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Alexandra Birrer

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Bestimmt haben wir es als Kind alle genug oft gehört, als wir zum Z’Vieri lieber Schokolade als einen blöden Apfel gewollt haben: „Der Apfel muss sein, du musst mindestens fünf Portionen Früchte und Gemüse pro Tag essen.“
Eine tendenziell eher unbeliebte Aussage. Doch mittlerweile habe ich bemerkt, dass diese Regel erstens eingehalten werden kann und zweitens sogar Spass machen könnte.

Um 12 Uhr auf die Mittagsstunde genau, versammelten sich vier Mitglieder unserer Crew beim SUPSwiss Zürich, wo wir uns für eine City Tour auf dem Standuppaddle bereitmachten. Ausgerüstet mit auffällig roten T-Shirts und Schwimmwesten, die wir fürs erste allerdings noch nicht anziehen mussten, wurden wir in die Basics des Standuppaddling instruiert.

Wer Kreuzlingen hört, der denkt ziemlich sicher zuerst an die berühmte Bodenseearena, in der sowohl Eishockeyspiele als auch grosse Schweizer Fernsehproduktionen wie beispielweise The Voice Of Switzerland stattfinden. Dabei sollte Kreuzlingen nicht auf ein einzelnes Gebäude reduziert werden…

Internationale Agglomeration

Dass Kreuzlingen seine deutsche Nachbarstadt Konstanz eng miteinander verbunden sind, ist wohl den meisten bekannt. Was eine solche Verbindung aber beinhaltet, wird manchen überraschen. Beispielweise veranstalten die beiden Städte zusammen einen sozusagen internationalen Flohmarkt, auf welchem in beiden Ländern einen ganzen Tag lang Schnäppchen ergattert werden können. Ausserdem gibt es einen Eishockeyverein der beiden Städte, da sie wegen der Auflösung des Konstanzer Vereins fusioniert haben und nun zum EHC Kreuzlingen-Konstanz geworden sind.

Spitze Türme und Steinmauern

Wofür Kreuzlingen ebenfalls bekannt ist, sind die vielen Burgen und Schlösser, die sich in der schönen Bodenseeregion befinden. Eines davon ist beispielweise das Schloss Eberseberg, welches schon seit über 450 Jahren existiert, zwischendurch jedoch einmal abgebrannt und wieder neu errichtet wurde. Momentan befindet es sich im Besitz einer deutschen Familie und wird dort von Generation zu Generation weitervererbt und demensprechend auch immer wieder etwas verändert und renoviert.

Wasser, so weit wie das Auge nur reicht

Im Nordosten der Schweiz befindet sich ein nasses Länderdreieck, welches neben der Schweiz noch an Deutschland und Österreich grenzt: Der Bodensee. Dessen wichtigster Zufluss ist der Alpenrhein, welcher wiederum aus dem Zusammenfluss des Vorderrheins und Hinterrheins entsteht. Die grösste Insel im Bodensee ist Reichenau, welche bewohnt ist und zusammen mit dem sich darauf befindenden Kloster zum UNESCO Welterbe gehört.

Natürlich gibt es noch mehr spannende Fakten über die Stadt am Bodensee, doch dann sollten wir beginnen, ein Buch zu schreiben.

Bei schönem Wetter und strahlender Sonne stattete sich anfangs des Nachmittags eine Teilgruppe unserer Crew mit Fahrrädern und Helmen aus. Auf dem Programm stand nämlich eine Velotour, die uns entlang des Bodensees durch verschiedene Dörfer im Kanton Thurgau führen sollte. Ein Ziel hatten wir ebenfalls schon vor Augen: Den Hafen in Kreuzlingen, der gute 20 Kilometer entfernt war.

Bevor wir jedoch so richtig starten konnten, hielten wir schon nach den ersten paar Metern an, um die GoPro Kameras sicher zu installieren und um noch etwas Sonnencreme auftragen zu können. Denn mehr Sonnenbrand als wir bis jetzt hatten, war nicht unbedingt etwas, das wir uns heute erhofften. Vielmehr waren wir gespannt auf die Bodenseeroute, auf die wir uns nach dem Montieren und Eincremen begaben.

Mit einem Lautsprecher, der sommerliche Hits dröhnte, machten wir uns also auf den Weg nach Romanshorn. Doch der Radweg stellte sich als weniger Seeblick-lastig heraus, als ich erwartet hatte. Zwar konnten wir schon hin und wieder einen Blick auf das kühle Nass des Bodensees erhaschen, allerdings führte der Weg nicht besonders lange direkt am See entlang. Viel mehr sahen wir Zuggleise, die im Vergleich zu meiner Heimat viel offener zugänglich sind hier im Thurgau.

 

Einen offenen Zugang hatten aber nicht nur die Bahngleise, sondern auch der Seeabschnitt, an dem wir unsere Pause einlegten. Wir waren schon über die Hälfte unserer Strecke hinaus und entschieden uns bei einer Abzweigung spontan, kurz eine Rast einzulegen. Trinkflaschen wurden gefüllt und darauf gleich wieder geleert, es wurde ein Bänkli nahe des Ufers in Anspruch genommen und dort etwas verschnauft.

Zumindest solange, bis wir uns entschieden, doch noch kurz die Füsse in den Bodensee zu tauchen. Und was bei den Frauen tatsächlich auch nur beim Fussbad im See blieb, endete bei Tristan im Sitzen auf dem Grund des Bodensees in ungefähr knietiefem Wasser.

„Ich habe nicht einmal daran gedacht, das T-Shirt auszuziehen“

fiel ihm kurz nach seiner Niederlassung auf, doch zu diesem Zeitpunkt waren sowohl Shorts als auch das T-Shirt bereits durchnässt. Ich selbst war auch versucht, noch etwas mehr des recht waren Seewassers zu geniessen, als bloss an den Füssen. Doch in Hinblick auf die noch folgenden Kilometer auf dem Fahrrad, blieb es schliesslich doch nur beim Fussbad. Auch, wenn der Weg zurück ans Ufer teilweise recht holprig war und ich froh sein konnte, dass wir uns beim Verlassen des Wassers alle an den Händen gehalten haben. Sonst wäre vielleicht doch noch die eine oder andere Hose zusätzlich nass geworden.

Zurück auf den Fahrrädern ging es dann wieder recht zügig vorwärts, bis wir zum ersten Mal auf der Radstrecke auch noch während des Fahrens den See gesehen haben. Dies wurde von uns natürlich sofort auf diversen Fotos und Videos festgehalten. Schliesslich wollten wir am Ende des Tages auch wirklich damit angeben können, den Bodensee gesehen zu haben. Doch spätestens am Hafen in Romanshorn konnten wir uns diesen noch einmal genauer ansehen, nachdem wir die Fahrräder ohne einen Unfall oder sonstige Probleme wieder abgaben. Und was zum Schluss natürlich nicht fehlen durfte, war das Glace zur Belohnung der absolvierten 20 Kilometer.

Nach einer kurzen Nacht klingelte schon vor sieben Uhr morgens der erste Wecker, der uns aus den Träumen und zurück in die reale Welt nach Locarno riss. Recht schnell machten wir uns auf den Weg zum Frühstück, wo mein persönliches Highlight der Brot-Kuchen war. Etwas, das ich vor meinem Aufenthalt in Locarno noch nie gesehen habe.

Trotz der allgemein herrschenden Müdigkeit schafften wir es, eine gute halbe Stunde später den Bus zu nehmen und zum Bahnhof zu fahren. Von dort aus startete unsere dreistündige Reise aus dem Süden der Schweiz in den hohen Norden nach Schaffhausen. Noch immer mit den Vitaminen unseres Früchtetellers der Jugi Locarno im Blut, tanzten fünf Mitglieder unserer Crew auf dem Peron in Bellinzona den Macarena. Dies führte zum Teil zu irritierten Blicken, jedoch auch zu vielen schmunzelnden Gesichtern.

Im Zug wurde dann nicht mehr getanzt, sondern noch am letzten Beitrag über Locarno gearbeitet. Diesen haben wir in der letzten Nacht nach dem Moon & Stars nicht mehr schreiben können. Doch im Zug durch den Gotthard hatten wir genug Zeit, um alles fertig zu stellen. Auch wenn die starke Klimatisierung für eine kurze Pause bei mir gesorgt hat, da ein Pullover aus dem Koffer aufgetrieben werden musste. Die S-Bahn von Zürich aus war dagegen wieder angenehm warm, was mich dafür fast zu einem Mittagsschläfchen verleitet hat. Doch wir kamen schlussendlich schneller in Schaffhausen an als erwartet, wo wir gleich als Erstes zu Mittag assen. Dies weckte dann die Lebensgeister wieder etwas, sodass wir wieder alle zusammen wach waren, als wir in der Jugendherberge ankamen.

Die Jugi Schaffhausen überzeugte mit ihrem rustikalen Charme und den Erkerzimmern, von denen wir zu unserer Freude selbst eines beziehen durften. Nachdem jeder mindestens einmal den Erker unseres Zimmers fotografieren durfte, zogen wir unsere Wanderschuhe an (zumindest die, die welche dabeihatten) und machten uns für unseren Ausflug in den Adventure Park bereit. Auf dem Weg dorthin machten wir jedoch noch eine kurze, ungeplante Fahrt in einem ganz speziellen Gefährt. Wir hatten nämlich das Glück, von einem Herrn angesprochen zu werden, der mit einem selbstfahrenden Bus unterwegs war. In einer kurzen Rundfahrt erklärte er uns die Funktionsweise dieses futuristischen Gerätes und die Funktion, die es später einmal einnehmen sollte. Selbstfahrende Busse sollen die normalen Postautos nämlich nicht ersetzen, sondern für die sogenannte „letzte Meile“ von zu Hause bis an den Bahnhof ersetzen.

Nach dieser interessanten Fahrt begaben wir uns wie Touristen zum Rheinfall, da es in unserer Crew auch Mitglieder gab (mich eingeschlossen), die den Wasserfall vorher noch nie in Natura gesehen haben. Danach führte uns ein Spaziergang in der Nachmittagssonne zum Adventure Park Rheinfall, wo sechs von uns sich mit dem Instruktor zum Klettern bereitmachten. Ich selbst hatte bis jetzt wenige Erfahrungen mit Seil- und Kletterpärken, da mein einziges Erlebnis im Alter von ungefähr 12 ziemlich schnell geendet hatte, da ich mich der Angst wegen habe retten lassen.

Heute sollte das jedoch nicht passieren, denn ich war bereit, mich meiner Angst vor der Höhe und dem Fall zu stellen. So endete ich schliesslich in schwindelnden Höhen, da ich mir die Aussicht um keinen Preis hatte entgehen lassen wollen und mich der Adrenalinkick gelockt hatte. Mit zitternden Knien und Armen war die Ankunft am Boden dann aber doch eine Erleichterung, die sich mit Stolz vermischte, dass ich mich tatsächlich getraut habe.

Später wurde dieser Mut dann auch noch mit einer Pizza belohnt, die wir uns zum Abschluss des Abends gegönnt haben. Und auch wenn ich schlussendlich die Falsche bekommen habe, war es trotzdem lecker und der spontane Pizzastückaustausch genau das, was es zum Ausklingen des Abends gebraucht hatte.

Locarno bot uns nicht nur eine, sondern gleich zwei spannende Aktivitäten, über die es sich definitiv zu berichten lohnt. Als erstes stürzten wir uns ins kühle Nass des Lago Maggiore, nachdem wir uns mit dem Pedalo etwas von der Küste entfernt haben. In entspannter Stimmung und unter den heissen Sonnenstrahlen genossen wir eine schöne Stunde auf dem See. Die Mutigen, die sich trauten, in den See zu springen, wurden von der Wärme des Wassers überrascht, welches uns erwartet hatte. Allerdings unterschätzen wir während unserem ausgelassenen Aufenthalt auf und im See die Sonne. Der eine oder andere nahm nämlich nicht nur lustige Erinnerungen vom Pedalo-Wettrennen mit, sondern auch einen Sonnenbrand.

Wieder auf dem Festland angekommen, gab es für die Frauen einen Abstecher zu den etwas weiter entfernten Toiletten, um sich dort umziehen zu können. Währenddessen genossen unsere Herren weiterhin die schöne Aussicht, jedoch an einem etwas schattigeren Plätzchen. Als wir alle wieder komplett waren, machten wir uns auf den Weg zur Jugendherberge, um uns dort auf den bevorstehenden Abend am Moon & Stars Festival vorzubereiten.

Begrüsst wurden wir Besucher des Festivals von vielen bunten Fähnchen und Lichterketten, die eine tolle Atmosphäre schufen.  Die Foodtruck-Meile, durch welche die Besucher schon zahlreich schlenderten, bot allerhand interessantes Essen an, sodass die Entscheidung was essen, anfangs schwer fiel.  Schlussendlich kamen wir aber alle zu einem leckeren Abendessen, welches wir bei der Piazza Piccola, der eintrittsfreien Bühne, geniessen konnten. Gerade zu hören war Kaufmann, ein aufstrebendes Newcomertalent aus dem Kanton Graubünden. Letztes Jahr gewann er das BandXost-Finale in Sankt Gallen.

Eines der Highlights des Abends war das Nostalgie-Riesenrad, welches uns eine eindrucksvolle Aussicht über den Lago Maggiore, die Berge, Häuser und die Foodmeile bot.

Die Konzertbühne auf der Piazza Grande wurde an diesem Abend von Sarah Connor eröffnet, die ihre Show mit Songs in ihrer Muttersprache Deutsch startete. Wir hatten die Möglichkeit, als Medienteam das Ganze von einem VIP-Balkon zu sehen und schossen dabei tolle Fotos und machten einige Videos vom Konzert. Da wir alles von oben beobachten konnten, sahen wir auch auf die Besucher herunter, die nicht ganz so zahlreich erschienen sind, wie erwartet. Das kommt davon, dass zu dieser Zeit die Foodmeile sehr gut bevölkert war, weil sich alle noch etwas zu Essen holen wollten.

Der zweite grosse Act des Abends war James Arthur, der mit etwas mehr Zuschauern eine rockige und doch sehr emotionale Show bot. Den Anfang des Konzertes durften wir ganz vorne miterleben, um erneut Bilder und Videos zu machen. Danach mischten wir uns noch unters Publikum, um von dort aus den Rest zu geniessen. Somit wurden auch wir wieder zu ganz normalen Festivalbesuchern, die zwischendurch auch die Kamera wegpackten und einfach nur der Musik lauschen konnten.

Luzern. Die touristische Stadt am Vierwaldstädtersee, die man gut und gerne als das Zentrum der Zentralschweiz benennen kann. Bekannt ist sie bei den meisten Touristen für die Kappelbrücke, den Wasserturm oder die Fasnacht. Doch in Luzern steckt noch einiges mehr…

Imposante Gebäude

Kaum hast du den Luzerner Bahnhof verlassen, schon befindest du dich vor zwei sehr interessanten Gebäuden. Zum einen wurde dort nämlich das Kultur- und Kongresszenrum Luzern, kurz KKL, erbaut. Der Hotspot für Konzerte, Filme mit Liveorchester und auch das Blue Balls Festival. Das zweite Gebäude, das sofort ins Auge sticht, ist die Universität Luzern. Sie ist erst seit dem Jahre 2000 als richtige Universität anerkannt. Mit etwas unter 3000 Studierenden ist sie eine der kleinsten Universitäten der Schweiz.

Brand in den Siebzigerjahren

Den Luzerner Bahnhof gibt es noch nicht so lange in seiner heutigen Pracht. 1971 brannte praktisch das gesamte alte Gebäude ab. Glücklicherweise wurde dabei niemand verletzt. Nachdem der Bahnhof für die Aufrechterhaltung des Schienenverkehrs wieder provisorisch aufgebaut, wurde entschied man, das alte Gebäude nicht im genau gleichen Stil wiederherzustellen. Stattdessen wurde ein Architektenwettbewerb für eine komplette Neuplanung veranstaltet. 1991 wurde dann der Neubau eröffnet.

Smartphonetöne statt Kirchenglocken

Seit vorgestern, also dem 16. Juli, erklingen in Luzern die Smartphoneklingeltöne im grossen Stil. Ohne Ankündigung läutet vom Kirchturm der Peterskappelle in Luzern ein Iphone, statt der normalen Kirchenglocken. Das Ganze geschieht im Rahmen eines mehrteiligen Kunstprojektes der Hochschule Luzern Design & Kunst. Der Gedanke dabei war, die Baustelle bei der Peterskappelle etwas aufzupeppen. Dahinter steckt allerdings noch mehr. Früher wurde beim Klang der Kirchglocken sofort aufgehorcht, da zum Gebet aufgerufen wurde. Heute jedoch, ist es den meisten von uns egal. Wenn allerdings das Handy anfängt zu schellen, reagieren wir sofort. Es ist also eine Aktion, die uns zum Nachdenken anregen soll.

Denkmal an frühere Zeiten

In Luzern sind viele bekannte Museen zu Hause. Das wohl berühmteste ist das Verkehrshaus der Schweiz. Ein weiteres, nennenswertes Museum ist das Bourbaki-Panorama, das vom Bahnhof keine Viertelstunde entfernt ist. Dort zu bestaunen ist das riesige Rundbild von Edouard Castres, das 10 auf 112 Meter gross ist und 1881 gemalt wurde. Erinnern soll es an die französische Bourbakiarmee des deutsch-französischen Krieges von 1870/71. Damals nahm die Schweiz die 87’000 Kopf grosse Armee als Interniere auf, da ihnen nahe unserer Grenzen eine grosse Gefahr drohte. Das Bourbaki-Panorama in Luzern gilt als europäisches Kulturdenkmal.

Natürlich gibt es noch mehr spannende Fakten über die rüüdige Stadt, doch dann sollten wir beginnen, ein Buch zu schreiben.

Schon um 6:15 klingelte der erste Wecker in unserem Zimmer in der Jugendherberge Zermatt. Glücklicherweise mussten zu dieser Uhrzeit aber nicht alle schon das, im Vergleich zur Aussentemperatur, warme Bett verlassen, sondern nur die Morgenduscher. Für alle anderen begann der dritte Tag der Summertour eine halbe Stunde später mit einer schnellen Packaktion, da das Frühstück auf 7 Uhr und das Auschecken eine halbe Stunde später geplant waren.

Doch trotz Zeitdruck schafften wir alles pünktlich und erwischten, auch ohne hetzen zu müssen, unseren Zug nach Visp. Während der Fahrt nahmen wir fürs Erste Abschied von der frischen Bergluft und arbeiteten am letzten Feinschliff unseres Videos für Zermatt. Auf dem Weg zu unserer dritten Destination Interlaken, trafen wir auf unser siebtes Crewmitglied. Ab heute ist nämlich auch Jana mit dabei.

Gemeinsam fuhren wir dann alle das letzte Stück der Zugstrecke von Spiez nach Interlaken. Wir hielten allerdings erst am Ostbahnhof, was es uns möglich machte, schon vom Zug aus einen ersten Eindruck von Interlaken zu gewinnen, denn der Zug fährt vom Westbahnhof direkt durch die Stadt zum Ostbahnhof. Von dort aus ist die Jugendherberge nur noch ein Katzensprung entfernt, sodass wir schnell unsere Koffer deponieren und den Rest des Tages in Ruhe planen konnten.

Für zwei von uns ging es aber sehr schnell wieder in die Höhe. Janine und Aroldo fuhren nämlich hoch auf den Hausberg Interlakens, den Harder. Von dort aus starteten sie beide ihren ersten Paraglidingflug, der bestimmt ein Leben lang in Erinnerung bleiben wird.

Der Rest der Crew blieb auf sicherem Boden und mache sich unten bereit, die Ankunft der Gleitschirme filmen zu können. Dies erwies sich als eine gar nicht so einfache Aufgabe, da wir das Aussehen der Schirme im Voraus nur beschrieben bekommen haben und somit nicht genau wussten, wann denn nun Janine und Aroldo landen würden. Schlussendlich haben wir ihren Landeanflug aber noch früh genug bemerkt, sodass wir uns fürs Filmen bereitmachen konnten.

Nachdem dann alle wieder heile und unverletzt unten angekommen waren, machten wir uns auf den Weg, einen geeigneten Ort für unser Mittagspicknick in der Stadt zu finden. Danach ging es noch in kleineren Gruppen durch die Stadt, um gute Videoaufnahmen und Interviews zu machen. Dabei kamen aber auch die kurzen Pausen im Schatten des sonnigen Interlakens und das Eis-Essen nicht zu kurz.

Dieses Mal kamen wir ziemlich früh wieder in der Jugendherberge an und konnten deswegen auch noch während des Nachmittags damit anfangen, Beiträge zu schreiben und das Video zu schneiden.

In einem Kreis sitzend verbrachten wir den Abend mit unserem etwas improvisierten Z’Nacht und schwelgten in Erinnerungen von alten Kinderserien. So begeistert von den Titelmelodien, die teilweise wirklich als die Musik unserer Kindheit bezeichnet werden kann, vergassen wir die Zeit, bis es draussen langsam kälter wurde.

Vom Musikfieber befallen, beendeten wir unseren Abend schliesslich in der Lobby der Jugendherberge, wo vor allem die Frauen singend am Klavier sassen.