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Benedikt Kaiser

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Letztes Wochenende war ich krank. Es war furchtbar. Eigentlich hatte ich diverse Dinge geplant, stattdessen verbrachte ich mein Wochenende mehr oder weniger im Bett. Ich hasse dieses untätige Herumliegen, dieses elendigliche Warten auf Besserung. Um nicht völlig zu verzweifeln, griff ich zum nächstbesten Buch und begann zu lesen. Und dann hörte ich nicht mehr auf, bis das Buch fertig war.

Seit jeher bekomme ich jedes Jahr an Weihnachten ein Geschenk, auf das ich vor allem früher liebend gern verzichtet hätte. Meine Mutter hat es nämlich zur Tradition gemacht, dann die ganze Familie mit einem «Kultur-Geschenk» zu beglücken. Dabei handelt es sich um Eintritte ins Theater, in Opern oder zu sonstigen, gerade kulturell aktuellen Highlights in der Region Basel. Wegen im Grunde guter Erfahrungen hat sich meine Abneigung gegenüber diesen «Geschenken» jedoch gelegt und so nahm ich kürzlich sogar die ausserweihnächtliche Einladung in die Oper «Il barbiere di Siviglia» an, eine Oper, die gerade in dieser Inszenierung in Basel definitiv Lust auf mehr macht.

Jedes Jahr ist es das Gleiche: Horden von verkleideten Kindern pilgern von Haus zu Haus auf der Suche nach Süssigkeiten, Jugendliche bewerfen Häuser mit Eiern oder wickeln sie in Toilettenpapier und (junge) Erwachsene feiern in immer denselben Kostümen irgendwelche Partys. Halloween ist immer neu ein Gipfel an Geschmackslosigkeit. Eine klassische amerikanische Unsitte, die seit einigen Jahren auch in Europa immer populärer wird, könnte man denken. Dem ist aber nicht so, Halloween ist vielmehr eine uralte, europäische Tradition.

Volleyball ist die zweitgrösste Teamsportart in der Schweiz, doch kaum jemand interessiert sich dafür. Auch medial wird Volleyball wenig beachtet. Dies ist schade, denn gerade in letzter Zeit gibt es in der Schweizer Volleyballszene zahlreiche erfreuliche Entwicklungen. Eines der grössten Highlights stellt für mich der Aufstieg von Traktor Basel in die höchste Schweizer Liga dar. Mit zahlreichen, innovativen Ideen versuchen die Traktoren nun, mehr Leute für das Volleyball zu begeistern und auch das mediale Interesse zu vergrössern.

Seit 2011 herrscht in Syrien Krieg. Was als friedliche Demonstration begann, in zu einem gigantischen Chaos geworden. Über eine halbe Million Menschen wurde seit Kriegsbeginn getötet, mehr als 5,5 Millionen flohen. Unzählige Milizen kämpfen gegen Syriens Diktator Assad. Sie alle haben aber ganz unterschiedliche Vorstellungen davon, was aus Syrien werden soll. Die Terrororganisation Islamischer Staat hat international für Angst und Schrecken gesorgt und ist später durch europäische Luftangriffe wenigstens militärisch geschlagen worden. Zu Beginn des Kriegs gab es nicht einen Tag, wo nicht in den Medien darüber berichtet wurde. Zwischenzeitlich hörte man dann praktisch nichts mehr, doch seit rund einer Woche ist der Krieg in Syrien um ein Kapitel reicher. Die USA haben nämlich ihre Truppen aus Nordsyrien abgezogen. Dies hat eine Kettenreaktion in Gang gesetzt. Höchste Zeit, sich die Interessen der unterschiedlichen Kriegsparteien wieder in Erinnerung zu rufen.

Ich höre selten bis nie Radio. Keine Ahnung, wie dir das ergeht, aber seitdem ich mir vor einigen Jahren Spotify Premium gegönnt habe, hat das Radio in meinem Alltag einen schwierigen Stand. Vor ein paar Tagen passierte es dann aber. Ich war in der Küche beschäftigt und wollte zu Unterhaltungszwecken wie üblich eine meiner Playlists einstellen, doch mein Handy war unauffindbar. Nach einer kurzen, heftigen Suchaktion – die natürlich erfolglos verlief – landete ich wieder in der Küche. Und da Karotten schnipseln ohne Musik einfach schrecklich ist, beschloss ich in meiner Verzweiflung, das Radio anzustellen.

Alle über 18-jährigen Bürger der Schweiz kennen die Situation aus eigener Erfahrung: Kaum hat man die neuerworbene Volljährigkeit gebührend gefeiert, flattert schon das Armeeaufgebot ins Haus. Nun gilt es sich zu entscheiden, ob man den Militärdienst tatsächlich leisten möchte oder doch den Zivildienst bevorzugt. Seit der Abschaffung der Gewissensprüfung im Jahr 2009 interessieren sich immer mehr junge Männer für den zivilen Dienst. Dies ist der Armee und dem Bundesrat schon seit längerer Zeit ein Dorn im Auge. Nun hat der Ständerat beschlossen, mit sieben Massnahmen die Attraktivität des Zivildienstes zu verringern.

Seit mehreren Wochen wüten tausende Brände im Amazonasgebiet in Südamerika. Mehr als 72.000 Brandherde und somit 83% mehr als letztes Jahr sind registriert. Aus umwelttechnischer Sicht ist dies eine Katastrophe, denn das Amazonasgebiet wird nicht umsonst als grüne Lunge der Welt bezeichnet. Es speichert nicht nur rund 20% des Süsswassers der Welt und produziert ebenso viel Sauerstoff, sondern ist auch Heimat von rund 10% der weltweiten Biodiversität und 34 Millionen Menschen.