und unter Berücksichtigung möglichst geschlossener Stoffkreisläufe gestalten und dem Publikum Denkanstösse für einen nachhaltigen Umgang mit dem Lebensraum Stadt vermitteln. Das Projekt wird mit Unterstützung der Christoph-MerianStiftung und in Zusammenarbeit mit dem Upcycling-Materialmarkt OFFCUT Basel realisiert.

Für eine saubere Stadt

Durch den Einsatz von Trash-Heroes, die das Festivalgelände laufend reinigen und den gesammelten Abfall fachgerecht recyceln, kann die Verschmutzung der Innenstadt auf ein Minimum reduziert werden. Die Trash-Heroes werden von Abfallpädagog*innen begleitet, wodurch sich das JKF für eine nachhaltige Sensibilisierung der Jugend in der Abfallthematik engagiert.

Bildquelle: Gaspard Weissheimer
Helfende Hände: Die treibende Kraft am JKF

 

CO2-neutraler Bühnenbetrieb

In Kooperation mit dem Basler Verein Nomatark wird die Bühne auf dem Pyramidenplatz absolut CO2-neutral bespielt. Der Strom für den Betrieb der Bühne und der Sound-, und Lichtanlage wird mittels einer aufeinander abgestimmten Kombination von Velo-, Hybridantrieb und Solartechnologie generiert.

 

Quelle: Mitteilung JKF

Kennt ihr das? Da denkt man an nichts Schlimmes, lebt seinen Tag und dann, plötzlich, kommt eine E-Mail rein, die einen einfach nur aus dem Konzept bringt. So à la WHAT.THE.FUUUUCK!?

Von Nadine Schwizer, eduwo.ch


Ja, so ein Erlebnis hatte ich heute. Da ich – ich geb’s zu – ein wenig verhängt bin, melde ich mich nie von irgendwelchen Mailing-Listen ab. So bin ich wohl auch immer noch auf der Verteilerliste einer Promo-Firma – einem meiner damaligen Studijobs. Bevor ihr fragt: Ja, ich war Promogirl. Was soll ich sagen… Ich war jung und brauchte das Geld. Ist Promo doof? Ziemlich. Ist’s einfach verdientes Geld? Ja. Soviel zu der Diskussion…
Nun habe ich damals einige Einsätze für Firma X gemacht. Normale Promo-Arbeiten halt. Musste ich dafür gut aussehen? Ja. Grenzten die Jobs an Prostitution? Nein.
Anscheinend hat sich das aber geändert. Denn heute hab ich ein weiteres Job-Angebot gekriegt. Da hiess es (in etwa, weil Datenschutz…):
Na, hat’s bei euch auch gerade „WTF!?!“ gemacht? Analysieren wir doch mal dieses Job-Angebot…

Analyse: Ist es Promo oder Porno?
Randnotiz: Es handelt sich hierbei um einen fünfstündigen Einsatz. Also…:
VIP-Yacht auf Zürichsee: Wer ist echt der VIP?! Wird’s echt Justin Bieber sein? Oh mein Gott, ich halte die Spannung nicht mehr aus!
Food & Drinks à discrétion
Yay, gratis vollfressen und -trinken (ich glaube irgendwie nicht, dass Limonade gemeint ist).
Zudem: Party DJ an Bord
Doppel-Yay, es wird sogar Raggaeton oder gar DJ Ötzi auf der VIP-Yacht laufen!
Aufgabe: Für gute Stimmung sorgen
Ja, bei “Drinks à discrétion” und DJ Ötzi sollte das ja ein Leichtes sein!
Dresscode: Badekleider
Es wird immer besser!
Honorar Fr. 200.-
Hier kriegt man 40 Franken pro Stunde fürs “Stimmung machen”. Nicht schlecht!
Sprache: Gäste sind aus Kanada, engl. von Vorteil, es reicht aber auch deutsch.
A-ha! Englisch also von Vorteil, jedoch ist’s wohl auch nicht schlimm, wenn einen die VIPs nicht verstehen. Hmmm…

Top Angebot, oder?
Ja, ähm… Top Job-Angebot, oder was sagt ihr?
Es sind jetzt schon mehrere Stunden her, seit ich dieses E-Mail zum ersten Mal gelesen hab, aber ich komm ja irgendwie noch immer nicht drüber hinweg. WHAT.THE.FUCK!!?
Die Frage stellt sich: Was ist dies nun genau? Wirklich ein Promo-Job oder doch eher ein Porno-Job?
Dass Promo-Girls gut aussehen müssen, ist mir ja bewusst. Weil, sind wir mal ehrlich, sie werden fürs Rumstehen bezahlt. Aber wenn man dann tatsächlich fürs Sich-Volllaufen-Lassen und „Stimmung-machen“ bezahlt wird – und man dabei auch noch im Bikini ohne Sprachkenntnisse der zu unterhaltenden Gruppe sein muss? Ist das noch okay?
Natürlich muss das Jede für sich selbst entscheiden. Ich bin mir auch sicher, dass Firma X ihre 5 – 10 Hostessen finden wird. Aber für mich wär das also nix. Und wie seht ihr das so?


Dieser Beitrag ist als Erstpublikation im Bildungsmagazin von eduwo.ch erschienen.

Das Movie Camp geht in die sechste Runde! Auf dem Walzwerk-Areal in Münchenstein treffen sich heute 86 filmbegeisterte Kinder und Jugendliche im Alter von 8 bis 19 Jahren und realisieren innerhalb einer Woche ihre Kurzfilmprojekte. Ein 40-köpfiges Team begleitet die Nachwuchstalente durch ein straffes Programm. Am Montag werden Theorie und Praxis des Filmemachens vermittelt, sodass die Camper am Dienstag ihre Drehbücher schreiben und Produktionspläne machen können. Dabei haben alle die Möglichkeit, eine Geschichte vorzutragen. Am Mittwoch stehen die Dreharbeiten auf dem Programm, bevor am Donnerstag und Freitag geschnitten, vertont und gemastert wird, so dass die Kurzfilme rechtzeitig für die Premieren-Gala bereit sind. Bereits zum dritten Mal gibt es dieses Jahr auch die Möglichkeit, das Pro-Camp zu besuchen. Für diesen Kurs hat der Oscar-nominierte Regisseur Timo von Gunten ein Drehbuch geschrieben, welches von Gianna Arni mit 9 Teilnehmer*innen in der verlängerten Woche umgesetzt wird. Zudem kommen die Pro-Camper in den Genuss einer Einführung in ihre jeweiligen Jobs durch Profis des Schweizer Filmgeschäfts. Vor Ort sind: Marco Barberi (Kameramann), Kim Zumstein (Ausstattung & Kostüme), Michelle Dankner-Müller (Make-up & Hair), Cyrill Gerber (Produktion), Patrischa Freuler (Grading) und Oscar van Hoogevest (Sound Design & Mix). Vor der Kamera spielen die Kinderdarsteller Yaron Kehm und Nils Carius neben Gabriel Stohler, Caroline Felber und Tina Gluth.


Am Samstag, den 20. August 2019, findet um 10.30 Uhr die grosse Schlussveranstaltung im Kino Pathé Küchlin
in Basel statt. Alle Teilnehmenden erhalten ihr Diplom und in Folge flimmern die Kurzfilme über die Leinwand.

 

Beitragsquelle: Medienmitteilung

Harry H. Meier inspiriert mit seinem Food-, Restaurant- und Travel-Blog „Harrys Ding“ jeden Monat 45’000 Zürcher. In dem Online-Magazin zeigen er und seine Frau Carrie den Lesern die spannendsten und schönsten Seiten der Food-Stadt Zürich und geben hochwertige Reise-Ideen. Wie er eher nebenher zum Blogger wurde und was er dem Ding verdankt, hat er uns erzählt.