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Alexandra Birrer

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Johann Heinrich Pestalozzi sagte einst: «Ich brauche Sie nicht daran zu erinnern, wie wichtig die Musik ist, weil sie die höchsten Gefühle, deren der Mensch fähig ist, zu erzeugen und zu unterstützen vermag.» Diesem weisen Zitat werde ich wohlwollend zustimmen. Doch oftmals ist es heutzutage nicht mehr bloss das Lied, also das Audio an sich, welches in uns Gefühle erzeugt und unterstützt, sondern auch das Video dazu. Oder vielleicht doch nicht?

Mit dem heutigen 1. August feiern wir einen weiteren Nationalfeiertag der Schweiz. Den einen sagt diese Bundesfeier zu, den anderen weniger. Manche wollen sich sogar regelrecht davon abgrenzen, um nicht als «Bünzli Schwiizer» dazustehen. Doch ist es etwa nur diesen erlaubt, den 1. August zu feiern? Ich denke nicht. Und trotzdem stellt sich mir an diesem (doch ein wenig historischen) Datum die Frage, was es denn gerade heute ausmacht, Schweizer zu sein?

«Ach, es gibt zwei Zypern?» ist nur eine von vielen Fragen, die ich Freunden und Bekannten nach meinen Strandferien beantworten musste. Da die schöne Insel im Mittelmeer in meinem Umfeld nicht gerade die berühmteste Feriendestination ist, waren einige faktische Erklärungen nötig. Unter anderem eben auch die Erklärung, was es denn mit den zwei Zyperns auf sich hat.

Der typische Mitteleuropäer hat in der vergangenen Woche nicht nur am Limit gelebt, sondern auch am Limit geklebt. Zumindest, wer kurze Hosen trug, eine sitzende Tätigkeit verübte und dabei durchschnittlich viel schwitze, obwohl man sich praktisch gar nicht bewegte. Sie war unausweichlich und wahrscheinlich Thema Nummer eins: Die grosse Hitzewelle.

Das Leben lehrt uns mit vielen verschiedenen Situationen klarzukommen. Gerade eben schrieb ich noch meine letzten Maturitätsprüfungen, danach lag ich eine Woche am Strand des Murtensees. Siehe da, wir sind anpassungsfähig und flexibel. Doch was ich neulich in einem Zara erlebt habe, lässt mich ernsthaft daran zweifeln. Spoiler Alert: Ich war komplett überfordert.

Es liegt nicht an einer Unverträglichkeit oder an einer spezifischen Ernährungsweise, sondern einfach nur am eigenen Gusto: Seit Kindesalter mag ich keine Kuhmilch. Den Geschmack empfinde als unangenehm und deswegen war Milch nie etwas, was ich in meinen Kaffee oder in meinen Porridge gegeben hätte. Für lange Zeit blieb mein Kaffee also schwarz und der Porridge wurde eben mit heissem Wasser aufgelöst. Doch seit viele Lebensmittelhersteller vermehrt auf Laktoseintoleranz und auch Veganismus eingehen, gibt es auch für mich viele neue Möglichkeiten.