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Julie Roth

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3% ist die erste brasilianische Netflix-Originalserie – und gleichzeitig auch die erste Serie, die ich nach der Erstellung meines Netflix-Accounts vor einigen Monaten gesehen habe. Ich stelle euch diese Serie heute vor, weil sie mir persönlich total gut gefallen hat.

Tabus brechen und Diskussionen anregen – das wollten die Produzenten von «13 reasons why» mit der Netflix-Serie bewirken. In der Adaptation von Jay Ashers gleichnamigem Roman (Deutsch: «Tote Mädchen lügen nicht») nimmt sich die siebzehnjährige Hannah Baker das Leben. Sie schickt eine Reihe von Kassetten an die Personen, die ihrer Meinung nach daran schuld sind – einer davon ist der Protagonist der Serie, Clay. Gemeinsam mit ihm erfährt der Zuschauer die auf den Kassetten aufgelisteten 13 Gründe, warum Hannah sich umgebracht hat.

Familienferien sind doch immer wieder etwas Schönes. Auch wenn sie – zumindest in unserem Fall – selten komplett problemlos verlaufen. In dieser und der nächsten Woche nehme ich euch mit auf unsere zweieinhalbwöchige Reise quer durch den Norden Irlands, erzähle euch von den Hochs und Tiefs dieser Zeit und mache nur ein klitzekleines bisschen Werbung. Denn – und das werdet ihr wahrscheinlich in den beiden Artikeln zu Genüge erfahren – Irland ist (von der Schweiz abgesehen) mein absolutes Lieblingsland.

Belfast

Unsere Reise beginnt in Belfast, einer Hafenstadt, die vor allem dafür bekannt ist, dass hier die Titanic gebaut wurde. Also, eigentlich beginnt sie damit, dass wir am Flughafen in Basel warten, weil ein Koffer ohne Besitzer gefunden wurde und kontrolliert wird, ob es sich um eine Bombe handelt (tut es nicht) – aber das wäre kein so guter erster Satz gewesen.

Doch schließlich kommen wir in Belfast an. Den Tag nach unserer Ankunft verbringen wir mit einer Tour im Hop on, Hop off-Bus, shoppen und Kaffee trinken. Die Bustour würde ich jedem empfehlen, der in einer größeren Stadt Irlands unterwegs ist, denn dabei erfährt man einiges Interessantes und Außergewöhnliches über die Stadt. Wie zum Beispiel die Spitznamen, die die Irländer vielen Dingen geben. So heißt der Beacon of Hope, eine bekannte Skulptur, beispielsweise auch „The Belle on the Ball“ oder „The Thing with the Ring“. (Was ja irgendwie nachvollziehbar ist)

An unserem zweiten Tag in Belfast besuchen wir das Titanic Museum. Das Museum ist eine bekannte Touristenattraktion, was wohl auch der Grund dafür ist, dass so viele Menschen es gleichzeitig mit uns besuchen. Na ja, interessant ist es zumindest. Und ja, auch Leonardo DiCaprio kommt in der Ausstellung vor. (Ihr habt jetzt einen Ohrwurm von „My heart will go on“? Gern geschehen :))

Wir bleiben insgesamt drei Nächte in Belfast – genug, um „Old Mac Donald had a farm“ eine gefühlte Million Mal abzuspielen – und machen uns dann mit einem gemieteten Auto auf den Weg nach Cushendall.

Cushendall/Ballycastle

Weit kommen wir mir dem Auto jedoch vorerst nicht. In Irland herrscht Linksverkehr, weswegen mein Vater mit dem Fahren erst einmal ein wenig Probleme hat. Etwa eine Dreiviertelstunde von Belfast entfernt ist dann eine Kurve zu eng, das Auto fährt in den Randstein, einer der Reifen geht kaputt. Ein kleiner Trost für meinen Vater: Das Fahrzeug vom Pannendienst fährt in genau denselben Randstein (nur ohne dabei Schaden zu nehmen). Daran, dass wir zurück nach Belfast müssen, um den Reifen zu wechseln, ändert das leider nichts.

Wir sind alle erleichtert und gleichzeitig völlig erschöpft, als wir endlich in Cushendall ankommen.

Cushendall stellt nur einen kurzen Zwischenstopp auf unserer Reise dar, genau wie der nächste Ort, Ballycastle. Wir verbringen jeweils eine Nacht in beiden der kleinen Städte und fahren dann weiter. Aber obwohl – oder gerade weil – wir viel unterwegs sind, sehen wir sehr viel von der atemberaubenden Landschaft. Mit seinen Klippen, seinen grünen Hügeln und dem graublauen Meer wirkt Irland als sei es geradewegs einem Film entsprungen und ich kann verstehen, warum beispielsweise Game of Thrones hier gedreht wurde.

Quelle: Jean-Daniel Roth (zVg)
Wir fahren an der Küste entlang, lassen uns Zeit für Zwischenstopps und lassen die Aussicht auf uns wirken. Sogar das Wetter, das von den Irländern sonst meist als «liquid Sunshine» bezeichnet wird, macht einigermassen mit. In Ballycastle nehmen wir ein Schiff und machen einen Abstecher nach Rathlin Island. Wir haben nicht sehr viel Zeit auf der Insel, da wir rechtzeitig im Hostel einchecken müssen, aber es reicht, um eine kurze Busfahrt zu machen und Kaninchen und Robben zu sehen.

Bushmills (Teil 1)

Nach einer Nacht in Ballycastle, einem english Breakfast (ohne Bohnen) und einem Besuch auf dem lokalen Markt, fahren wir nach Bushmills. Bei der Unterkunft angekommen, werden wir gleich von einer freundlichen Ziege und einem grossen Schwein begrüsst. Die Tiere gehören zum Farmhouse, genau wie ein Hund, eine unbestimmte Anzahl an Katzen und womöglich auch ein mysteriöses geflecktes Huhn, das eines Morgens plötzlich hinter dem Haus auftaucht.

Es ist ein schöner Ort zum Bleiben, und das haben wir vor. Von hier aus möchten wir zwei der bekanntesten Orte Nordirlands besuchen, die Dark Hedges und den Giant’s Causeway. Aber zuerst ruhen wir uns ein wenig in der kleinen Wohnung aus – und ich schreibe meinen Artikel zu Ende. Nächste Woche geht es weiter.

Ich habe in meinem Leben schon um die 18 Bäume gepflanzt. Also, nicht dass ich mich wirklich mit der Schaufel in den Garten gestellt und gegraben habe. Eigentlich war alles, was ich getan habe, nicht länger Google zu nutzen – sondern Ecosia.

Was ist Ecosia?

Ecosia funktioniert im Prinzip gleich wie Google, nur mit einem Unterschied: 80% der Einnahmen der Suchmaschine werden für das Pflanzen von Bäumen verwendet. Im Schnitt, gibt Ecosia an, werden pro 45 Suchanfragen ein Baum gepflanzt. Was zuerst vielleicht nach wenig klingt, gibt in der Summe eine Menge Bäume – über 32 Millionen wurden bereits von den Nutzern gepflanzt, unter anderem in Burkina Faso, Madagaskar, Tansania oder Indonesien.

Warum ausgerechnet Bäume?

Wie wichtig Bäume für die Umwandlung von CO2 zu Sauerstoff sind, wissen wahrscheinlich die meisten. Außerdem schaffen sie Lebensraum für bedrohte Tierarten.

Aber die Bäume sind nicht nur gut für die Umwelt, sondern auch für die Menschen. Durch die Aufnahme und Verdunstung von Wasser in der Photosynthese verbessern Bäume den Wasserkreislauf, insbesondere in kargen Gebieten, und verwandeln die Böden dort in Ackerland. Die Menschen an diesen oft armen Orten haben damit eine Möglichkeit, Obst, Gemüse, Kräuter und Samen zu ernten und auf Märkten zu verkaufen. Dies bietet ihnen eine sichere Einnahmequelle und Geld, um ihre Kinder zur Schule zu schicken oder eine bessere medizinische Versorgung zu gewährleisten.

Ecosia vs. Google

Ich selbst nutze Ecosia nun schon seit fast einem Jahr und war bisher meist zufrieden mit der Qualität der Resultate. Das Versprechen nach „erstklassigen Suchergebnissen“, mit dem geworben wird, wurde meiner Meinung nach jedoch nicht immer eingehalten. Einfache Dinge, wie zum Beispiel die Fragen nach Rechtschreibung und Grammatik, die ich für meine Schreibprojekte oft suche, findet Ecosia problemlos. Doch sobald eine Suchanfrage ein wenig komplexer wird, bietet Google oft bessere Resultate.

So nutze ich selbst grundsätzlich Ecosia und pflanze weiterhin bequem vor dem Laptop Bäume, aber wenn ich damit nicht mal das finde, was ich suche, dann steige ich dennoch auf Google um. Wenn die Suchresultate bei Ecosia noch ein wenig besser werden, dann sehe ich jedoch keinen Grund mehr, die Suchmaschine nicht zu nutzen.

Die Gespräche der eintreffenden Leute hallen durch die Aula des Gymnasiums Liestal. Ich blende sie aus, während ich in Gedanken meinen Text noch einmal durchgehe – hauptsächlich, um mich von meiner Nervosität abzulenken. Schreiben kann ich ganz gut, dachte ich, als ich mich für den Poetry Slam des Gymnasiums angemeldet habe. Schliesslich investiere ich einen grossen Teil meiner freien Zeit für das Schreiben von Geschichten und Büchern. Aber das hier, merke ich jetzt, ist etwas ganz anderes.