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Jana Leu

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Ich bin auch Fotografin. Auf Instagram ist das heute eigentlich fast jede*r.

Schöne Aussicht, zack, Handy gezückt, Kameraapp mit einem Druck geöffnet und boom ist der zweihundertfünfundvierzigste Sonnenuntergang im Kasten. Einmal kurz den Filter „Juno“ drauf geklatscht und schon kann das Meisterwerk auf Instagram und Facebook und Twitter geteilt werden. Ist ja schliesslich ein Masterpiece, dass so noch nie jemand gesehen hat. Ich meine, die Sonne in genau diesem einen Winkel zu erwischen – das nennen wir heutzutage Können!

Vor Monaten bereits national angekündigt, gehen heute am 14. Juni 2019 Tausende von Frauen (und gelegentlich auch Männer) auf die Strasse, um für mehr Gleichberechtigung, mehr Ansehen und weniger Sexismus zu kämpfen. Bravo, das ist ja schön und gut. Aber brauchen wir denn noch solche Frauenstreiks? Jedenfalls sind das die Fragen, mit denen ich konfrontiert werde, wenn ich andere auf den heutigen Freitag aufmerksam mache und mich selbst in die Reihen der Streikenden eingliedere.

Wenn es um Gleichberechtigung geht, darf sich die Schweiz nicht die Schultern klopfen. Im internationalen Vergleich hinkt die Confoederatio Helvetica ganz schön hinterher. Aber das muss nicht zwingend bedeuten, dass Schweizer Frauen grundsätzlich ungleichberechtigt sind. Schliesslich sind wir ein führendes westliches Industrieland und liegt auf dem Index der menschlichen Entwicklung auf dem zweiten Platz.

Fussball. 22 Verrückte jagen einem Ball nach, kicken ihn in ein Netz, umarmen sich auf brutalste Weise, fliegen im nächsten Moment in hohem Bogen zu Boden und halten sich schreiend das Knie. Daraufhin ernten sie lautes Johlen, da das arme Knie offensichtlich nicht einmal gestreift wurde. Man merkt, mit Fussball hab ich reichlich wenig am Ball äh… Hut. Doch Fussball ist nicht gleich Freestyle Fussball, da sind sich zumindest die beiden Zuger Freestyle Fussballer Matthias Bösel und Mario Wiesendanger einig.

Im April 2011 durfte die Menschheit zum ersten Mal (ohne sich durch Abertausend Seiten zu kämpfen) in die Welt von George R.R Martin eintauchen. Die erste Folge der Erfolgsserie Game of Thrones wurde ausgestrahlt. Seither hat die Fantasie-Serie, welche auf den in den 90ern erschienen Bestseller Romanen von Martin beruht, Millionen von Fans in ihren Bann gezogen.

Bereits seit gut einer Woche reise ich alleine mit Rucksack und Kamera durch fünf osteuropäische Länder. Grundsätzlich ist das sogenannte «Solo Traveln» ja nichts Neues, bereits in den 80ern fuhren abenteuerlustige Jugendliche wochenlang alleine durch ein fremdes Land, auf der Suche nach etwas neuem, dem perfekten Adrenalinkick oder ganz einfach auf der Suche nach sich selbst. Doch der Trend verschwand, bis er vor einigen Jahren (vermutlich dank der Möglichkeit, diese Abenteuer nun endlich auch mit hunderten von Followern zu teilen) wieder anstieg. Doch ums Solo-Reisen geht es in diesem Beitrag nicht. Es geht um das damit verbundene Klischee. Es geht ums alleine sein. Und um die Einsamkeit.