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Jana Leu

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Der Januar steht seit einigen Jahren im Zeichen des Veganismus. 31 Tage lang ernähren sich zahlreiche Menschen weltweit ausschliesslich vegan und teilen mit diversen Hashtags ihre Erfahrungen. Die Webseite Veganuary dient als lokale Plattform des sich stark ausbreitenden Trends. Im vergangenen Jahr hatten sich rund 50’000 auf der Webseite registriert. Tendenz: steigend.

Neujahrsvorsatz oder so

Die einen tun es den Tieren und der Erde zu liebe, andere möchten sich körperlich besser fühlen. Wiederum andere sehen den Veganuary als Möglichkeit den veganen Lebensstil auf eine begrenzte Zeit mit tausend anderen auszuprobieren.
Alleine ist man auf jeden Fall nicht, schliesslich ist der #Veganuary voll im Trend. Auf Instagram wurde der Hashtags rund 450’000 Mal benutzt, auf YouTube teilen duzende ihre Erfahrungen als Videotagebuch und sogar BBC berichtete über die Bewegung. Laut einem aktuellen Artikel in The Guardian glauben die Organisatoren des veganen Januars sogar daran, dass das Jahr 2019 ausschliesslich vegan wird. Oftmals wird Veganern vorgeworfen, dass sie sich zwar vegan ernähren, ihr Lebensstil jedoch nach wie vor sehr tierisch ist. Ich bin der Meinung, dass ein guter Mix aus diversen Lebensstilen, die einem zusagen die perfekte Mischung ist. Radikale Lebensweisen tragen auch viel Aufwand mit sich und verlangen viel Disziplin.

Die vier Gründe vegan zu leben

Tiere, Gesundheit, Umwelt, Ernährung.

Veganuary ist in vier Unterkategorien eingeteilt, weshalb sich jeder Mensch vegan ernähren sollte.
Der tierische Aspekt ist vermutlich selbsterklärend. «Für d’Gsundheit» ist ein weiterer Grund sich vegan zu ernähren. Die Webseite äussert sich so dass eine vegane Ernährung einen positiven Einfluss auf Krankheiten wie Diabetes Typ 2, erhöhten Cholesterinspiegel und das Gewicht haben kann.
Wem der ethische Hintergrund nicht zuspricht kann sich also vielleicht mit den ökologischen Veränderungen, die der Lebensstil mit sich bringt anfreunden. Laut der United Nations Food and Agriculture Organization verursachen Zuchttiere 14.5% der Treibhausgasemissionen was um einiges mehr ist als bei Autos, Flugzeug oder Zug. Wasser, Luftverschmutzung, Klima, Natur und Wildleben profitieren indirekt vom Veganismus.

Das von Kühen produzierte Methan ist verantwortlich für einen Teil der Klimaerwärmung.

Im Kapitel „Ernährung“ fast die Webseite zusammen, weshalb sich einige Menschen unnötig sorgen machen auf den tierproduktfreien Lebensstil umzusteigen. In umfassenden Beiträgen sind diverse Ersatzprodukte für Kalzium, Vitamin A + B12, Omega 3 Fettsäure, Proteine und Fette und einige mehr aufgelistet. Auch im Falle einer Schwangerschaft wird man hier fündig.

Überraschenderweise vegan!

Wer sagt, dass sich Veganer bloss mit Ersatzprodukten vollstopft hat übrigens nicht ganz recht. Folgende Produkte waren von Beginn an vegan, ohne dass wir etwas davon wussten.
Oreos, Bier (die meisten Sorten), Bagels, Ketchup, Porridge, Teigwaren (na jedenfalls jene ohne Eier, aber von denen gibt es genügend), Hummus und vieles mehr!

Meiner Meinung nach…

… ist der vegane Lebensstil nicht mehr ein verrückte und komplett unmögliche Art zu Leben. Anbetracht der ökologischen Faktoren, weshalb sich einige Menschen vegan ernähren, scheint es sogar wichtig, eine solche Umstellung ernsthaft in Betracht zu ziehen – oder zumindest die vegetarische Variante davon. Trotzdem ist es meiner Meinung nach völlig kontraproduktiv Lebensmittel aus Südamerika zu importieren, bloss um einem demnach „umweltfreundlichen“ Trend zu folgen. Auch in Fertigprodukten, die in Plastik abgepackt und eingeschweisst als „vegan“ betitelt werden, sehe ich keinerlei positive Effekte. Dennoch ist es gut zu wissen, dass sich durch den Trend mehr Menschen mit der Umwelt und dem aktuellen Klimawandel befassen. Auch wenn der Veganismus nach wie vor belächelt wird – ausprobieren schadet ja nicht 🙂

Eigentlich wollte ich für den Beginn des Januars über den «Veganuary» schreiben und weshalb der vegane Lebensstil immer mehr Menschen in seinen Bann zieht. Doch anstatt die Leser von Tize.ch über eine umstrittene und hochgepriesene Ernährungsart aufzuklären möchte ich, passend zum Neujahrsbeginn, über das Jetzt sprechen.

Wer kennt es nicht. Freitagabend. Der Start ins Wochenende wird mit dem lauten Zapfenknall einer Weinflasche eröffnet. Drei Bierchen und ein zwei Shots folgen im Laufe der immer länger andauernden Nacht. Um 2 Uhr morgens kippt die Stimmung von belanglos in ein kotzendes Vergnügen. Die einen schlafen in unmenschlichen Stellungen auf Sofa, Flur und Stühlen. Andere hängen über der Klobrille, während der ein oder andere noch nüchtern genug ist, um jenen die Haare nach hinten zu halten.

Du fährst nach Hause. Es ist bereits halb sechs, die Nacht ergreift den Tag und verschlingt ihn Minute um Minute etwas mehr. Der kalte November Wind lässt deine Hände am Fahrrad gefrieren. Du ziehst sie ein, haltest den Lenker nur mit angezogenen Knöcheln. Den Schal hast du bist zur Nase hochgezogen. Du radelst schnell. Nicht nur um warm zu kriegen, auch um die Stadt, die Arbeit hinter dir zu lassen. Aus deinen Kopfhörer dröhnt Musik. Kurz steckst du eine Hand in die Jackentasche und drehst die Lautstärke noch höher.

«[…] robuster, dauerhafter und umweltfreundlicher als alle anderen, neuen Smartphones.»

Das heisst es auf der Webseite des nagelneuen ugPhone. Taugt das Ding tatsächlich mehr als das neuste iPhone XR mit rasanter Face ID und – wie es Apple auf seiner Webseite propagiert – revolutionärem Kamerasystem?

Umwelt(un)freundliche Smartphones?

Laut einer Angabe der Deutschen Umwelt Hilfe (DUH) werden jährlich mehr als 24 Millionen Smartphones verkauft. Der Grund? Ein neues Mobiltelefon alle zwei Jahre ist schon beinahe Standard, schliesslich enden die meisten Verträge nach 24 Monaten und mit der Verlängerung nutzen die meisten Nutzer die Chance ein neues Telefon zu ergattern, obwohl das alte eigentlich noch funktionstauglich ist. Dadurch entsteht ein stets wachsender Berg aus schädlichem Abfall. Besonders bei der Herstellung unseres alltäglichen Begleiters werden unzählige Rohstoffe verwendet, deren Abbau der Umwelt schadet. Ganz so umweltfreundlich scheint ein Smartphone also nicht zu sein. An der Stelle kommt unter anderem das ugPhone ins Spiel.

Eine Kampagne «Der Natur zu Liebe»

Das ugPhone ist grau, klobig, zeigt einen winzigen Bildschirm, einen einzigen Knopf auf der Vorderseite und eine Kurbel an der Seite, um das Gerät bei mehr Strombedarf aufzuladen. Das Design lässt ganz bestimmt zu Wünschen übrig und nebst den umweltfreundlichen Aspekten und der Tatsache, dass sich das Ding als Totschläger benutzen lässt, kann es mit dem iPhone nicht mithalten. Doch es steckt weit mehr hinter dem grauen Kasten.

ugphone.ch ist Teil des Forschungsprojekts «Digitale Suffizienz» der ZHAW in Zusammenarbeit mit myblueplanet.ch. Mit informativen Mails und einer professionellen Webseite möchte das Projekt auf die negativen Umweltauswirkungen, die mit Herstellung, Nutzung und Entsorgung digitaler Geräte verbunden sind, hinweisen.

Wusstest du schon?

  • Die meisten Smartphones gehen durch Stürze kaputt.
  • Dein Akku hält länger an, wenn du deinem Smartphone ab und an eine Auszeit gönnst. Wie lange würdest du es aushalten?
  • 58% aller Jugendlichen aus der Deutschschweiz würden ihr altes Handy gegen ein neues eintauschen, weil dieses anscheinend bessere Features bietet. Ist das wirklich so?
  • Die meisten Wasserschäden bei Handys passieren auf dem Klo. Also lass dein Smartphone beim nächsten Toilettenbesuch einfach im Zimmer.

Was du jetzt tun kannst?

Kauf dir doch ein ugPhone! Nein? Na gut, das ist vermutlich nicht die effizienteste Lösung. Aber versuch doch dein Smartphone etwas länger zu verwenden anstatt bloss 1-2 Jahre. Gute Werbung versucht dir zwar einzureden, dass ein neues Produkt noch bessere Features bietet, was meist aber nicht der Fall ist. Informier dich vor einem Kauf also am besten zuerst. Falls dein Bildschirm kaputt ist kannst du übrigens versuchen den alleine zu reparieren. Und wenn du dir das nicht ganz zutraust, kannst du dein Smartphone in einem der aufblühenden Repair Cafés vorbeibringen.

Zu guter Letzt: kauf dir eine Hülle!! Sie schützt dein Smartphone vor den meisten Stürzen.

Zunächst wirkte das ugPhone wie ein schlechter Witz auf mich, als dies von der ebenso verdutzten Schweizer YouTuberin manuuli vorgestellt wurde (Video oben). Als ich jedoch herausfand, dass es vielmehr darum geht, das eigene Smartphone möglichst lange zu behalten, fand ich die Kampagne grundsätzlich sehr wirksam. Obwohl ich nicht den letzten Schrei in der digitalen Welt besitze, habe ich doch auch gewisse Anforderungen an ein Smartphone. Wildes Kurbeln gehört definitiv nicht auf diese Liste. Trotzdem werde ich versuchen mir die Vorschläge des Projekts zu Herzen nehmen und mein – bereits angeknackstes Handy – noch einige weitere Monate benutzen.

Was denkst du zu dem neuen ugPhone?

Tausende Menschen erkämpfen sich ihren Weg durch die bereits überfüllten Einkaufsstrassen. Sie eilen, beinahe rennen von einem Geschäft zum Nächsten. Nehmen sich nicht die Zeit eine Einkaufstüte zu fassen, sondern reissen sich buchstäblich alles, das in ihre Reichweite kommt unter den Nagel, eilen zur Kasse, bezahlen im Eiltempo, während der Kassier geschickt die Ware einpackt. Dann rennen sie weiter, bereits zehn Tüten unter den Armen oder einen hilfsbereiten Freund im Gepäck, um ein weiteres Schnäppchen zu ergattern.