Author

Cynthia Gehrig

Browsing

Der sogenannte „Tipping-Point“ ist für viele ein unbekannter Begriff. Selbst die einflussreichsten Politiker der Schweiz sind ahnungslos, wenn man ihnen zu diesem Thema Fragen stellt. Und das, obwohl der Tipping-Point in der heutigen Zeit einer der grössten Gefahren für unser Klima und die Menschheit darstellt: Das Erreichen dieses Punktes hat für uns alle fatale Folgen.

Morgen ist bereits wieder der Tag der Liebe: Während der Valentinstag für einige der Tag ist, an dem sie sich in ihrem Zimmer einschliessen und mit einer Schüssel Eiscreme weinend vor dem Fernseher sitzen, unternehmen andere etwas mit ihren Liebsten. Firmen und Geschäfte sehen im Valentinstag aber auch eine Chance, kreative Special-Sets zu erstellen und diese zu verkaufen. So brachte auch die britische Kosmetikmarke LUSH vor kurzem eine Valentinstags-Edition auf den Markt, bestehend aus 12 Produkten- von Badekugel bis zu Lippenpeeling oder Mundwasch Tabs. Ich durfte drei dieser Produkte testen und werde euch sagen, ob sich der Kauf dieser Produkte wirklich lohnt.

Über den Lohn zu sprechen gilt in der Schweiz als Tabuthema: In einigen Firmen ist es den Mitarbeitern vertraglich sogar verboten, über ihr Einkommen zu sprechen. Ein Grund mag sicherlich sein, dass Lohndiskussionen unter Kollegen in vielen Fällen zu Beschwerden bei der Geschäftsleitung führen. So ist es für viele unverständlich, weshalb der Arbeitskollege mehr verdient als man selber, obwohl beide dieselbe Stelle haben. Vor allem der sogenannte „Gender Pay Gap“ stellt in der heutigen Zeit der feministischen Bewegung ein Problem dar. So kommt es oft vor, dass Frauen bei gleicher Stellung bis zu 16 Prozent weniger Lohn pro Stunde erhalten als ihre männlichen Mitarbeiter. Als Gründe werden angeblicher Kompetenzmangel oder aufwendige Umstrukturierungen bei einem Mutterschaftsurlaub genannt. Um gegen diese starke Lohndifferenz vorzugehen, verlangen einige Politiker eine Lohntransparenz innerhalb der Firmen.

Dieses Jahr gab es wieder einen sehr heissen Sommer- und auch nächstes Jahr können wir mit noch stärkeren Temperaturanstiegen rechnen. Während SVP-Nationalräte wie Marcel Dettler „gerne in wärmeren Zeiten leben“, tue ich das nicht. Das liegt nicht daran, dass ich eher ein Wintermensch bin und mich viel lieber in Wollpullover kuschle statt in Shorts und Tanktop vor mich hin zu schwitzen. Meine Abneigung gegen diese Hitzesommer hat viel mehr mit dieser einen Sache zu tun, auf die diese ansteigenden Temperaturen hinweisen: Dem Klimawandel. Und dieser Klimawandel macht mir Angst. Oder besser gesagt: Die Menschen in unserer Regierung, die nichts gegen den Klimawandel tun möchten, machen mir Angst.

„Wir können keinen Ausweg aus dieser Krise finden, wenn wir sie nicht wie eine Krise behandeln“, meinte die 15-jährige Klimaaktivistin Greta Thunberg kürzlich an der Klimakonferenz in Katowice. Und sie hat Recht. Wie wollen wir unsere Welt retten, wenn ein grosser Teil unserer Bevölkerung die klimatischen Probleme ignoriert? Wie möchten wir gegen den Klimawandel ankämpfen, wenn gewisse Politiker diesen immer noch leugnen und sich über diese Hitzeperiode sogar noch freuen?

Natürlich, ein bisschen Wärme ist immer schön und gut. Und die nächsten paar Jahre werden wir uns an den heissen Sommertagen auch noch erfreuen können. Noch. Denn was werden wir unternehmen, wenn es irgendwann zu heiss wird? Wenn unsere Luft so sehr verpestet ist, dass wir kaum noch atmen können? Wenn wegen der drastischen Temperaturveränderung ganze Ökosysteme aussterben? Wenn wir aufgrund des Klimawandels nicht mehr in der Lage sein werden, auf dieser Welt zu überleben? Was tun wir dann?

Die Politiker, die heute den Klimawandel als „Lüge“ einstufen, werden diese Tage wahrscheinlich nicht mehr erleben. Aber kannst du dir vorstellen, wer da sein wird, wenn alles den Bach runter geht? Genau: Du. Die heutige Jugend wird in einigen Jahren mit den Konsequenzen leben müssen, die man in dieser Sekunde hätte verhindern können. Während die Regierung diskutiert, ob ein Eingreifen überhaupt nötig ist, müssen wir bereits um unsere Zukunft bangen. Weshalb müssen wir warten, bis es schlimm genug ist? Warum können wir nicht jetzt handeln, um das Schlimmste bereits verhindern zu können? Ich möchte nicht warten. Die Lage wird sich nur bessern, wenn wir handeln. Und das müssen wir tun, solange wir noch handeln können.

Geschätzte 40 Prozent aller Gymnasiasten weisen nicht die nötige Intelligenz auf, um das Gymnasium überhaupt besuchen zu dürfen. So Ihre Meinung, basierend auf den Ergebnissen von IQ-Tests, durchgeführt an mehreren Mittelschulen. Anders gesagt: Knapp die Hälfte der „oberen“ 20 Prozent sind zu dumm. Ihr Vorschlag: Die Einführung von Intelligenztests, um eine bessere Selektion der neuen Generation Gymi-Schüler zu gewährleisten. Ihre Idee könnte Sinn machen.

Ein Leben ohne Internet ist für die meisten Bürger unserer westlichen Gesellschaft unvorstellbar. Um jedem Nutzer einen gerechten Internetzugang zu ermöglichen, herrscht in vielen Ländern das Prinzip der sogenannten „Netzneutralität“, im englischen Sprachraum unter dem Begriff „Net Neutrality“ bekannt. Vergangenen Freitag wurde in den USA das Gesetz, welches die Netzneutralität sichern soll, gestrichen. Welche Auswirkungen hat dies für die Vereinigten Staaten und gibt es Folgen für die Schweiz?

Man könnte meinen, dass ein Fussballspiel zwischen der serbischen und der schweizerischen Nationalmannschaft nicht wirklich für viel Zündstoff sorgen würde. Politische Konflikte gab es bisher keine und viele Serben haben in der Schweiz eine zweite Heimat gefunden.  Trotzdem wird im Rahmen der diesjährigen Fussballweltmeisterschaft kein Spiel so heftig diskutiert wie dieses. Auslöser: Die Schweizer Fussballer mit kosovo-albanischem Hintergrund Granit Xhaka und Xherdan Shaqiri machten beim 1:1-Ausgleich sowie beim 2:1-Siegestreffer von Shaqiri die Doppelkopfadler-Geste, ein Zeichen des albanischen Nationalstolzes. Eine Provokation? Der Kosovo galt früher als Teil der serbischen Republik, kam nach dem Kosovokrieg unter die Verwaltung der UN und ist seit 2008 offiziell ein unabhängiger Streit. Diese Unabhängigkeit wird jedoch bis heute stark umstritten: Nur 112 von den 193 UN-Mitgliederstaaten erkennen den Kosovo als ein unabhängiges Land an. Zu den restlichen 81 Länder, welche den Kosovo weiterhin als serbisches Gebiet ansehen, gehört die serbische Republik selber. Bis heute möchte die serbische Regierung, dass das kosovarische Gebiet wieder unter ihre Macht kommt. Dieser Konflikt ist der Grund, weshalb die Spannungen zwischen Serben, Albanern und Kosovaren bis heute anhalten. Man kann die Geste der Schweizer Fussballspieler somit als eine Provokation gegenüber der serbischen Nationalmannschaft und ihren Fans verstehen. Oder auch nicht. Denn die Frage, die sich nun stellt, ist: Als wie politisch galt der Adler?

Anscheinend waren die Emotionen in diesem Moment überwältigend. Laut den Fussballspielern war der Adler weder ein politisches Statement noch eine beabsichtigte Provokation gegenüber Serbien, sondern allein ein Zeichen des Stolzes. Stolz auf ihr Land, stolz auf ihre Familie, stolz auf sich und ihre Wurzeln. Stolz auf das, was sie bis jetzt erreicht haben. Fraglich ist hingegen, weshalb der Team-Kapitän Stephan Liechtsteiner und später auch Mitspieler Manuel Akanji zu dieser Geste mitreissen liessen, wenn sie beider weder albanische noch kosovarische Wurzeln haben. Laut Liechtsteiner war sein Adlerzeichen solidarisch gemeint. Solidarität innerhalb des Teams war bei diesem Spiel wichtig: Bei Schweizer Ballbesitz war das Pfeifen und Buhen der serbischen Fans unüberhörbar. Ob dies nur daran lag, dass die serbischen Fans mit ihrer Mannschaft mitfiebern oder ob auch hier politische Aspekte eine Rolle spielten, ist wie der Adler nicht wirklich eindeutig beantwortbar. Nicht abstreiten lässt sich jedoch der Fakt, dass diese Geste bei dem 1:1-Ausgleich gegen Brasilien nicht gemacht wurde.

Doch wie angebracht ist diese Geste, unabhängig von seinem politischen Hintergrund? Für viele ist klar: Wer für die Schweiz spielt und dieses Land als Nationalspieler repräsentiert, soll jegliche Gesten unterlassen, die mit anderen Nationen zu tun haben. Wäre dies ein Spiel zwischen Albanien und Serbien gewesen, wäre diese Geste verständlich gewesen- doch bei der Schweiz? Logischerweise dürfen die Nationalspieler auf ihre Wurzeln stolz sein, obwohl sie in der Schweiz leben. Daran ist nichts falsch oder verwerflich, sondern wichtig, um sich selber zu kennen und zu akzeptieren. Und es ist auch verständlich, dass man in so grossen Momenten auch auf sein Herkunftsland stolz ist und auch sein darf. Trotzdem muss man erkennen, wann man diesen Stolz in gewissen Momenten nach aussen tragen soll und wann lieber nicht. Denn bei einem Länderspiel Schweiz gegen Serbien geht es genau um diese zwei Länder- politische Probleme zwischen anderen Nationen sollen hier keine Relevanz haben.

Nicht einmal der teilweise starke Regen konnte die gute Laune der diesjährigen Greenfield-Besucher verderben. Kein Wunder: Die Vielfalt an Attraktionen bot für jede Altersgruppe Unterhaltung und die zahlreichen Bands liessen die Menge auch bei den schlechtesten Wetterbedingungen tanzen. Tize hatte die Möglichkeit, das grösste Rockfestival der Schweiz hautnah zu erleben- und kann nachvollziehen, weshalb es schon seit 2005 so erfolgreich ist: Denn noch zwei Wochen später blieben die Eindrücke.