Am 21.09.2018 wurde das Album „newWAVE“ von DAT ADAM veröffentlicht. Dieses ist ihr zweites und gleichzeitig letztes. DAT ADAM, bestehend aus Daniel Tjarks (Taddl), Ardian Bora (Ardy) und Marius Ley (Marley) trennt sich und alle gehen ihre eigenen Wege.

Wie gewohnt liefert die deutsche Gruppe wieder ihren Trademark-Sound. Er ist nicht richtig definierbar, da sie einfach das machen, worauf sie Lust haben. „Cloud Rap“ liegt ziemlich nahe an ihrem Stil, jedoch ist dieses Rap-Subgenre nicht sehr musikalisch und beinhaltet extremen Auto-Tune auf konventionellen Beats und schlechten Texten. DAT ADAM will nicht in diese Richtung. Sie bieten lustige Wortspiele und tiefgründige Texte auf Beats, die mehrere Genres in einem sind, wo normale Musiker sich fragen würden, wie das funktionieren soll.

Ein Beispiel zu ihren Texten und ihrer Musik wäre diese Textstelle aus „WACH“:

„Ich lass‘ mich nicht kleinmachen
Damit ich reinpass‘ in euer scheiß Puzzle
Bei dem jede Seite jedes Teils gleich lang ist
Fuck that, fuck that“

„WACH“ wurde für den gleichnamigen Film produziert. In diesem Film geht es um zwei Freundinnen, die so lange wie möglich wach bleiben wollen und das ohne Drogen. Ihr könnt den Film unter diesem Link anschauen.

„WACH“ ist meiner Meinung nach auch das beste Lied des Albums. Es startet mit vielen House Elementen und gibt einem das Klubgefühl. Wenn die Stimme einsetzt und weitere Elemente einsetzten, bekommt man das DAT ADAM Gefühl, das nur sie bei mir auslösen können. Die 5 Monate, die die DAT ADAM Fans auf den Song gewartet haben, haben sich gelohnt.

Das Album ist Abwechslungsreich, was die Stimmung betrifft. In einem Moment hat man das Gefühl, dass man in einem Liegestuhl im Himmel liegt, oder die Autobahn bei Sonnenuntergang herunterfährt und im nächsten fühlt man die Energie von Taddl’s Flow auf dem schnellen Beat. Die Beats sind zum Teil Synth-Explosionen, die sich in konventionelle Rap-Beats entwickeln, nur um am Schluss zu etwas mit Instrumenten zu werden. Genau das passiert zum Beispiel bei „How To Walk“.

Wem Auto-Tune oder Alternative Sound nicht gefällt, wird sich das Album mehrmals anhören müssen, um zum Geschmack zu finden. Dies liegt an der vorhin erwähnten „Wir-machen-was-wir-wollen-Mentalität“.

„newWAVE“ ist ein sehr gutes Album, doch kann es meiner Meinung nach nicht ganz mit ihrem ersten Album „HYDRA 3D“ mithalten.

Ich finde es sehr schade, dass sie sich auflösen und wünsche ihnen viel Glück auf ihren zukünftigen Lebenswegen.

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