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Jana Leu

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Du fährst nach Hause. Es ist bereits halb sechs, die Nacht ergreift den Tag und verschlingt ihn Minute um Minute etwas mehr. Der kalte November Wind lässt deine Hände am Fahrrad gefrieren. Du ziehst sie ein, haltest den Lenker nur mit angezogenen Knöcheln. Den Schal hast du bist zur Nase hochgezogen. Du radelst schnell. Nicht nur um warm zu kriegen, auch um die Stadt, die Arbeit hinter dir zu lassen. Aus deinen Kopfhörer dröhnt Musik. Kurz steckst du eine Hand in die Jackentasche und drehst die Lautstärke noch höher.

Fast Food, das schnelle Essen, dass uns nach einer kurzen Ansage ins Mikrofon des Drive Through auf den Beifahrersitz geschmissen wird. Einige Minuten später und einem nur kurz anhaltenden Sättigungsgefühl ist die scheinbare Delikatesse dann auch schon verschwunden und wird einige Zeit später durch neues Essen ersetzt. Das kennen wir alle – aber was hat es mit Fast Fashion auf sich?

Romantisch und verträumt. Die Sächsische Schweiz befindet sich im Südosten von Dresden, im Bundesland Sachsen nahe der Grenze zu Tschechien. Richtig Lust auf die Gegend bekam ich, als der deutsche Sänger Pohlmann an seinem Konzert in Luzern erzählte, dass sie in Deutschland alle schönen Orte mit Schweiz betiteln, weil es hier so schön sei. Diese Schönheit wollte ich mir selbst vor Augen führen und konnte (und nahe Freunde werden dies bestätigen) meine sonst schon liebgewonne Kamera nicht mehr beiseitelegen.

Es ist sechs Uhr morgens, als ich zum lauten Piepsen und Surren meines Weckers aufschrecke. Die Zahl auf dem Zifferblatt ist auch nach vier langen Jahren erschreckend und lässt mich nur zaghaft aus dem Bett steigen. Ich bin schweissüberströmt, und blicke als erstes erschöpft von der schwitzenden Nacht mit den Augen an die Decke gerichtet da. Nach mehrmaligen Aufrappeln, schüttle ich die kuschelige Decke von meinen Gliedern und richte mich, mit einem Knacksen im Rücken und einem Stöhnen aus der Brust, auf. Obwohl das Zimmer noch dunkel ist, scheinen bereits die ersten Sonnenstrahlen durch die undichten Fensterläden. Ich reibe meine müden Augen, taste mit der linken Hand nach meiner Brille und setzte diese mit halb geschlossenen Lidern auf.