Während den vergangenen Wochen durfte ich den neuen iMac testen und schildere hier meinen Eindruck.

Apple selbst bezeichnet den neuen iMac auf der Website als „schönes Biest“. Schön ist der Dekstop-Computer auf jeden Fall, wobei sich das Design seit 2012 nicht mehr wirklich verändert hat. Die Bezeichnung „Biest“ trifft insofern zu, als dass das kalifornische Unternehmen nicht an der Leistung gespart hat. Dazu jedoch später mehr. Ich selbst nutze seit Jahren einen iMac als Werkzeug für alles. So habe ich darauf meine Matur-Arbeit geschrieben, dutzende Videos geschnitten, E-Mails beantwortet und ganz schön viel auf Netflix gestreamt. Umso gespannter war ich auf den Test der neuen Modelle, zu welchem ich meine Erkenntnisse nun aufliste. Die neuen iMac-Modelle gibt es mit 21,5 oder 27 Zoll Display, wobei die unterschiedlichen Grössen auch mit unterschiedlichen Konfigurationen kommen.

1. Alles dabei

Zum iMac bekommst du auch gleich die bekannte Maus „Magic Maus“ und die Tastatur „Magic Keyboard“ dazu. Mit den zwei Bluetooth-Geräten kannst du sofort loslegen. Von anderen Anbietern unterscheidet sich das Apple-Modell jedoch vor allem durch das installierte Betriebssystem „MacOS Mojave“. Während du bei einem Windows-Rechner praktisch nichts vorinstalliert hast, kommt der Mac mit kostenlosen Programmen wie „iMovie“, „Garageband“, „Pages“, „Keynote“ und „Numbers“. Mit diesen kannst du Filme schneiden, Musik machen, schriftliche Arbeiten schreiben, Präsentationen kreieren und Tabellen anfertigen. Also alles, was du für die Schule brauchst. Fehlt dir dennoch ein Programm, kannst du dieses aus dem „App Store“ herunterladen, wobei das Angebot in diesem weiterhin eher bescheiden ausfällt.

Bildquelle: Apple

2. Schnell

Gegenüber meinem iMac, welchen ich 2016 gekauft habe, konnte ich bei meinem Testgerät einen deutlichen Unterschied in Sachen Performance spüren. Tom Boger, Marketingdirektor von Apple sagt dazu:

„Anwender werden den enormen Leistungsschub des iMac lieben. Mit bis zu 8-Core Prozessoren und leistungsstarker Vega-Grafik ist die iMac Produktfamilie stärker denn je.“

Damit ist eigentlich schon fast alles gesagt. Je nach Konfiguration ist der iMac laut Apple bis zu 60 % schneller geworden und hat eine 80 % schnellere Grafik. Da ich nicht mit technischen Fachbegriffen wie „SSD“, „Vega“ oder „Fusion Drive“ herumwerfen möchte sage ich es ganz einfach: Die neuen iMac-Modelle sind schnell. Und eignen sich dadurch sowohl für Uni-Arbeiten als auch für aufwändige Arbeiten wie das Schneiden eines Filmes in „Final Cut“ oder das Zocken eines Games. Gerade wegen dieser deutlich besseren Performance lies ich meinen eigenen iMac während des Tests unbenutzt und wechselte voll und ganz zum Testgerät.

3.  Klarer Blick

Das 21,5 Zoll-Modell kommt mit einem „Retina 4K Display“. Von 4K hast du wohl auch schon gehört. 4K steht für gestochen scharfe Bilder und detailreiche Grafiken und Spiele. Richtig krass wird es aber beim 25 Zoll-Modell, welches ein 5K Display hat. Über das Display wirst du dich auf jeden Fall nicht beklagen.

4. Schön

Das Design habe ich bereits angesprochen. Der iMac ist weiterhin ein sehr schöner Computer, dessen Design nicht nur Freude macht, sondern auch praktisch ist. Durch das dünnes Gehäuse und die Maus und Tastatur ohne Kabel benötigt der iMac wenig Platz und bringt deine Ordnung auf dem Schreibtisch nicht in Gefahr. Gleichzeitig muss ich jedoch noch einmal anmerken, dass der iMac seit 2012 kein neues Design mehr erhalten hat, was schade ist. Gerade mit den grossen Überarbeitungen in Sachen Konfigurationen wäre es Klasse gewesen, wenn Apple auch das Design angegangen wäre und so vielleicht den schwarzen Rand und den silbernen Absatz reduziert hätten.

Muss man sich bewusst sein: Es ist ein Desktop-Computer!

Das heisst, der Computer bleibt am Platz. Du kannst ihn nicht in deine Tasche stecken und an eine Vorlesung mitnehmen. Ich habe deshalb neben meinem iMac noch ein Mac Book, mit welchem ich unterwegs arbeiten kann. Dank iCloud werden die Dateien zwischen den beiden Geräten jedoch ohne jeglichen Aufwand synchronisiert, was es wieder praktisch macht. Gleichzeitig schätze ich das grosse Display gerade für grössere Arbeiten sehr. Ich könnte mir zum Beispiel nicht vorstellen, eine grosse schriftliche Arbeit auf einem Laptop zu schreiben. Ausserdem bekommst du mit dem iMac mehr Leistung für weniger Geld als bei einem Mac Book.

Fazit

Apple hat den iMac mit den neuen Modellen weiter überarbeitet. Solltest du für das nächste Semester noch einen leistungsstarken Computer benötigen, auf den du dich verlassen kannst, bist du beim iMac richtig. Für alltägliche Aufgaben benötigst du auch nicht die beste Konfiguration, wodurch der Preis unter 1’500 Franken (Modell: 21,5 Zoll, Retina 4K Display, 3,6 GHz Quad‑Core Prozessor, 1 TB Speicherplatz) liegt. Einen richtigen „Wow-Effekt“ zum Beispiel durch eine Touch-Funktion wie beim Surface Studio oder ein neues Design bleibt Apple jedoch schuldig. Gleichzeitig besteht jedoch ein spürbarer Unterschied in Sachen Performance und Display zu meinem alten Modell, weshalb es mir schwerfiel, den neuen iMac wieder herzugeben.

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