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Lynn Rissi

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Es ist endlich wieder Montag und das heisst, dass ich euch einen weiteren Brief vorstellen darf. Ich freue mich jede Woche darauf, denn es sind immer unterschiedliche Briefe und Geschichten. Im heutigen Brief schreibt eine Frau an ihre Eltern und bedankt sich bei ihnen. Durch das Lesen dieses Briefes wurde mir wieder bewusst, dass auch kleine Dinge im Leben glücklich machen können. Vielleicht können wir alle daraus etwas lernen: Man sollte nicht nur dankbar für materielle Dinge sein, sondern vor allem die Zeit mit anderen Menschen geniessen und schätzen. Vielen Dank für diesen tollen Brief und die Geschichte.. deine Eltern werden sich sicherlich sehr darüber freuen!

 

Meine Liebsten

Vielen herzlichen Dank für die Bewirtung am Wochenende. Es war ein sehr schöner Besuch bei euch beiden. Ich besuche euch immer wieder gerne in eurem Paradies. Es ist eine Freude, euren Blumengarten zu durchwandern und eure Gemüsebeete zu bestaunen. Ihr verwendet viel Zeit und Liebe für die häusliche Umgebung. Das sieht man. Sehr gerne haben wir eure frischen Tomaten und Gurken mit nach Hause genommen. Ich habe auch verstanden, dass die spitzigen grünen Peperoni scharf sind, aber …

Diese kleinen roten und grünen Dinger, die wie nicht scharfe Peperoni aussehen, habe ich total unterschätzt. Zum Glück hatte ich diese gekostet, bevor ich sie dem Salat beifügte. Nur ein fingernagelgrosses Stück habe ich zerkaut – wow – innert Sekundenschnelle eine Feuerhitze in Rachen und Hals. Alarm! Da hilft nur Brot oder Joghurt. Jemine, sind diese Teile scharf, so was hatte ich noch nie erlebt. Ich musste sofort einen ganzen Bifidus – Joghurt war keines verfügbar – löffeln, um wenigsten das Schlimmste zu verhindern. Der Hals ist am Tag danach noch gereizt. Jedenfalls hatte die Familie Glück, dass ich diese «Peperoni» nicht unter den Salat mischte. Ich sagte zu den Kindern, dass mich ein Schutzengel anleitete, vorher zu kosten. Da meinten die Kinder, nein, das sei der Mutterinstinkt gewesen. Schön, gell.

So, nun hoffe ich, dass wir uns bald wieder einmal sehen. Es war gar nicht schlimm, dass wir nicht wie geplant draussen essen konnten, den Garten konnten wir ja trotzdem geniessen. Nachhaltig.

Liebste Grüsse

 

Möchtest auch du einer speziellen Person „Danke“ sagen? Dann sende mir deinen Brief an briefanmeineliebsten@tize.ch. Möchtest du doch nochmals nachlesen, was wichtig ist? Dann hilft dir die folgende Seite sicherlich weiter: http://tize.ch/beitrag/brief-an-meine-liebsten/

Vielen Dank!

Nach meinem Aufruf von letzter Woche habe ich unglaublich positive Reaktionen erhalten. Vielen Dank dafür, das freut mich natürlich sehr! Nach einigen Tagen befanden sich sogar schon die ersten Briefe in meinem Postfach, was mich noch mehr gefreut hat 🙂

Für diejenigen, die nicht wissen, um was es geht, klickt einfach auf den folgenden Link, dort könnt ihr alles nachlesen. http://tize.ch/beitrag/brief-an-meine-liebsten/

Der folgenden Zeilen waren die Ersten, die ich mir durchgelesen habe. Ich bekam Gänsehaut. Genau das möchte ich mit diesem Format erreichen! Nicht nur bei mir, sondern auch bei euch. Ihr sollt alles rauslassen, was in euch schlummert. Für mich ist es am schönsten, wenn die Gefühle des Autors richtig spürbar werden. Ich danke der 19-jährigen Autorin sehr für einen solchen intimen, schönen und spannenden Einblick, den sie uns gewährt. Der Brief ist an ihre ebenfalls 19-jährige beste Freundin adressiert.

Geschichte No. 1:

Danke, weil Gemeinsamkeiten nicht immer wichtig sind

Wir kennen uns schon eine ganze Weile. Es kommt mir vor wie eine Ewigkeit. Die letzten 12 Jahre waren erfüllt mir grossartigen, lustigen sowie auch traurigen und zerschmetternden Momenten. Wir sind praktisch zu zweit gross geworden, in verschiedenen Familien, auf verschiedene Art und Weise und obwohl wir einander kaum ähneln, verstehen wir uns doch bis heute, als wäre es noch wie damals.

Ich hatte kurze Haare, wie sie jeder Junge trug. Du dachtest bestimmt „Wer ist die denn?“ Aber obwohl ich bis zum Himmel schreiend schüchtern war, wollte ich dich unbedingt besser kennenlernen.

Die Wochen vergingen, Monate zogen dahin und wir waren bald nur noch zu zweit in der Schule anzutreffen. Unvorstellbar, wie ungezwungen kleine Kinder sein können – obwohl du gewisse Missachtung hattest, hast du dir bald schon ebenfalls die Haare etwas kürzer geschnitten…

Wir besuchten die gleichen Vereine, wir lernten das gleiche Instrument, wir alberten im Wald herum, bekämpften uns mit Stöcken und kamen von oben bis unten mit Dreck beschmiert nach Hause. „Geht’s noch?“ hiess es. Aber irgendwie fanden es doch beide Elternteile süss.

Wir wurden älter, die Oberstufe riss die Freundschaft gelegentlich auseinander, bis du dann doch in meine Klasse gewechselt hast. Wir lernten neue Menschen kennen, entdeckten uns selbst von einer anderen Seite kennen und machten diverse Erfahrungen, alleine oder zu zweit. Natürlich gab es diese Krisen. Diese Klischeebehafteten Krisen, die jede Freundschaft durchmachen muss. Wir zickten uns an, wir redeten ein paar Tage nicht miteinander, obwohl keiner von uns so genau wusste weshalb. Wieso eigentlich?

Heute hast du einen anderen Musikgeschmack als ich (ich rauf mir die Haare deshalb). Du bist verrückt nach Sport, ich keuche bereits nach zwei Metern. Ich liebe die Kunst, du schlägst dir die Hand an die Stirn, wenn der Kanton eine neue Skulptur für einen Preis im Tausenderbereich aufstellen lässt.

Aber irgendwie verstehen wir uns doch. Und für diese Freundschaft möchte ich dir von Herzen danken. Für alle Höhen und Tiefen, für die guten Gespräche, für die sinnlosen Chatnachrichten, die doch niemand sonst versteht, für gemeinsames Kaffee trinken, für Wanderungen durch schönste Laub(!)wälder, für das Schwimmen in Bergseen nach einer langen Wanderung, für das gemeinsame Träumen von der Zukunft, was wohl noch geschehen mag und für alle andern Momente, die sich fest in mein Gedächtnis eingebrannt haben.

Ich danke dir für dein kritisches Denken und deine Ehrlichkeit, dass du kaum ein Blatt vor den Mund nimmst, wenn dich etwas stört. Ich schätze deine Leidenschaft, zu Dingen, die du magst – der FCB kann sich glücklich schätzen bei solcher Euphorie, die ich doch nur halbwegs nachvollziehen kann.

Freundschaften müssen nicht bloss auf Gemeinsamkeiten beruhen. Man kann von den anderen auch lernen und ihnen etwas lernen (ganz abgesehen von Kunst oder Sport). Freundschaften können ganz einfach entstehen und wenn ein, zwei Dinge stimmen, dann stimmt es eben. Oder?

Herzlichst umarmt.

xx

 

Möchtest auch du einer speziellen Person „Danke“ sagen? Dann sende mir deinen Brief an briefanmeineliebsten@tize.ch. Möchtest du doch nochmals nachlesen, was wichtig ist? Dann hilft dir die folgende Seite sicherlich weiter: http://tize.ch/beitrag/brief-an-meine-liebsten/

 

Im heutigen Zeitalter hat ein persönlicher, vielleicht sogar handgeschriebener Brief den Charakter des Besonderen. Die Menschen freuen sich, wenn sich jemand Zeit nimmt, um ihnen einen Brief zu schreiben. Das Gefühl, wenn man einen Brief in seinem Briefkasten findet, der nicht nach Rechnung oder Werbung aussieht, unbezahlbar. Die Spannung steigt, man fragt sich, wer einem heutzutage noch einen Brief schreibt. Diese auf Papier geschriebene Nachricht kann ein besonderes Signal sein. Den Menschen kann ein Brief ein gewisses Gefühl von Wertschätzung vermitteln.

Genau um diese Wertschätzung soll es in meinem neuen Format gehen. Ich möchte Briefe „von Menschen an Menschen“ auf tize.ch veröffentlichen und euch so die Möglichkeit geben, euch bei einer besonderen Person zu bedanken. Ihr könnt eine Geschichte miteinbeziehen, die Briefe dürfen persönlich, herzzerreißend, traurig oder lustig sein – Hauptsache ist:

Der Dank kommt von Herzen und ist an eine andere Person gerichtet.

Und genau für dieses neue Format brauche ich eure Mitarbeit. Menschen zu schreiben, warum man dankbar ist, ist eigentlich gar nicht so schwer. Ich bitte euch, versucht es und sendet mir eure Unikate an briefanmeineliebsten@tize.ch. Weitere wichtige Punkte findet ihr hier:

  • Die Anonymität wird gewährleistet, falls dies erwünscht ist. Ansonsten schreibt mir bitte deinen Namen und den Namen deines Empfängers, sowie euer Alter.
  • Wenn du willst, darfst du uns ein Foto von dir und der Person schicken (sehr erwünscht, aber natürlich nicht obligatorisch).
  • Beschreibe separat kurz, was für eine Beziehung du zu der adressierten Person hast.
  • Umfang: frei wählbar.

Ich wünsche mir sehr, dass „Brief an meine Liebsten“ ein Ort wird, an dem wunderschöne, packende und vielleicht sogar lehrreiche Briefe einen Platz finden. Ebenfalls hoffe ich, eine spannende Montagslektüre zu erschaffen, auf die ihr euch wöchentlich freut.

Ich freue mich auf interessante, einzigartige und spannende Geschichten! Vielen Dank!

ÜBERRASCHUNG

Die ersten 20 Briefe, welche eintreffen, werden ausgedruckt und der adressierten Person mit einer kleinen Überraschung per Post zugeschickt. (Falls dies erwünscht, lasst mir ebenfalls die Adresse der adressierten Person zukommen. Die Daten werden natürlich streng geheim gehalten!)

Was tun, wenn die Immobilienpreise viel zu teuer sind, um sich ein Haus zu kaufen? Seit 2007 ist dies der Fall in Auckland und Neuseeland. Einige Bewohner haben sich aus diesem Grund ihr eigenes kleines Häuschen auf Rädern gebaut, um diesen immensen Kosten zu entkommen. Mittels den Rädern ist es den Neuseeländern möglich, den Standort innert Tagen zu wechseln und so den kostspieligen Landkauf zu vermeiden.

Swell of excitement

Bryce Langston ist einer der vielen, der sich den Traum eines kleinen Gefährten ermöglicht hatte. Als er das erste Mal ein „Tiny-house“ online gesehen hatte, packte es ihn sofort und er wollte sich diesem Abenteuer stellen. Seine Erkenntnisse und Erfahrungen teilt er auf seinem YouTube Channel „Living Big in a Tiny House“. Vorerst wollte er den Neuseeländern Tipps geben, welche sich kein eigenes Haus und Boden leisten konnten. Plötzlich aber wuchs das Interesse an seinen Videos und sein Channel auf YouTube wuchs. Mit knapp einer halben Million begeistert er heute seine Zuschauer, welche er mit regelmässigen Videos beglückt.

Vorstellungsvideo

Ich bin vor ein paar Jahren auf Bryces Channel gestossen und verfolge seinen Weg mit Begeisterung. Der ganze Prozess, vom Zeichnen, Planen, bis hin zum Bauen, fasziniert mich sehr. Ich kann es mir sehr gut vorstellen, dass ich mir eines Tages diesen kleinen Wunsch erfüllen werde. Die Idee hinter diesem Projekt finde ich sehr toll. Die Vorstellung, dass man total frei ist, was die Reise-Destination angeht, macht mich total neidisch. Ein grosser Vorteil eines solchen „Tiny-House“ ist es, dass man sich selber viel besser kennenlernt. Der Platz ist begrenzt, man ist gezwungen, auf viele Dinge zu verzichten. Das ganze Leben wird auf den Kopf gestellt – man lernt fürs Leben.

Meine Lieblings „Tiny-houses“

Schreibt mir doch gerne mal in die Kommentare, ob ihr es euch vorstellen könnt, in einem „Tiny-House“ zu wohnen. 🙂

 

 

Nach kalten, verschneiten und gemütlichen Wintermonaten kommt endlich der Frühling. Die Knospen blühen und es scheint, als ob mit länger werdenden Tagen und steigenden Temperaturen die Menschen ins Freie gelockt werden. Der Frühling scheint glücklich zu machen und allgemein die Laune zu heben.

Die Sonne macht glücklich

Psychologische Untersuchungen haben bewiesen, dass das Sonnenlicht einen grossen Einfluss auf unsere Psyche hat. Der menschliche Körper schüttet vermehrt Endorphine, sogenannte Glückshormone aus, sobald das Licht auf den Körper trifft. Dazu gehört zum Beispiel das Serotonin, welches uns das Gefühl der Gelassenheit, inneren Ruhe und Zufriedenheit gibt. Es steigert das allgemeine Wohlbefinden, reguliert den Zuckerstoffwechsel und vertreibt depressive Verstimmungen und Ängste. Es spielt zudem beim Sättigungsgefühl, der Verdauung und der Einstellung auf den Tag-Nacht-Rhythmus eine Rolle. Ein Mangel an Serotonin wird mit Depressionen, Antriebs- und Mutlosigkeit sowie übermäßiger Müdigkeit in Verbindung gebracht. Parallel zur Ausschüttung von Serotonin wird mit länger werdenden Tagen der Anteil an Melatonin, das auch als Schlafhormon bezeichnet werden kann, zurückgedrängt. Das Vitamin D ist ebenfalls ein notwendiger Stoff, der mit Hilfe des Sonnenlichts in unserem Körper gebildet wird. Dieses Hormon ist wichtig für das Immunsystem, den Knochenaufbau, die Zähne wie auch für die Muskeln.

Es gibt auch Frühlingsmuffel

Allerdings kommen nicht alle Menschen gleich gut mit der Winter-Frühling Umstellung aus. Die wärmeren, längeren und helleren Tage können auch negative Auswirkungen haben. Müdigkeit, Antriebslosigkeit und schlechte Laune können hervorgerufen werden, die allgemeine Leistungsfähigkeit kann abnehmen. Die altbekannte Frühjahrsmüdigkeit tritt auf und durch steigende Temperaturen werden die Blutgefäße erweitert, was ein Abfallen des Blutdrucks zur Folge hat. Gleichzeitig wird der Stoffwechsel beschleunigt. Diese Umstellung kann eine enorme Belastung für den Körper darstellen.

Sonne in Massen geniessen

Trotz den positiven Auswirkungen, welche das Sonnenlicht auf uns hat, sollte nicht zu lange Zeit in der Sonne verbracht werden. Folgen wie Sonnenbrände, Kopfschmerzen und das steigende Risiko für Hautkrebs müssen nicht unbedingt eintreten, denn sie sind schmerzhaft, unnötig und vermeidbar.

Ebenfalls sollten die Augen immer gut geschützt werden, denn langfristig können UV-Strahlen zu irreversiblen Schäden der Augen, bis hin zum Verlust des Augenlichts führen.

Ich persönlich liebe den Frühling, denn das positive Lebensgefühl macht mich glücklich, zufrieden und gelassen. So schön wie die Sonne auch ist, der Sonnenschutz sollte vorhanden sein. Ich wünsche euch einen wunderschönen Start in den Frühling und geniesst die warmen, langen und kommenden Tage.