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Cynthia Gehrig

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Am 10. August wird an den Winterthurer Musikfestwochen gesungen, getanzt und mitgefiebert: Denn dann gehört die Bühne wieder den Newcomern des diesjährigen Band-its. Doch nicht nur die acht Finalisten müssen sich auf diesen Tag vorbereiten, auch die zwei Moderatorinnen Phoebe Lüscher und Rahel Bachmann, welche sich bei der Vorausscheidung durchsetzen konnten, müssen in den nächsten zwei Wochen noch vieles tun. 

Ich bin wütend.

Ich bin wütend, dass ihr über meinen und den Körper von Milliarden anderen Frauen verfügen wollt. Ich bin wütend, weil ihr mir verbieten möchtet, für mich selber zu entscheiden. Ich bin wütend, da ihr wichtige Entscheidungen über meinen Körper treffen möchtet, ohne mich bei diesen miteinbeziehen zu wollen. Und ich bin wütend, dass ihr zum Teil erfolgreich seid. Dass mir das Recht auf eine Abtreibung, eine Entscheidung über meinen Körper, in gewissen Ländern weggenommen wird. Weil ihr denkt, ihr wüsstet es besser. Aber das tut ihr nicht.

Der sogenannte „Tipping-Point“ ist für viele ein unbekannter Begriff. Selbst die einflussreichsten Politiker der Schweiz sind ahnungslos, wenn man ihnen zu diesem Thema Fragen stellt. Und das, obwohl der Tipping-Point in der heutigen Zeit einer der grössten Gefahren für unser Klima und die Menschheit darstellt: Das Erreichen dieses Punktes hat für uns alle fatale Folgen.

Morgen ist bereits wieder der Tag der Liebe: Während der Valentinstag für einige der Tag ist, an dem sie sich in ihrem Zimmer einschliessen und mit einer Schüssel Eiscreme weinend vor dem Fernseher sitzen, unternehmen andere etwas mit ihren Liebsten. Firmen und Geschäfte sehen im Valentinstag aber auch eine Chance, kreative Special-Sets zu erstellen und diese zu verkaufen. So brachte auch die britische Kosmetikmarke LUSH vor kurzem eine Valentinstags-Edition auf den Markt, bestehend aus 12 Produkten- von Badekugel bis zu Lippenpeeling oder Mundwasch Tabs. Ich durfte drei dieser Produkte testen und werde euch sagen, ob sich der Kauf dieser Produkte wirklich lohnt.

Über den Lohn zu sprechen gilt in der Schweiz als Tabuthema: In einigen Firmen ist es den Mitarbeitern vertraglich sogar verboten, über ihr Einkommen zu sprechen. Ein Grund mag sicherlich sein, dass Lohndiskussionen unter Kollegen in vielen Fällen zu Beschwerden bei der Geschäftsleitung führen. So ist es für viele unverständlich, weshalb der Arbeitskollege mehr verdient als man selber, obwohl beide dieselbe Stelle haben. Vor allem der sogenannte „Gender Pay Gap“ stellt in der heutigen Zeit der feministischen Bewegung ein Problem dar. So kommt es oft vor, dass Frauen bei gleicher Stellung bis zu 16 Prozent weniger Lohn pro Stunde erhalten als ihre männlichen Mitarbeiter. Als Gründe werden angeblicher Kompetenzmangel oder aufwendige Umstrukturierungen bei einem Mutterschaftsurlaub genannt. Um gegen diese starke Lohndifferenz vorzugehen, verlangen einige Politiker eine Lohntransparenz innerhalb der Firmen.

Dieses Jahr gab es wieder einen sehr heissen Sommer- und auch nächstes Jahr können wir mit noch stärkeren Temperaturanstiegen rechnen. Während SVP-Nationalräte wie Marcel Dettler „gerne in wärmeren Zeiten leben“, tue ich das nicht. Das liegt nicht daran, dass ich eher ein Wintermensch bin und mich viel lieber in Wollpullover kuschle statt in Shorts und Tanktop vor mich hin zu schwitzen. Meine Abneigung gegen diese Hitzesommer hat viel mehr mit dieser einen Sache zu tun, auf die diese ansteigenden Temperaturen hinweisen: Dem Klimawandel. Und dieser Klimawandel macht mir Angst. Oder besser gesagt: Die Menschen in unserer Regierung, die nichts gegen den Klimawandel tun möchten, machen mir Angst.

„Wir können keinen Ausweg aus dieser Krise finden, wenn wir sie nicht wie eine Krise behandeln“, meinte die 15-jährige Klimaaktivistin Greta Thunberg kürzlich an der Klimakonferenz in Katowice. Und sie hat Recht. Wie wollen wir unsere Welt retten, wenn ein grosser Teil unserer Bevölkerung die klimatischen Probleme ignoriert? Wie möchten wir gegen den Klimawandel ankämpfen, wenn gewisse Politiker diesen immer noch leugnen und sich über diese Hitzeperiode sogar noch freuen?

Natürlich, ein bisschen Wärme ist immer schön und gut. Und die nächsten paar Jahre werden wir uns an den heissen Sommertagen auch noch erfreuen können. Noch. Denn was werden wir unternehmen, wenn es irgendwann zu heiss wird? Wenn unsere Luft so sehr verpestet ist, dass wir kaum noch atmen können? Wenn wegen der drastischen Temperaturveränderung ganze Ökosysteme aussterben? Wenn wir aufgrund des Klimawandels nicht mehr in der Lage sein werden, auf dieser Welt zu überleben? Was tun wir dann?

Die Politiker, die heute den Klimawandel als „Lüge“ einstufen, werden diese Tage wahrscheinlich nicht mehr erleben. Aber kannst du dir vorstellen, wer da sein wird, wenn alles den Bach runter geht? Genau: Du. Die heutige Jugend wird in einigen Jahren mit den Konsequenzen leben müssen, die man in dieser Sekunde hätte verhindern können. Während die Regierung diskutiert, ob ein Eingreifen überhaupt nötig ist, müssen wir bereits um unsere Zukunft bangen. Weshalb müssen wir warten, bis es schlimm genug ist? Warum können wir nicht jetzt handeln, um das Schlimmste bereits verhindern zu können? Ich möchte nicht warten. Die Lage wird sich nur bessern, wenn wir handeln. Und das müssen wir tun, solange wir noch handeln können.